11. Dezember 2010

Definitiv ein guter Junge.

Am 11. Dezember 1973 wurde Mos Def geboren. Das Geburtstdatum ist wichtig, denn er wuchs im sogenannten "Goldenen Zeitalter des Hip-Hop" auf. Das Zeitalter lässt sich durch den Erfolg von Run DMC als Anfang und dem ersten populären Gangsta-Rap Album "The Chronic" Dr. Dre als Ende abstecken. Er hat also das Beste mitbekommen, was der frühe Hip-Hop zu bieten hatte. Als Musiker feierte er 1994 erste Underground-Erfolge und wurde mit Talib Kweli als "Black Star" bekannt. So musizierte sich Mos Def durch die 90er und zementierte den Underground-Hip-Hop als weitere Strömung. Ende der 90er kam Mos Def zur Schauspielerei, und er ist einer der wenigen der das auch kann. So kam er 2001 an eine kleine Rolle im Film Monsters Ball (welcher Halle Berrys Karriere ruinierte in dem er ihr einen Oscar einbrachte). 2004 spielte er den schwarzen Herzchirurgen Vivien Thomas in der Miniserie "Something The Lord Made" und bekam dafür Lob von allen Seiten. Was wohl nicht unschuldig daran war, dass er die Rolle des Ford Prefect in "Per Anhalter durch die Galaxis" bekam. Weiter ging es dann mit "16 Blocks", Michel Gondrys "Be Kind Rewind" und seiner Darstellung von Chuck Berry in Cadillac Records.

Foto: Notwist CC-BY-SA 3.0
















10. Dezember 2010

1947

Es ist Nacht in Hollywood. Doch plötzlich ein Blitz am Himmel. Über dem Hollywood-Schriftzug erscheint ein scheibenförmiges Flugobjekt. Ein UFO. Erst wird es von niemandem bemerkt, denn der Regen und die Wolken verdecken das Licht des Mondes. Das UFO gleitet heulend über die Stadt. Langsam bewegt es sich Richtung Süden, bis es über dem Hollywood Memorial Park, einem alten Friedhof zum stehen kommt. Es senkt sich langsam über dem feuchten Gras nieder und eine Luke unter dem Schiff öffnet sich. Eine Gestalt tritt heraus. Es ist ein Mann Mitte Dreißig. Er trägt einen rosafarbenen Angorapullover. Er steigt aus der Luke, und das UFO hebt wieder ab. Der Mann blickt über den Park streichelt über seinen Angora-Pulli und sagt: "Meine Name ist Ed Wood. Ich werde die Welt verändern."













9. Dezember 2010

Heinz! Du warst super!

Ich hatte 1991 keine Ahnung wer "Modern Talking" waren. Wie auch, die Band gabs seit vier Jahren nicht mehr und ich war gerade acht. Ich wusste auch mit Marcel Reich-Ranicki nix anzufangen, und warum das ganze Leben ein Quiz sein soll war mir auch nicht klar. Aber ich hatte diese Hape Kerkeling CD auf der all diese Sachen erwähnt wurden. "Erwarten Se Nix" hieß die knatschrote Scheibe. Es sollte noch weitere acht Jahre dauern, bis Modern Talking wieder auftauchten und ich langsam begriff worum es auf dieser CD eigentlich ging. Soweit meine frühkindliche Prägung durch Hape Kerkeling. Später kamen dann noch Mitropa-Kaffeemaschinen, Mörder-Duschhauben und "Total Normal" dazu. Und heute sitze ich mit Freunden stundenlang rum und zitiere aus "Kein Pardon" und "Club Las Piranjas".

Foto: Leut, Nobart CC-BY-SA 3.0





TOTALE HINGABE AN DAS PRODUKT!


Wer erkennt den dicken Typen?






