Ich denke mal die meisten Leute in meinem Alter erinnern sich noch an "Takeshis Castle". Eine völlig überdrehte TV-Show aus Japan in sich im Lauf der Jahre durch die meisten B-Liga Fernsehsender Deutschlands schlängelte. Ziel der Show, die übrigens Jump 'n' Runs nachempfunden war, die Burg von Fürst Takeshi zu stürmen. Was kaum einer weiß: Besagter Takeshi ist eben nicht nur der austauschbare Laiendarsterller. Der Mann heißt eigentlich Takeshi Kitano, und ist in Wirklichkeit ein vielseitiger und erfolgreicher... alles. Er ist Komiker, Schauspieler, Regisseur, TV-Moderator und hat sogar mal ein Videospiel designt. In Japan ist er hauptsächlich als TV-Moderator bekannt, oder um Olaf Müller im Lexikon des Internationalen Films zu zitieren: "In Japan dagegen hat Kitano das ‚Problem‘, unter dem Namen Beat Takeshi ein absoluter Mediensuperstar zu sein,...". In Europa ist er, abgesehen von Takeshis Castle, eher als Filmregisseur bekannt. Immerhin fand er in Japan künstlerische Anerkennung für seine Filme, als er 1997 den Goldenen Löwen in Venedig gewann.
Foto: Rita Molnár CC-BY-SA 2.5
Warum er da mitgemacht hat weiß auch nur Kitano selber. Aber immerhin spricht er die ganze Zeit aggressiv Japanisch.
18. Januar 2011
17. Januar 2011
Rubberface
Stellen Sie sich vor Sie sind eingesperrt in einer Welt die es nicht gibt. Stellen Sie sich vor Sie tragen eine Maske die Besitz von ihnen ergreift. Stellen sich vor Sie sind dumm. Stellen Sie sich vor Sie wären in der "Sex und Gewalt Familienstunde". Stellen Sie sich vor Sie seien ein Alien. Stellen Sie sich vor Sie seinen "jetzt ein Gott". Stellen Sie sich vor Sie seien nur da um mal eben den Kabelanschluss zu reparieren. Stellen Sie sich vor Sie seien nie auf dem Mond gelandet. Stellen Sie sich vor Sie sagen immer die Wahrheit. Stellen Sie sich vor Sie sind Gott. Stellen Sie sich vor Sie sind Tierdetektiv. Stellen Sie sich vor Sie seien der Grinch. Stellen Sie sich vor Sie kämpfen um ihre Erinnerung. Stellen Sie sich vor Sie seien ein schwuler Trickbetrüger. Stellen Sie sich vor Sie seien Wahnsinnig. Wenn Sie das nicht müssen sind Sie Jim Carrey.
Foto: Noemi Nuñez CC-BY-SA 2.0
Übrigens der erste Fitzel Saturday Night Live den ich gesehen habe:
Foto: Noemi Nuñez CC-BY-SA 2.0
Übrigens der erste Fitzel Saturday Night Live den ich gesehen habe:
16. Januar 2011
Cut out the bloody rock 'n roll
Das Jazz-Viertel von Paris inspirierte Alan Sytner einen Club in einem Keller zu eröffnen. Als er wieder in Liverpool war suchte er nach einem passenden Keller. Er fand irgendwann einen alten Luftschutzkeller aus dem Krieg. Er mietete den Keller an, und am 16. Januar 1957 eröffnete "The Cavern Club". Eigentlich als Jazz-Club geplant wurde schnell ein Mekka britischer Beatmusik aus dem Club. Nicht ganz unschuldig daran dürften die Beatles gewesen sein. Die hatten im Cavern Club, noch als The Quarrymen, einen ihrer ersten Auftritte. Alan Sytner war die Band eindeutig zu wenig Jazz und zu viel Rock'n'Roll. Sie bekamen aber einen regelmäßigen Platz um als Pausenfüller Skiffle-Musik zu spielen. Erst als Synter den Club verkaufte wurde er vollends zur Heimat des Beat. Der Jazz verschwand immer mehr aus dem Programm. Im lauf der 60er spielte so ziemlich alles was Rang und Namen hat im Cavern Club.
Foto: George Groutas CC-BY 2.0
Foto: George Groutas CC-BY 2.0
15. Januar 2011
Be Careful out there!
