17. Dezember 2011

Mild, sanft im Geschmack

Wenn die letzte Zigarette auf der Erde ausgedrückt wurde, sind wir die Fluppen noch lange nicht los. Es gibt einen, der niemals aufhören wird zu rauchen. Pop hat schon als Kind angefangen und ist völlig abhängig, aber er ist auch der Einzige, der von Zigaretten keinen Krebs kriegt. Wenn er sexy sein will, sitzt er am Tisch in seinem kleinen Schwarzen und raucht mit Zigarettenspitze. Es gibt nichts, was Fred Feuerstein und alle Bösewichte dieser Welt mehr verbindet als Zigaretten. Wenn’s mal härter zugeht, raucht der Pop unrasiert Softpack, und im noir erst recht,
nach dem Sex sowieso. Auch der letzte Atemzug ist blauer Dunst.

Erstes Verkaufsverbot der Welt für Tabakwaren in Buthan 2004







16. Dezember 2011

I Am Conan the Terminator! Conqueror of California!

Größe: 1,88 Meter
Gewicht: 113 Kilogramm
Armumfang: 56 Zentimeter
Brustumfang: 145 Zentimeter
Taillenumfang: 86 Zentimeter
Oberschenkelumfang: 72 Zentimeter
Wadenumfang: 51 Zentimeter
Religion: republikanisch
Bester Film: Herkules in New York
Längster Satz: I’ll be back!
Razzies: 1 – dafür, dass er 20 Jahre lang immer wieder
nominiert wurde, aber nie gewann.
Oscars: 0
US-Präsident: bestimmt
Größter Erfolg: Ehe mit Maria Shriver
Lieblingsgericht: bestimmt Strudel
Lieblingsrestaurant: Planet Hollywood
Kürzester Urlaub: eine Woche Armeeknast in Österreich

Premiere des Films Hercules in New York 1969

Noch was in eigener Sache: Jan Fischer über den Popkulturkalender im Titel-Magazin
















15. Dezember 2011

Der Andere

Der andere Typ von Wham! heißt Andrew Ridgeley, und er bekommt keine Tantiemen für Last Christmas.

Veröffentlichung der Single Last Christmas 1984



Hier noch der Verweis auf den älteren Artikel zum 25. Jubiläum des Songs:
Klick

14. Dezember 2011

Die grüne Pest!

Sie hatten alles! Wirklich alles! Vom PEZ-Spender bis zu den Frühstücksflocken. Vom Videospiel bis zu Action-Figuren. In den späten 80ern und frühen 90ern beherrschten sie das Fernsehen und das Kino. Dabei hatte alles so unschuldig und klein angefangen. Kevin Eastman und Peter Laird wollten eigentlich nur einen Comic produzieren. Irgendwas Witziges. Eine Parodie auf die gerade populären Comicserien wie Ronin, X-Men:New Mutants oder Cerebus und vor allem Daredevil. An einem
Abend kritzelte Kevin also vor sich hin und arbeitete weiter an einem Konzept. Er malte irgendwann eine zu kurz geratene Schildkröte mit Nunchakus und Maske. Peter konnte sich vor Lachen über die Ninja-Schildkröte kaum halten. Er schlug vor, noch drei weitere Schildkröten zu malen, jede mit einer eigenen Waffe. Die Jungs liehen sich Geld von Kevins Onkel und mit noch ein wenig eigenem Geld veröffentlichten sie die erste Ausgabe von Teenage Mutant Ninja Turtles.

Erstausstrahlung der TV-Serie Teenage Mutant Ninja Turtles 1987









13. Dezember 2011

Echt oder wahr

Es gibt nur einen, der so blond ist.
Es gibt nur einen, der so singt.
Es gibt nur einen, der den Enzian pflückt.
Es gibt nur einen, der die Hannelore so liebt.
Es gibt nur einen, der nur telefonieren will.
Es gibt nur einen Kaffeehaus-Paten.
Es gibt nur einen, der Haselnüsse liebt.
Es gibt nur einen, der so schöne Brillen trägt.
Es gibt nur einen, der in China im Fernsehen war.
Es gibt nur einen, der Omas Herz erweicht.
Es gibt nur einen Heino.

Geburtstag Heino 1938





12. Dezember 2011

»Das berühmteste Stück Pappelholz der Welt«

»Die Gestalt, die hier so seltsam neben den Wassern auftaucht,
drückt die Erfüllung eines tausendjährigen Begehrens des Man-
nes aus. Es ist eine Schönheit [...], in welche die Seele mit all
ihrem kranken Sinnenleide hineingeflossen ist! [...] Gleich dem
Vampyr hat sie schon viele Male sterben müssen und kennt die
Geheimnisse des Grabes; sie tauchte hinunter in die See und
trägt der Tiefe verfallenen Tag in ihrem Gemüt.« – Walter Pater

Wiederauftauchen der Mona Lisa in Florenz 1913, zwei Jahre nach ihrem Diebstahl













11. Dezember 2011

Ali, boma ye!