8. Dezember 2010

Mutter-Serie der Nation

Als ich noch klein war dominierte ein sonntägliches Ritual meine Fernsehrealität. Das kleinste der drei großen Fernsehrituale im deutschen Fernsehen: Die Lindenstraße. (Die beiden anderen Rituale sind die klassische Samstagabendshow und der Tatort.) Meine Mutter schaut die Seifenoper heute noch. Ich guck den Kram vielleicht mal 5 Minuten lang wenn ich mal reinzappe, oder wenn ich Sonntags mal meine Mutter besuche. Lindenstraße ist irgendwie etwas für Mütter geworden. Der Markt an jüngeren Zuschauern wurde längst von GZSZ und Co. abgegriffen. Die Inhalte sind eh die gleichen, aber ich würde der Lindenstraße zumindest ein klein wenig bessere Schauspieler unterstellen. Die Endlosserie wird heute 25 Jahre alt, aber ich vermute das geht nicht noch 25 Jahre so weiter. Spätestens wenn Hans W. Geißendörfer, der Produzent, den Job an den Nagel hängt oder das Zeitliche segnet, wird die Serie einen schneller Tod ereilen. Dann beginnt nämlich auch der Schwund der Stammseher. Ich glaube die Zuschauer für die Lindenstraße wachsen nicht mehr nach. Es gibt nur eine Möglichkeit die Serie zu retten! Und welche? Düdeldüdeldüeldüüüüüü....

Foto: Fobbel85 CC-BY 3.0





Den skandalösen ersten homosexuellen Kuss des deutschen Fernsehens zwischen Georg Uecker und Martin Armknecht gibts leider nicht. Aber diesen Knutscher vom Lindenstraßen-"Justin Bieber".










Harry und Gung. Die glorreichen Randfiguren.




7. Dezember 2010

Just a Gigolo

Er war immer auf der Höhe der Zeit. Louis Prima war Sänger, Trompeter, Schauspieler und Songschreiber. Er begann seine Karriere in den 20ern mit einer Jazz-Band, wechselte in den 30ern zum Swing. Danach kamen die 40er und Prima hatte eine Big-Band. Die 50er waren geprägt von der Las-Vegas-Lounge-Musik und Prima war dabei. In den 60ern wechselte er abermals das Fach und kam in beim Pop-Rock an. Primas größter musikalischer Erfolg war wohl "Sing, Sing, Sing (with a Swing)". Der Song wurde zum Inbegriff der Big-Band-Swing-Nummer. Prima hat eben diesen Swing und Jazz sehr stark beeinflusst. Aber auch in Filmen hat Prima mitgespielt. Der bekannteste dürfte das Dschungelbuch sein, in dessen Originalfassung er King Louie spricht.









6. Dezember 2010

2002/95/EG

"Black Betty" ist nicht von Ram Jam.
"Cotton Fields" ist nicht von CCR ebenso wenig wie "Midnight Special".
"House of the Rising Sun" ist nicht von Eric Burdon & den Animals.
"Goodnight Irene" ist nicht von Pete Seeger.
"Gallis Pole" ist nicht so ganz von Led Zeppelin.
"Where Did You Sleep Last Night" ist nicht von Nirvana.

Die meisten dieser Lieder sind traditionelle Folk-Songs, ein paar sind aber auch von "Lead Belly" geschrieben worden. Warum "Lead Belly" so hieß wie er hieß weiß niemand so genau. Geboren wurde der Bluesmusiker als Huddie Ledbetter. Der Spitzname ist eine offensichtliche Verballhornung seines Nachnamens aber wohl nicht nur. Es gibt Vermutungen, dass Ledbetter den Namen im Knast bekam, weil er so ein robuster Typ war, oder weil er soviel Schwarzgebrannten trinken konnte. Wie auch immer: "Lead Belly" wurde zur Blues-Ikone. Er sammelte ein riesiges Repertoire von Blues- und Folk-Songs an, die bis heute in der amerikanischen Musikkultur verankert sind, und zumindest in Coverversionen hier bekannt sind.











5. Dezember 2010

Ich sage ja zu deutschem Fernsehen.