Am 15. Januar 1981 flimmerte das erste Mal "Hill Street Blues" über die amerikanischen Fernsehschirme. Die Serie leitete die Ära moderner TV-Serien ein. Es gab zum ersten Mal im Fernsehen Aufnahmen mit Handkameras, Totalen und einen dokumentarischen Stil. Es war eigentlich geplant die ganze Serie mit 16mm Handkameras in Schwarz-Weiß zu drehen. Man entschied sich dagegen. Für die Serie entschied sich aber NBC, denn obwohl die Einschaltquoten zu Anfang mehr als erbärmlich waren kaufte man eine zweite Staffel. Das Durchhalten NBCs zahlte sich aus. Hill Street Blues bekam in seiner Laufzeit 8 Emmys und 98(!) Emmmy Nominierungen. Der Erfolg ging sogar soweit, dass Hill Street Blues die erste Show wurde die ein Produktionsbudget von 1 Mio. Dollar zugeteilt bekam - pro Episode.
Die Titelmelodie von Mike Post war übrigens ein Hit zur damaligen Zeit.
Hier wäre jetzt eine klasse Tanznummer auf die Melodie von HSB aus "Dead Like Me" zu sehen. Gibts aber leider nirgendwo.
Die Titelmelodie von Mike Post war übrigens ein Hit zur damaligen Zeit.
Hier wäre jetzt eine klasse Tanznummer auf die Melodie von HSB aus "Dead Like Me" zu sehen. Gibts aber leider nirgendwo.
14. Januar 2011
You have this nickname - what is it, excitement, enthusiasm, esprit de corps-
Irgendwie scheint es Tradition zu haben, dass amerikanische Footballspieler nach ihrem Karriereende Schauspieler werden. Meist leider keine guten. Und manchmal endetet die Karriere in einem weißen Ford Bronco. Die Karriere von Carl Weathers lief und läuft etwas besser. Er war wohl kein rekordverdächtiger Footballer, aber hatte zumindest soliden Erfolg in "America's Favourite Sport". 1974 hing er den Helm an den Nagel und wurde Schauspieler. Er spielte zu Anfang nur kleine Rollen in Filmen von Freunden. Sehr zügig kam dann sein Durchbruch als Apollo Creed in "Rocky". Er spielte den Kontrahenten, und späteren Freund, in Stallones Filmreihe. Weathers konnte auch in den 80ern mit Rollen in "Predator" und weiteren Rocky Teilen Punkten. 1988 verkörperte er dann Jericho "Action" Jackson (Einer der großartigsten Namen überhaupt.). In den 90ern gab er in Adam Sandlers "Happy Gilmore" den alternden Golfprofi Chubbs Peterson. Danach wurde es ein wenig dünn mit Filmen, aber seit 2004 tritt Weathers vermehrt in Serienfolgen auf.
Ein freies Foto von Carl Weathers war leider nicht zu kriegen.
Ein freies Foto von Carl Weathers war leider nicht zu kriegen.
13. Januar 2011
Episode 4: Calypso
Mr Leopold Bloom ate with relish the inner organs of beasts and fowls. He liked thick giblet soup, nutty gizzards, a stuffed roast heart, liverslices fried with crustcrumbs, fried hencods' roes. Most of all he liked grilled mutton kidneys which gave to his palate a fine tang of faintly scented urine.
Kidneys were in his mind as he moved about the kitchen softly, righting her breakfast things on the humpy tray. Gelid light and air were in the kitchen but out of doors gentle summer morning everywhere. Made him feel a bit peckish.
The coals were reddening.
Another slice of bread and butter: three, four: right. She didn't like her plate full. Right. He turned from the tray, lifted the kettle off the hob and set it sideways on the fire. It sat there, dull and squat, its spout stuck out. Cup of tea soon. Good. Mouth dry. The cat walked stiffly round a leg of the table with tail on high.
--Mkgnao!
Kidneys were in his mind as he moved about the kitchen softly, righting her breakfast things on the humpy tray. Gelid light and air were in the kitchen but out of doors gentle summer morning everywhere. Made him feel a bit peckish.
The coals were reddening.