Es ist ein schwüler Morgen hier im Stade Tata Raphaël in Kinshasa. Aber wem sag ich das, meine Damen und Herren. Es ist immer schwül in Afrika. Es bleibt zu hoffen, dass die Hitze unseren Kämpfern hier keine Probleme bereitet. In der einen Ring­ecke findet sich heute der amerikanische Schwergewichtsweltmeister Muhammad Ali. Die Welt spricht seit Wochen von nichts anderem mehr! In der anderen Ecke erwartet ihn sein bisher härtester Gegner: Muhammad Ali, die populäre Figur. Gestern beim Wiegen stellte sich bereits heraus, dass die populäre Figur 12,4kg schwerer ist als der echte Ali. Zudem ist er selbstverständlich erheblich jünger als Ali, der eben nicht mehr, wie sein Abbild, in den 30ern ist. Box-Spezialisten in aller Welt vermuten, dass Ali nur wenige Chancen hat. Aber er wäre nicht der Größte, wenn er nicht noch ein paar Tricks im Ärmel hätte. Der Ringrichter eröffnet den Kampf. Ali tänzelt nach vorne, holt aus und ...

Muhammad Alis letzter Boxkampf 1981







10. Dezember 2011

Graverobbers from Outer Space

Es ist Nacht in Hollywood. Doch plötzlich ein Blitz am Himmel. Über dem Hollywood-Schriftzug erscheint ein scheibenförmiges Flugobjekt. Ein UFO. Es wird von niemandem bemerkt, denn der Regen und die Wolken verdecken das Licht des Mondes. Das UFO gleitet heulend über die Stadt. Langsam bewegt es sich Richtung Süden, bis es über dem Hollywood-­Memorial-Park, einem alten Friedhof, zum Stehen kommt. Es senkt sich langsam über dem feuchten Gras nieder, und eine Luke unter dem Schiff öffnet sich. Eine Gestalt tritt heraus. Es ist ein Mann Mitte Dreißig. Er trägt einen rosafarbenen Angorapullover. Er steigt aus der Luke, und das UFO hebt wieder ab. Der Mann blickt über den Park, streichelt über seinen Angora-Pulli und sagt: »Mein Name ist Ed Wood. Ich werde die Welt verändern.«

Todestag Ed Wood 1978







Californiagelb

Mainz Wie das ZDF heute mitteilte, wird Peter Schlönzke, bekannt als Moderator der Sendung Witzischkeit kennt keine Grenzen, in Zukunft eine große Samstagabendshow moderieren. Schlönzkes Karriere begann, als er TV-Legende Heinz Wäscher vor laufenden Kameras in seiner Sendung zurechtwies und danach Wescher als Moderator ersetzte. Aufgrund sinkender Einschaltquoten wurde schließlich auch Schlönzke ersetzt. Das ZDF verspricht sich von Schlönzkes »frischem, unverbrauchten und spontanen Stil« mit einem neuen Konzept – laut ZDF »was ganz anderes« – eine Nachfolge für Wetten dass...? zu finden.

Geburtstag Hape Kerkeling 1964









8. Dezember 2011

Mutter-Serie der Nation

Als ich noch klein war, dominierte das kleinste der drei großen Fernsehrituale im deutschen Fernsehen meinen Sonntagabend:
Die Lindenstraße. Meine Mutter schaut die Mutter aller deutschen Seifenopern heute noch. Ich schau die Serie vielleicht mal fünf Minuten lang, wenn ich zufällig reinzappe oder wenn ich sonntags mal meine Mutter besuche. Lindenstraße ist etwas für Mütter geworden. Der Markt an jüngeren Zuschauern wurde längst von GZSZ und Co. abgegriffen. Die Inhalte sind die gleichen, aber die Lindenstraße hat bessere Schauspieler. Die Endlos­serie ist schon über 25 Jahre alt, aber ich vermute, das geht nicht noch 25 Jahre so weiter. Spätestens wenn Hans W. Geißendörfer, der Produzent, seine Mütze nimmt oder das Zeitliche segnet, wird die Serie ein schneller Tod ereilen. Denn dann beginnt der Schwund der Stammseher. Zuschauer für die Lindenstraße wachsen nicht mehr nach. Es gibt nur eine Möglichkeit, die Serie zu retten! Düdeldüdeldüeldüüüüüü....

Erstausstrahlung der Lindenstraße 1985









7. Dezember 2011

Leichtfertig ist die Jugend mit dem Wort

Ächz ... grübel, grübel, grübel, kritzel. Such such such, kritzel, grübel, kritzel. Blätter, blätter. Denk, denk, denk, kritzel, kritzel kritzel. Knarr, kritzel ... gähn. Kritzel, kritzel, blätter, gähn, kritzel ... denk. Gähn. Schnarch, schnarch, schnarch, schnarch, schnarch, schnarch, schnarch, schnarch, schnarch. Gähn. Blätter, gähn, kritzel, kritzel ...