Ich muss mir ja vorwerfen lassen thematisch konservativ zu sein. Viel was hier an Popkultur verhandelt wird ist meist älter als 20 Jahre. Das rührt daher, dass ich der Meinung bin, dass man den Wert der meisten Dinge erst so spät einschätzen kann. Ich weiß nicht ob Lady Gaga nicht in zwei Jahren jeden Wert verloren hat, oder ob sie in 20 Jahren Madonna längst in ihre Schranken verwiesen hat. Heute geht es mal um ein etwas jüngeres Phänomen der deutschen Fernsehgeschichte: Die Harald Schmidt Show. Die Sendung hat sich in der ersten Phase bei Sat1 in die A-Liga der deutschen Fernsehgeschichte gespielt. Phase Zwei bei der ARD war eher so... Mittel. Mal sehen wie die Zukunft aussieht, wenn Schmidt die Show wieder bei Sat1 moderiert. Im Lauf der 15 Jahre die die Show nun schon läuft, produzierte sie ein paar geflügelte Worte ("Die dicken Kinder von Landau", "Ich sage ja zu deutschem Wasser", "Das Gute A") und absurde Sendungsformen (Playmobil, eine Sendung im Dunkeln, eine Sendung auf Französisch, mit dem Rücken zum Publikum, auf einem Rhein-Kruzer, etc.).




Teil 2


Teil 2













Du bist ein krankes Schwein Robin!


4. Dezember 2010

Familiengeschäfte

Jeff Bridges ist Schauspieler. Wie sein Vater Lloyd Bridges, sein Bruder Beau, seine Mutter Dorothy. Die ganze Familie hat sich ziemlich erfolgreich durch die Filmgeschichte gespielt. Jeff war schauspielerisch wohl der erfolgreichste. Er ist einer der ältesten Schauspieler der je einen Oscar gewann (2010 Crazy Heart), und einer der jüngsten die je nominiert wurden. (1972, The Last Picture Show). Dazwischen kamen noch ein paar Kleinigkeiten wie TRON, König der Fischer oder The Big Lebowski. In seiner Freizeit hat sich Bridges den Buddhismus angewöhnt und ist sein 33 Jahren mit seiner Frau Susan verheiratet. Nebenher ist er auch noch Maler und Fotograf, und wohl auch kein schlechter. In den 70ern versuchte sich Bridges übrigens auch bei der Küstenwache. Er ist dann doch Schauspieler geworden. Ein Glück.

Foto: Tomdog CC-BY-SA 3.0









3. Dezember 2010

Bubbles?!

Bei Wikipedia heißt es:
"Osbourne und seine Familie gaben für drei Staffeln Einblicke in ihr Privatleben und wurden innerhalb kürzester Zeit zu weltbekannten Superstars."
Was für ein Quatsch. Zumindest Ozzy war doch schon immer ein Superstar. Er hat frische Fledermaus salonfähig gemacht. Außerdem hat er geholfen aus der "Polka Tulk Blues Band" die Mutter aller "Heavy Metal"-Bands zu machen. Ozzy war leider irgendwann derart drogenabhängig, dass man ihn bei Black Sabbath nicht mehr brauchen konnte. Das ist übrigens der Grund, warum er so sehr verwittert ausschaut. Das Zittern ist Folge einer Erbkrankheit. Von da an musste er seine Existenz selbst bestreiten. Zum Glück lernte er 1982 Shaaaarooon kennen, und die half ihm wieder auf die Beine zu kommen. Ansonsten hat Ozzy sich im Knast aus Langeweile seinen Namen auf die Finger tätowiert. Wenn er Lust dazu hat tritt er auch mal wieder mit dem Rest von Black Sabbath auf.



Was für ein schönes Hemd er trägt.




Ihr müsst das rückwärts abspielen!