Another slice of bread and butter: three, four: right. She didn't like her plate full. Right. He turned from the tray, lifted the kettle off the hob and set it sideways on the fire. It sat there, dull and squat, its spout stuck out. Cup of tea soon. Good. Mouth dry. The cat walked stiffly round a leg of the table with tail on high.
--Mkgnao!
12. Januar 2011
Daemon
Als der junge Animator John Lasseter Ende der 70er bei Disney arbeitete zeigte ihm jemand Videos von einer Konferenz über Computergrafik. Lasseter hatte, wie die meisten Animatoren, noch nie eine computergenerierte Animation gesehen. Die Technologie war quasi nagelneu. Lassater war begeistert. Kurz darauf zeigte man Lassater Testaufnahmen der Lightcycles aus "Tron". Der Film beschreibt die Welt in einem Computer und nutzte auch schon einige wenige Computeranimationen. Er war aber noch in der Produktion. Als Lasseter die Animationen sah, machte es "klick". Er erkannte das Potenzial, dass Computeranimationen haben können. Er versuchte also mit einem Freund Disney davon zu überzeugen Geld für einen Animationsfilm mit computergenerierten Hintergründen herauszurücken. Leider etwas zu vehement. Lasseter wurde gekündigt. Daraufhin ergatterte Lasseter einen Job bei Lucasfilm Computer Graphics. Der neu gegründeten Computergrafikschmiede von George Lucas. Lasseter drehte dort den Film "The Adventures of André and Wally B.". Er wollte er auch nur die Hintergründe im Computer produzieren, aber am Ende wurde der komplette Film am Computer produziert. Erstmals bekam auch Hollywood Interesse an Computergrafiken. Aus Lucas Computer Graphics wurde dann Pixar. Mit "Toy Story" drehte Lassater dann bei Pixar den ersten vollständig computeranimierten und abendfüllenden Spielfilm.
Foto: nicolas genin CC-BY-SA 2.0
Foto: nicolas genin CC-BY-SA 2.0
11. Januar 2011
Come Fly with me...
Es war der Morgen des 2 Juli 1937, als Amelia Earhart ihren Plan umsetzte. Sie hatte beschlossen ihrem Leben ein Ende zu setzen. Kein wirkliches Ende, nur ein scheinbares. Sie und ihr Navigator Fred Noonan hatten das Flugzeug in Neuguinea vollgeladen. Genug Vorräte für 2 Jahre, ein stabiles Zelt und Werkzeug. Kurzum: Alles was man zum überleben braucht. Planmäßig um 8:45 setzte Amelia den letzten Funkspruch ab. Danach stellte sie das Funkgerät ab und klemmte die Antenne des Peilsenders ab. Fred hatte bereits den Kurs ausgerechnet um die kleine Pazifikinsel zu erreichen die ihr Versteck werden sollte. Amelia blickte Fred an als sie den Kurs korrigierte um die Insel zu erreichen...
10. Januar 2011
A Man Named Thin
Dashiell Hammets Kiefer war lang und knochig, sein Kinn ein vorspringendes V unter dem V das sein Mund war. Seine Nase bildete zwei weitere, kleinere Vs. Seine braunen Augen bildeten eine Linie. Die V-Form fand sich auch in seinen Augenbrauen wieder, welche sich von den Falten an seiner Nase über seine Augen formten. Sein blass-graues Haar wuchs von seinen flachen Schläfen nach hinten. Er sah aus wie der Teufel in grau. Er sagte zu Lillian Hellman: "Ja, süße?"
9. Januar 2011
to be a famous folksinger. Like Joan Baez.
Joan Baez war mal Protestsängerin in den 60ern. Heute ist sie erste Wahl bei den Soundtracks zu Vietnam-Dokumentationen. Platz 2 sind Peter, Paul & Mary. Ihr kommerziell größter Erfolg war der "Juliane Werding"-Hit "Am Tag als Connie Kramer starb". Moment es war doch ein wenig anders: 1969 veröffentlichte "The Band" das Lied "The Night They Drove Old Dixie Down". Drei Jahre später coverte Baez den Song und wurde damit bekannt. Bis Heute werden ihr kleine, aber teilweise sinnentstellende, Textänderungen vorgeworfen. Die größeren Textänderungen kamen aber aus Deutschland. Dort wurde aus dem Lied über den Untergang des Südens ein Lied über Drogensucht. Schreiber des Textes war Ulli Weigel. So ebnete das Lied schon einmal den langen Weg für "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo". Baez hatte danach wieder einen Top-10-Hit konnte aber einige musikalische Achtungserfolge vorweisen.