2. Dezember 2010

El Patrón

Kokain. Eine weltweit verbreitete und erfolgreiche Droge. Kokain machte ab den 70ern die Runde. Der Erfolg vom Schnee (Ja, eine schale Anspielung aufs Wetter.) machte einen Mann reich und berümt: Pablo Escobar. Escobar war der Drogenbaron. Er war nicht ein sondern, der Drogenbaron. Escobar hat das Wort quasi erst erfunden. Escobar zu seiner besten Zeit bis zu 1,5 Millionen USD am Tag verdient. Der Kolumbianer verstand es prächtig ein eigenes Wirtschaftssystem zu entfalten. So waren die Pflanzer z.B. eigenständig, er kümmerte sich eigentlich nur um die Distribution. Diese Distribution, vorallem in die USA begann mit kleinen Transportflugzeugen, später kamen Mini-U-Boote dazu und mündeten mit einer Boeing 727 bestückt mit 10 Tonnen Kokain. 1982 schaffte Escobar es sogar sich in den kolumbianischen Kongress wählen zu lassen. Pablo Escobar war wirtschaftlicher Herrscher Kolumbiens. Aber von da an begann der Abstieg. Pablo und seine Gang mussten nach Panama fliehen, aber bekamen gute Anlagemöglichkeiten vom damaligen Diktator Manuel Noriega. Die Amerikaner begannen ihm die Hölle heiß zu machen. Als 1986 ein Basketballer an einer Kokainüberdosis starb, wurde der Drogendealer Escobar vom Symbol des Zeitgeistes zum Schwerverbrecher. 1988 investierte George Bush 1 Milliarde USD in den Kampf gegen die Drogenkartelle. Pablo Escobar war zu dem Zeitpunkt der siebtreichste Mann der Welt mit 2,7 Milliarden USD. 1993 schafften die Amerikaner es dann ihn zu kriegen. Escobar starb im Feuergefecht mit der DEA.







Welcome to Escobar International.



Teil 2

1. Dezember 2010

Wie man sich einen Western bastelt.

Also das funktioniert folgendermaßen: Man nimmt sich 'nen griesgrämigen und, ganz wichtig, einsamen Typen der irgendwo im Amerika des 19 Jahrhunderts rumhängt. Am besten hat er noch ein Pferd dabei und ein paar Kühe. Wenn er in Mexiko ist isses falsch. Wenn er keine Kühe hat ists auch falsch. Ohne Pferd machens nur die Italiener. Die Musik lässt man am besten von 'nem riesen Orchester einspielen. Der Mann der den Soundtrack schreibt ist am besten Amerikaner. Wichtig ist auch eine Frau die unseren Helden liebt, aber es gibt irgenein Drama, dass dafür sorgt, dass sie nicht zusammen sein können. Toll sind auch Aufnahmen von ruthenischem Salzkraut, vor dem Duell am High-Noon. Das mit den Pferdedieben, ihr wisst schon. Alternativ geht auch ein linker Sherriff. Bevor ichs vergesse: Züge, total wichtig. Am besten mindestens einmal ausrauben lassen pro Film. Ebenso wie Postkutschen, Saloon-Türen, Pferdetröge, das Geräusch eines arbeitenden Schmiedes, John Wayne, Henry Fonda und Gary Cooper die dir alle drei ganz tief in dein Herz blicken. Als Regisseur nimmt man am besten John Ford, der dreht die Scheiße aus dem Genre. Lasst ihn aber nicht einfach jede Szene im Monument Valley drehen, sonst ist alles braun. Ende der 60er geht der ganze Kram dann vor die Hunde und irgendwelche Italiener erfinden die Spaghetti-Western. Dazu irgendwann mehr. In noch fernerer Zukunft kommt dann Kevin Costner und verdient mehr Geld mit einem Bastard-Western als alle jemals zuvor zusammen. Ich gehe jetzt wieder raus und starre noch ein bisschen in die Sonne.













30. November 2010

The reports of my death are greatly exaggerated.

Ernest Hemingway sagte einmal: "All of American literature comes from one book by Mark Twain called Huckleberry Finn … There was nothing before. There has been nothing as good since."
Das Zitat zeigt, wie viel Einfluss Mark Twain auf die amerikanische Kultur hatte. Bis heute werden seine Geschichten immer wieder aufgegriffen, aber nicht nur seine Geschichten auch Mark Twain selber taucht immer wieder auf. Twain (eigentlich Samuel Clemens) war ein großer Kritiker des "American Way of Life", wollte aber dennoch geschäftlich erfolgreich sein, lief diesem also auch ein wenig nach. Twain gilt als großer Chronist des amerikanischen Westens. Das Pseudonym "Mark Twain" ist übrigens eine Erinnerung an Samuel Clemens Seemanszeit. Mark Twain bedeutet "zwei Faden" tief.