Foto: Heinrich Klaffs CC-BY-SA 2.0
Foto: Heinrich Klaffs CC-BY-SA 2.0
8. Januar 2011
A brief History of Pop
Irgendwie ist Stephen Hawking eine Comicfigur. Er is einer der bekanntesten Wisschenschaftler der Welt, gilt zurecht als schrecklich intelligent, sitzt im Rollstuhl und hat einen Sprachcomputer. Er müsste nur noch in regelmäßigen Abständen die Welt als Geisel nehmen. Als Gegenspieler könnte ein geklonter Einstein dienen. Oder vielleicht auch einfach nur Superman. In einer Folge würde Hawking dann versuchen die universelle Gaskonstante mit einer riesigen Maschine zu kontrolliern. Einzig und allein um nicht nur die Erde, sondern das ganze Universum zu beherrschen. Superman oder der Einstein-Klon würden das natürlich im letzten Moment verhindern. Dabei stirbt Hawking dann. In der nächsten Folge stellt sich dann raus, dass der Körper Hawkings eh nur noch eine Puppe war. Die Sache mit der Gaskonstante war nur eine Ablenkungstaktik. Hawkings eigentlicher Plan war es seinen Verstand in einen Supercomputer zu laden. Nun hat er uns aufgrund unserer Technologieabhängigkeit im Griff...
Hawking ist übrigens die einzige historische Person die sich in einer "Star Trek"-Folge selber gespielt hat. Er war zu dem Zeitpunkt also Vergangheit, Gegenwart und Pop zu gleich.
Das Video kann ignoriert werden, es geht ums Lied.
Hawking ist übrigens die einzige historische Person die sich in einer "Star Trek"-Folge selber gespielt hat. Er war zu dem Zeitpunkt also Vergangheit, Gegenwart und Pop zu gleich.
Das Video kann ignoriert werden, es geht ums Lied.
7. Januar 2011
Queen of Sin
Heute vor 50 Jahren erschien das erste mal Patrick Macnee als John Steed auf britischen Fernsehschirmen. Steed war Leiter der wechselnden Agententruppe "The Avengers" die von da an die Herzen von Serienfans in aller Welt erobern und die Welt vor allem Bösen schützen sollten. Der staffelweise Wechsel der anderen Agenten um Steed war eine reine Notlösung der Schreiber, als Ian Hendry der Macnees ersten Partner spielte ausstieg. Mit dem Start der vierten Staffel kam "The Avengers" auch in Deutschland an. Hier nannte man die Serie "Mit Schirm, Charme und Melone" und die Show brachte gleich schon ihre Trumpfkarte mit: Emma Peel. Die von Diana Rigg verkörperte Agentin wurde zur Catsuit tragenden Femme Fatale ihrer Majestät. Das Peel so prominent wurde liegt daran, dass die älteren Episoden der Serie nie synchronisiert wurden.
Update: 50 nicht 40. Dank an Daniel.
Update: 50 nicht 40. Dank an Daniel.
6. Januar 2011
Mit mir und Paolo Conte
Es scheint eine Geheimgesellschaft auf der Welt zu geben, deren einziger Zweck es ist die Musik von Paolo Conte mit dem Kochen zu assoziieren. Immer wenn jemand im Film kocht besteht eine 1:10 Chance, dass im Hintergrund Paolo Conte läuft. Meistens "Via con me". Sowieso versucht diese Conte-Gesellschaft die Musik überall unterzubringen. Der Italiener ist überall. Vielleicht ist er ja der eigentliche Kopf der Gesellschaft. Immerhin steckt er auch hinter der Musik-Karriere von Adriano Celentano. Conte schrieb nämlich Azzuro. Wahrscheinlich hat er jeden verklagt der Azzuro nicht mag. Er ist immerhin Anwalt. Italienischer Anwalt aus Asti interpretiert Italo-Jazz. Vielleicht ist er auch grade in meinem Kopf und singt. Oder in Paris, das er so liebt. Er malt ja auch der Paolo. Bald hängen auch überall Bilder von ihm... Die "Paolo Conte"-Verschwörung ist in vollem Gange.