Kleine Fehlerkorrektur für die Videos, dank an Michael für den Hinweis.








Teil 2

29. November 2010

Dap, Dap Dap Dap Daaa Dap Dap Dap, Daa

Tja da ich leider die letzten Tage krank war, gabs auch keinen Kalender. Hier gehts erstmal weiter und den Rest holen wir im Lauf der Tage nach.

Das ZDF ist verantwortlich für die Existenz des Tatort, denn hätte die ARD nicht das (unsinnige) Bedürfnis gehabt der Serie "Der Kommissar" etwas entgegenzusetzen. Günther Rohrbach wurde vom WDR beauftragt eine Krimiserie zu entwickeln. "Stahlnetz" war ausgelaufen. Die eigentliche Idee hatte aber der damalige Fernsehspielchef Gunter Witte, der sich von "Es geschah in Berlin" einer RIAS-Hörspielserie insprieren ließ. Der Dreh an "Es geschah in Berlin" war, dass die Fälle echte Fälle der Berliner Polizei waren, und auch an realen Orten spielten. So kam es zum Prinzip des Tatort. Krimis aus der Nachbarschaft. "Tatort" ist übrigens nur der halbe Titel. An den Tatort sollte noch der Ort des Geschehens angehangen werden. Der erste Tatort "Taxi nach Leipzig" war eigentlich kein "echter" Tatort. Kommissar Trimmel tauchte vorher schon im Krimi "Exklusiv!" auf. Man hatte "Taxi nach Leipzig" aber fertiggestellt und die Reihe Tatort wurde grade genehmingt, so integrierte man den Film eben in die Reihe.

Foto: ® ARD

Vermutlich Klaus Doldingers absolutes Meisterwerk. Udo Lindenberg saß am Schlagzeug. Designt hat das ganze Kristina Böttrich-Merdjanowa für 2500DM. Sie kämpft grade für eine Nachzahlung. Horst Lettenmeier ist der flüchtende Mann. ER bekam 400DM.


Horst Schimanski ist der prominenteste aller Tatort-Kommissare. Vermutlich grade weil der Haudrauf so umstritten war ist er so berühmt geworden. Und der gute Thanner war sicher auch nicht ganz unschuldig.


Das "Reifezeugnis" hat die minderjährige Nastassja Kinski berühmt gemacht.


Auch Stargäste... immer beliebt...


Na Freunde, erkennt ihr den Musiker hinter dem Soundtrack? Na? Genau es ist der Anti-Doldinger: Dieter Bohlen.

28. November 2010

Tell, Tod.

Das ist schon komisch... da ist man sein Leben lang grau und ist zufrieden. Und irgenwann wird alles bunt. So wie Leslie Nielsen. Der war schon in den 50ern leicht meliert. In den 50ern hat er noch Anne Francis angestiert, die mit ihrem Papa im Weltall gefangen war. Irgendwann er kannte er dann, dass Hollywood vergessen hatte wie man Filme macht, oder wie er sagte: "a Tiffany, which had forgotten to make silver". Er spielte dann den Revolutionsführer für Disney in einem wirklich realistischen Kostüm. Sein erster Kontakt mit der Polizei, war Kontakt mit Erik Estrada in Hawaii-Five-O. Bis zu diesem Punkt war Leslie Nieslen ein ernster Schauspieler, bekannt für seine seriösen Rollen. Dann kam "Airplane!" oder "Die unglaubliche Reise in einem total verrückten Flugzeug" (für deren Titelübersetzung irgendwann ein deutscher Synchronregisseur verkloppt wird). Danach stellte Leslie lauthals fest: Er wollte schon immer Comedy machen. Das hat er dann getan.

Foto: Alan Light CC-BY 2.0

















23. November 2010

An unearthly Child

Schuld ist meine Freundin. Die ist Schuld! Die hat mich angefixt. Angefixt mit Doctor Who. Ich hatte zwar schon ein oder zwei Folgen der Show aus den 70ern gesehen, aber erst die aktuellen Folgen haben mich gekriegt. Das ist wohl ein Generationen-Problem. Vielleicht altert das meist eh extrem billig aussehende britische Fernsehen zu schlecht um nach 30-40 Jahren einem verwöhnten Konsumenten zum Fix zu gereichen. Aber ich habe mir vorgenommen die Folgen und Filme der Doktoren eins bis acht nachzuholen. Dazu sein angemerkt, als der Schauspieler des ersten Doktors, William Hartnell, begann langsam krank zu werden wollte man ihn ersetzen. Also schlug der Autor Gerry Davis vor, weil der Doktor ja eh ein Alien ist könnte er sich doch einfach "rengerieren". Das führte dazu, dass man bei Bedarf einfach neue Schauspieler als Doktor gecastet werden konnten. Mittlerweile ist man bei Doktor Nummer 11. Doktor Who ist eines der wichtigsten Stücke Popkultur die Großbritannien je hervorgebracht hat.

Foto: Zir CC-BY 2.5




Teil 2





Ein Fest!

Teil 2

22. November 2010

past people of Monty Python

Betreten Sie mit mir die Welt eines Mannes, dessen liebstes Hobby das Zerschneiden von Kunst ist um damit Humor zu erschaffen, zu vollenden und zu Rahmen. Dieser Mann begann als jemand der den Wahnsinn malte und die Hilflosigkeit des Humors druckte. Er kam aus einer neuen Welt um die alte Welt zur neuen Blüte zu helfen. Dieser Mann war ein Schlangenbändiger, ein scharlachroter Geldverschwender und nicht zu lösen von seinen Freunden. Er brachte die dystopische Zukunft des Fischen mit zwölf Affen in die Welt und es war alles gelogen. Er führt Regie für Essen und brachte einen wahnsinnigen Autor wieder in die Realität. Das Problem ist, dass ihn die Menschen mit dem Geld, die Produzenten hassen, sonst hätte er längst unsere Welt beherrscht. Terry Gilliam wird noch 1000 Jahre alt aber heute erstmal 60.

Foto: Natasha Baucas CC-BY 2.0












Teil 2







Filme die Gilliam machen wollte oder sollte, aber die Produzenten funkten dazwischen:








21. November 2010

Samstagabendshow-Bastelkit

"Teil-Prototyp" könnte man wirklich sagen. "Einer wird gewinnen" war einer der Prototypen für "Wetten dass...?" und eine vermutliche Teil-Vorlage für "TV Total". Die Show ist ein wichtiger Teil der großen Samstagabendshow Tradition im Deutschen Fernsehen. Am 21. November 1987 endete die Show jedoch. Moderiert wurde die Sendung von Hans-Joachim Kuhlenkampff. Es gab einen Haufen bekannter Studiogäste, und wie es sich gehörte Kandidaten und Spiele. Primär was das ganze als Quizshow angelegt. Es gab 4 Kandidaten-Teams, wobei die Partner immer gegeneinander antraten. Zwischen den simplen Quizfrage-Runden gab es auch noch zwei Spiele mit komplexen Kulissen. Der Clou war aber die Nationälität der Kandidaten. Diese waren nämlich aus ganz Europa (geographisch gesehen; am 12 März 1966 waren auch die USA ein Stück Europa). Der Name "Einer wird gewinnen" war auch nicht grundlos gewählt. Die Abkürzung EWG bezeichnete nämlich die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft. Der Prototyp der EU. Um den Sendungsverlauf etwas zu lockern traten natürlich auch noch zwei Musiker auf. Im Studio saß dann auch noch ein echtes Tanzorchester, welches passende Live-Musik spielte. Kleine Einspieler gab es auch. Es wurden oft aufwändig produzierte Filmchen mit Kuhlenkampff & Co in der Sendung gezeigt. Kuhlenkampff liebstes Hobby war aber das Überziehen. Er überzog in einer derartigen Regelmäßigkeit die 90 Minuten Sendung, dass oft einzelne Spiele ausfallen mussten. Nur irgendwann in den 80ern war er mal sechs Minuten zu früh fertig. Er forderte die ARD auf die freien sechs Minuten "sinnvoll zu füllen" - es lief geschlagene sechs Minuten das ARD-Logo.
Zum Abschluss kam dann noch der zynische Butler der Kuhlenkampff Hut und Schal reichte. Diese Szene zum Abschluss gefiel Wim Thoelke und Joachim Fuchsberger, so dass beide ein ähnliches Element in ihre Shows "Drei mal Neun" und "Auf Los geht's los" einbauten.