5. Januar 2011
The only images I watch regularly come from the weather report.
Angefangen hat Hayao Miyazaki als Zeichner bei japanischen Zeichenstudio Toei. Dort zeichnete er u.a. bei der Zeichentrickserie "Heidi" mit. Dort lernte er auch Isao Takahata kennen. Die beiden gründeten zusammen das Ghibli-Studio. 1979 schrieb und verfilmte er "Das Schloss des Cagliostro". Ein Jahr später machte er sich an sein nächstes Projekt "Nausicaä aus dem Tal der Winde". 1982 wurde der Manga dann verfilmt. Die Adaption wurde ein Erfolg und machte Miyazaki international bekannt. Dies ermöglichte ihm die Gründung seines eigenen Filmstudios. Miyazaki arbeitete sich weiter hoch und schuf 1997 mit "Prinzessin Mononoke" den bis dato erfolgreichsten japanischen Film. 2002 erschien dann "Chihiros Reise ins Zauberland" und festigte den guten Ruf des Japaners.
Foto: Thomas Schulz CC-BY-SA 2.0
Foto: Thomas Schulz CC-BY-SA 2.0
4. Januar 2011
Blipverts
Matt Frewer wuchs in Kanada auf und wollte eigentlich wie jedes Kind Eishockey-Spieler werden. Wie es das Schicksal so wollte verletzte er sich, und musste den Sport an den Nagel hängen. Seine Alternativwahl war dann die Schauspielerei. Also ging er nach England um dort Schauspiel zu studieren. Nach ein paar Jahren war er aber die ewigen "thee"s und "thou"s satt. Außerdem befürchtete er davon noch ein Lispeln zu kriegen. Er ging also zurück in die USA. Dort erwartete ihn zwar keine riesen Hollywood-Karriere, aber zumindest eine bodenständige Film und Fernsehkarriere. Bekannt wurde er mit der Fernsehshow "Max Headroom". In der spielte er den virtuellen Fernsehmoderator Max Headroom. Die Serie und die Figur wurden übrigens immerwieder aufgegriffen. So taucht Headroom immer mal wieder irgendwo als Figur auf oder wird, wie im Fall vom glücklicherweise verstorbenen Robert T. Online, billig kopiert. Matt Frewer wird heute 52 Jahre alt.
Foto: Raven Underwood CC-BY 2.0
In Watchmen spielte Frewer die Rolle vom Bösewicht Moloch. Leider kommt er nicht im Trailer vor.
Foto: Raven Underwood CC-BY 2.0
In Watchmen spielte Frewer die Rolle vom Bösewicht Moloch. Leider kommt er nicht im Trailer vor.
3. Januar 2011
At the end of the day, acting is all about telling lies.
Gestern Nacht starb Pete Postlethwaite. Der britische Schauspieler war irgendwie auch einer der "That Guy's". Er spielte meist kleinere Rollen, oft Antagonisten und das meistens ganz großartig. Angefangen hat er als Lehrer in einer Klosterschule in Strawberry Hill. Dort unterrichtete er Schauspiel, bis er dann als Schauspieler an der Old Vic Theatre School in Bristol anfing. Er bekam später kleiner Rollen in TV-Filmen, und wurde mit "Entfernte Stimmen - Stillleben" bekannt. Für seine Rolle "Im Namen des Vaters" bekam er 1993 einen Oscar. Danach spielte er in diversen erfolgreichen Filmen mit, darunter: "Die Üblichen Verdächtigen", "Amistad", "Der Ewige Gärtner" oder "Inception".
Foto: Dave Morris
Foto: Dave Morris
31. Dezember 2010
Es ist völlig ohne Belang.
Der Popkulturkalender wünscht ein frohes neues Jahr! Dazu die wohl populärste deutsche Silvestertradition in allen Farben und Formen:
30. Dezember 2010
Deaddy Cool
Ohne Bobby Farrell wäre aus Frank Farian vielleicht der Mann geworden, der er heute ist. Ohne Frank Farian wäre Bobby Farrel niemals dahin gekommen wo er war. Aber zurück zum Anfang: Geboren wurde Farrell auf den niederländischen Antillen. Nach seiner Schulzeit betätigte er sich als Seemann, und reiste zwei Jahre um den Globus. Nachdem er genug von der Seefahrt hatte ließ er sich in Norwegen nieder. Das Land bietete ihm aber nicht genug Möglichkeiten, also beschloss er in die Niederlande zu ziehen. Dort und in Deutschland arbeitete er als DJ. Irgendwann entdeckte ihn dann der Produzent Frank Farian. Farian brauchte jemanden für sein neues Projekt Boney M. Er sollte gut aussehen und tanzen können. Singen brauchte er nicht. Die tiefe männliche Singstimme lieferte Farian bekanntlich selber. Wobei Bobby bei Live-Auftritten wohl selber sang. Irgendwann fiel der Schwindel natürlich auf. Nach dem Ende von Boney M. wurde es Ruhig um den Niederländer. Er hatte noch einen kleinen Auftritt in einem Musikvideo 2005 und trat in den frühen 90ern mit einer eigenen Boney M.-Formation auf.
Bobby Farrell starb heute Morgen in St. Petersburg.
Foto: Erwin Winkelman CC-BY 2.0
Bobby Farrell starb heute Morgen in St. Petersburg.
Foto: Erwin Winkelman CC-BY 2.0
29. Dezember 2010
...and you're Mary Tyler Moore!
Mary Tyler Moores Karriere begann mit ihren Beinen. Sie hatte eine kleine Rolle in der Show "Richard Diamond, Private Detective" in der man nur ihre Beine sah. Kurz darauf bekam Sie durch Carl Reiner eine Rolle in der "Dick Van Dyke"-Show. Sie spielte fünf Jahre lang die weibliche Hauptrolle. Richtig bekannt wurde sie in den 60ern aber durch die "Mary Tyler Moore"-Show, welche heute noch als beliebter Nachtprogramm-Füller der Privaten dient. Die Show war aber nicht nur eine der typischen Sitcoms der 60er, sondern auch etwas Neues. So war Mary in der Serie Single, Produzentin einer TV-Show und hat ein paar Verhältnisse mit Männern. Erzählerisch entfernte sich die Sendung von dem Serien-Standard der 60er Jahre, indem man begann die Charaktere weiterzuentwickeln. Bis dato war es oft so, dass die starren Figuren nur auf die Geschichte reagierten. Und das Wichtigste zu Schluss: Die Serie hatte ein Ende. Alle Mitglieder der Nachrichtenshow werden gefeuert und Mary macht, ganz klassisch, im Studio das Licht aus.
27. Dezember 2010
A Kiss
Irgendwann hab ich ihn gekriegt. Ich und die Zeit. Wir haben ihn beide gekriegt. Nicht mal seine verdammte Fee konnte ihm noch helfen. Keine Fee der Welt konnte ihm helfen. Jetzt hängt sein Anzug in meiner Kajüte. Als ewige Erinnerung daran, dass Niemand der Zeit entkommen kann. Egal wie schnell er fliegt. Ich habe irgendwann erkannt wie das Spiel läuft. Ich habe es durchschaut. Irgendwann blickte ich in die Sterne und dachte an eine Sternschnuppe. Und plötzlich war ein Schweif am Himmel. Wenn man sich hier etwas wünscht geht es sofort in Erfüllung. Das funktioniert besonders gut, wenn es vollkommen unwahrscheinlich ist. Also wünschte ich mir das unmöglichste aller Dinge: Das ich Peter Pan fangen und aufknüpfen würde. Es geschah wie ich es mir erhoffte. Pan kam mit seiner kleinen Fee vorbei, ich überrumpelte ihn und keine halbe Stunde später war er Geschichte. Nun herrscht Captain Hook über das Nimmerland.26. Dezember 2010
Hippie-Ethno-Gospel Kollektiv
Heute vor zwei Jahren starb der Komponist und Bandleader Les Humphries. Mit seinen Les Humphries Singers verkaufte er seit den 70ern Millionen von Platten.
Noch ein Lesetipp: Phil Spector wird 70.
Wer ist der Mann bei Sekunde 18? Jürgen Drews!