Foto: ® ARD

Ein bisschen Intro.






Die Neuauflage mit Jörg Kachelmann lief genau drei Folgen lang...


20. November 2010

Domo Arigato Mr.Roboto

Heute vor 10 Jahren stellte die Firma Honda ihren Roboter ASIMO vor. ASIMO ist einer der bekanntesten humanoiden Roboter die momentan entwickelt werden. Neben der Kategorie der Roboter gibt es noch Androiden. Der unterschied zwischen beiden besteht darin, dass ein Roboter eine von Menschen erfüllte Funktion ersetzt und in der Lage ist (teil-)dynamisch auf seine Umgebung zu reagiren. Eine Maschine die nur eine einzige vorprogrammierte Funktion erfüllt wäre übrigens ein Automat. Ein Android soll hingegen einem Menschen möglichst gleichen, und hat dadurch meist keine weitere Funktion außer Selbstexistenz. Der dritte im Bunde wäre noch der Cyborg. Ein halb-organisch/halb-mechanisches Lebewesen.
Die Hauptdomäne des Pop in der man Roboter & Co. vorfindet ist immer noch Science-Fiction. Und da bisher noch niemand einen wirklich autonomen Roboter oder Androiden gebaut hat schleppt das Sujet auch immer Science-Fiction mit in alles andere. Wenn jemand also wirklich den Terminator baut (und vielleicht noch eine Zeitmaschine und SkyNet), ist Terminator 1 nur noch ein Action-Film? Wir werden sehen...

Foto: Gnsin GNU-FDL









Kitt gilt übrigens als geistig anthropomorpher Roboter


Die Cybermen sind Cyborgs. Die Dalek nur Aliens in Robo-Rollstühlen. EXTERMINATE! EXTERMINATE!














Wir basteln uns einen Cyborg...

19. November 2010

King of Suspenders!


Foto: Angela George CC-BY 3.0





















18. November 2010

Bluescreens im alten Jerusalem

Vor 51 Jahren feierte die Mutter aller Sandalenfilme "Ben Hur" seine Premiere. Der Film wurde mit Oscars überhäuft, und es dauerte 40 Jahre bis Titanic gleichziehen konnte. Der Soundtrack wurde von Miklós Rózsa geschrieebn. Wieder 40 Jahre später hat John Williams diesen Soundtrack um einen halbton nach unten verschoben und für drei fiktive Star Wars-Filme, die wirklich nie existierten, verwendet. Technologisch war der Film ganz weit vorne. Zum einen wurden erstmals intensiv Blueescreens in einem Film verwendet, außerdem wurden alle Schauspieler gezwungen Armbanduhren zu tragen. Die Verfilmung von 1925 galt 34 Jahre selbstverständlich immernoch als so gut, dass versucht wurde alle Kopien zerstören zu lassen. Das der Film so elend lang ist, liegt daran, dass der Regisseur versucht hat alle 40 Drehbuchfassungen zu verfilmen. Er schaffte nur 12. Die anderen flossen dann in den Pool aus ca. 680 Drehbüchern für "Die größte Geschichte aller Zeiten". Charlton Heston hab während der Dreharbeiten nicht verraten bekommen, dass seine Figur schwul ist. Er war damals schon schrecklich konservativ.







Mr. Burns Film "A Burns for all seasons" ist leider nicht zu kriegen. Dafür stellvertretend dieser Clip.


Ein bisschen auch TRON.