Noch ein Lesetipp: Phil Spector wird 70.
Wer ist der Mann bei Sekunde 18? Jürgen Drews!
25. Dezember 2010
Kitt-y
Heute singt für Sie: Eartha Kitt - Die Königin der Nachtclubs und einstige Catwoman.
Foto: Allan Warren CC-BY-SA 3.0
Foto: Allan Warren CC-BY-SA 3.0
24. Dezember 2010
Das Schrille in der Musik
Am Heiligabend des Jahres 1975 verstarb der Komponist Bernard Herrmann. Als junger Mann arbeitete er für den US-Fernsehsender CBS. Dort lief ihm ein ehrgeiziger Orson Welles über den Weg. Die beiden freundeten sich an, und Herrmann übernahm die Musikregie bei Welles' "Krieg der Welten". Mit Welles kam Herrmann auch zum Film. Er komponierte die Musik zu Welles' Meisterwerk "Citizen Kane" und "Der Glanz des Hauses Anderson". Auch außerhalb der Filmmusik machte sich der Amerikaner einen Namen. So förderte er früh die als unspielbar geltende Musik von Charles Ives und bemühte sich auch um die Verbreitung europäischer Kompositionen in den USA. Sein Traum irgendwann mal einem großen Orchester vorzustehen ging aber nie in Erfüllung. Sein Durchbruch als Filmkomponist verschaffte ihm Alfred Hitchcock, für den er die Musik zu Psycho, Vertigo, Marnie und "Der Unsichbare Dritte". Auch elektronische Musik hatte es Hermann angetan. So verwendete er früh ein Theremin in einem Soundtrack und verwendete es dann auch in "Der Tag an dem die Erde still stand". Vermutlich zementierte er damit das Theremin als Klischee für Sci-Fi-Musik der 50er. Ein Revival seines Stücks "Georgie's Theme" kam mit "Kill Bill" auf. Das gepfiffene Stück aus "Twisted Nerve" bohrt sich in jedes Gehirn. In den 60ern begann er auch die Musik zu TV-Serien zu komponieren. So kam es dazu, dass er die Titelmelodie zu "Twilight Zone" komponierte. Eine seiner letzten Arbeiten war die Musik zu Scorseses "Taxi Driver".
23. Dezember 2010
Los Submarinos
Einen Tag vor dem kleinen Baby-Jesus wurde der Twinkie geboren. Okay, das stimmt nicht. Ich habe kein Datum rausbekommen, wann der Twinkie erfunden wurde. Man weiß nur, dass es 1930 oder 31 war. Erfinder war der Bäcker James Dewar. Twinkies sind kleine mit Creme gefüllte Küchlein. Die Dinger sind spätestens mit dem Mord an dem Mord an Harvey Milk in die amerikanische Umgangssprache eingegangen. Der Anwalt von Dan White, dem Mörder Milks, schaffte es die Geschworenen davon zu überzeugen, dass White durch den exzessiven Konsum von Twinkies nicht zurechnungsfähig war, und deswegen nicht schuldig gesprochen werden könne. Die sog. "Twinkie Verteidigung" klaptte. White kam frei. Ein populärer Mythos ist übrigens, dass Twinkies extrem lange haltbar sind. Das stimmt leider nicht. Sie sind ca. 25 Tage haltbar.
Foto: Larry D. Moore CC-BY-SA 3.0
Nach der prächtigen Explosion versucht Familie Griffin eine Twinkie-Fabrik zu finden...
Foto: Larry D. Moore CC-BY-SA 3.0
Nach der prächtigen Explosion versucht Familie Griffin eine Twinkie-Fabrik zu finden...
21. Dezember 2010
Wer ist die Schönste im ganzen Land?
Es war in Stockholm im Jahr 1934 als ein Kino begann einen kompletten Abend lang Disney-Trickfilme zu zeigen. Der Abend wurde, wider erwarten, ein Erfolg. Man sagt Walt Disney habe davon Wind bekommen. Ein Jahr später besuchte Disney Paris. Dort zeigte man ihm zu Ehren eine Zusammenstellung von Micky Maus-Cartoons. Wieder kam diese abendfüllende Trickfilmreihe gut an. In Walt Disney war längst ein Plan gereift. Ein großer Plan, welchen er in Paris bestätigt sah. Er wollte einen abendfüllenden Trickfilm produzieren. Er war überzeugt, dass das Publikum nicht nur Cartoons sehen wollte. Er wusste sogar schon welche Geschichte er verfilmen wollte. Als Junge sah er mal einen Stummfilmfassung von Schneewittchen. Diese wurde asynchron auf vier verschiedene Leinwände projiziert. Dass Schneewittchen sich besser eignete als jeder andere Stoff machte Disney an den Zwergen fest. Wo könne man besser Zwerge darstellen als im Trickfilm? Das Projekt wurde zu einem gigantischen Unterfangen für das noch relativ kleine Filmstudio. Fast 1500 Menschen arbeiteten 1936 und 1937 an dem Film. Jede Szene, jede Einstellung, jede Figur wurde von Disney und seinen Kollegen ausdiskutiert. Als der Film am 21. Dezember 1937 seine Premiere feierte war kein einziges Kind im Publikum.
20. Dezember 2010
ebeorietemethhpiti
Dear Melvin
This is the Zodiac speaking I wish you a happy Christmass. The one thing I ask of you is this, please help me. I cannot reach out because of this thing in me won't let me. I am finding it extreamly dificult to keep in check I am afraid I will loose control again and take my nineth + posibly tenth victom. Please help me I am drownding. At the moment the children are safe from the bomb because it is so massive to dig in & the triger mech requires so much work to get it adjusted just right. But if I hold back too long from no nine I will loose complet all controol of my self + set the bomb up. Please help me I can not remain in control for much longer.
This is the Zodiac speaking I wish you a happy Christmass. The one thing I ask of you is this, please help me. I cannot reach out because of this thing in me won't let me. I am finding it extreamly dificult to keep in check I am afraid I will loose control again and take my nineth + posibly tenth victom. Please help me I am drownding. At the moment the children are safe from the bomb because it is so massive to dig in & the triger mech requires so much work to get it adjusted just right. But if I hold back too long from no nine I will loose complet all controol of my self + set the bomb up. Please help me I can not remain in control for much longer.
19. Dezember 2010
Wann wird's mal wieder richtig Sommer?
Holland - fremd und geheimnisvoll. Und aus deutscher Perspektive oft ein Graus, aber auch eine nie versiegenwollende Quelle von Fernsehmoderatoren. Allen voran der verstorbene Rudi Carrell. Der wäre heute nämlich 76 Jahre alt geworden. Carrell tingelte in den 60ern so durch das holländische Fernsehen, bis er 1964 die Rose von Montreux für eine komische Robinsonade gewann. Das öffnete im die Türen bei Radio Bremen. Dort lief ab 1966 die "Rudi Carrell Show". Die Show war ein Erfolg und lief immerhin neun Jahre, nur um dann von einem noch größeren Straßenfeger abgelöst zu werden. Der Straßenfeger war die Quizshow "Am laufenden Band" und revolutionierte ein bisschen die deutsche Fernsehunterhaltung. Am bekanntesten war das Ende der Show, bei dem die Kandidaten sich auf einem Laufband vorbeifahrende Artikel merken mussten. Alles was sie hinterher noch aufzählen konnten durften sie mitnehmen. Internationalen "Erfolg" hatte Carrell am 15. Februar 1987, als er im WDR Ayatollah Khomeini mit Damenunterwäsche bewarf. Innerhalb von sechs Sekunden gab es eine internationale Krise und Carrell musste sich öffentlich Entschuldigen. 1987 begann dann "Herzblatt" und 1988 "Laß dich überraschen". Eine meiner frühsten Fernseherinnerungen (neben der einen Folge "Nase vorn" die ich mal gesehen habe). Eben noch in der Glotze, jetzt schon im Popkulturkalender. Ab 1993 kam dann das Privatfernsehen. Bei RTL moderierte Rudi dann die Postleitzahlen-Propaganda "Die Post geht ab". und 1996 kam das Grauen in Form von "7 Tage, 7 Köpfe". 2002 machte Carell Schluss mit dem Fernsehen. Er starb 2006 an Lungenkrebs.
Foto: Ilona Eggers CC-BY-SA 2.0
Foto: Ilona Eggers CC-BY-SA 2.0
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