Geburtstag Erika Fuchs 1906





6. Dezember 2011

Leadbelly‘s Greatest Hits

Ram Jam – Black Betty
Creedence Clearwater Revival – Cotton Fields
Nirvana – Ain’t it a Shame
The Animals – House of the Rising Sun
The Weavers – Goodnight Irene
Creedence Clearwater Revival – Midnight Special
Led Zeppelin – Gallows Pole
Elvis Presley – C.C. Rider
Nirvana – Where Did You Sleep Last Night?
The Weavers – Kisses Sweeter than Wine

Todestag Huddie »Leadbelly« Ledbetter 1949









5. Dezember 2011

Klytus! Ich langweile mich!

Ming: Welches Spielzeug kannst du mir heute anbieten?
Klytus: Ein obskurer Comic aus dem KF-Syndicate, Euer Majestät. Die Eingeborenen nennen ihn Flash Gordon!
Ming: Wie unterhaltsam dieser Comic aussieht.
Boing!
Klytus (lacht): Sehr unterhaltsam, Euer Majestät! Werdet Ihr ihn durchlesen, diesen Comic?
Ming: Später! Ich blättere gerne in den Comics herum, bevor ich sie ... endgültig durchlese.

US-Kinostart des Films Flash Gordon 1980





4. Dezember 2011

DRRR DRRR DRRR!

Wir waren in Montreux am Ufer des Genfer Sees. Es sollten beim Casio in einem mobilen Studio Plattenaufnahmen gemacht werden. Viel Zeit blieb uns nicht. Frank Zappa und die Mothers spielten in der besten Location der Gegend. Und irgendein Idiot mit einer Leuchtpistole hat den ganzen Laden niedergebrannt. Der See war voller Rauch und der Himmel voller Flammen. Dann brannte das Spielcasino nieder. Es stürzte mit einem schrecklichen Geräusch zusammen. Der Leiter des Montreux-
Jazz-Festivals rannte immer wieder rein und raus, um Zuschauer zu retten. Als alles vorbei war, mussten wir uns einen anderen Ort suchen. Uns ging langsam die schweizerische Zeit aus. Vermutlich würden wir’s nicht mehr schaffen. Der See war voller Rauch und der Himmel voller Flammen. Wir landeten dann beim Grand Hotel. Es war leer, kalt und einsam. Vor der Tür stand das mobile Aufnahmestudio, das wir uns von den Rolling Stones geliehen hatten, und wir machten darin unsere Musik. Wir werden niemals den Rauch auf dem See und die Flammen im Himmel vergessen.

Tag des Live-Konzerts von Frank Zappa and the Mothers, der im Song Smoke on the Water beschrieben wird 1971

3. Dezember 2011

ADRIAAAAAN!

Rocky I
Underdog (Rocky) vs. Weltklasse-Boxer (Apollo Creed)
Rocky II
Underdog (Rocky) vs. Weltklasse-Boxer (Apollo Creed)
Rocky III
Underdog (Clubber Lang) vs. Weltklasse-Boxer (Rocky)
Rocky IV
Weltklasse-Boxer (Rocky, USA) vs. Weltklasse-Boxer
(Ivan Drago, UdSSR)
Rocky V
Nicht der Rede wert.
Rocky Balboa
Underdog (Rocky) vs. Weltklasse-Boxer
(Mason »The Line« Dixon)

Kinostart von Rocky 1976









2. Dezember 2011

Der Schnee, auf dem wir alle talwärts fahren ...

Auch wenn Kokain immer mit den 80ern und der Zeit der Yuppies assoziiert wird, machte Koks schon ab den 70ern die Runde. Hauptverantwortlich dafür war der Drogenbaron Pablo Escobar. Er war nicht irgendein, sondern der Drogenbaron. Für Escobar wurde das Wort quasi erfunden. Der Kolumbianer verstand es prächtig, ein eigenes Wirtschaftssystem zu entfalten und verdiente zu seinen besten Zeiten 1,5 Millionen US-Dollar am Tag. Der Transport in die USA begann mit kleinen Transportflugzeugen, später kamen Mini-U-Boote dazu und zuletzt wurde eine Boeing 727 eingesetzt, bestückt mit 10 Tonnen Kokain. 1982 schaffte El Patrón es sogar, sich in den kolumbianischen Kongress wählen zu lassen. Aber von da an ging es bergab. Nach öffentlichen Anschuldigungen, die besagten, er würde mit Drogen handeln, musste er sein Amt niederlegen. Pablo und seine Gang hatten keine andere Wahl als nach Panama zu fliehen. Dort bekam der größte Wirtschaftsunternehmer Kolumbiens bekam großzügige Anlagemöglichkeiten vom damaligen Diktator Manuel Noriega.
Als 1986 ein Basketballer an einer Kokainüberdosis starb, wandelten sich Koks und Escobar vom Symbol des Zeitgeistes zum Feindbild der Amerikaner. 1988 investierte George Bush eine Milliarde US-Dollar in den Kampf gegen die Drogenkartelle. Pablo Escobar war zu dem Zeitpunkt mit 2,7 Milliarden US-Dollar Privatvermögen der siebtreichste Mann der Welt. Er starb im Feuergefecht mit der amerikanischen Drogenbehörde.

Todestag Pablo Escobar 1993



https://www.youtube.com/watch?v=9AeA_aQ6yJw

1. Dezember 2011

Wie man sich einen Western bastelt

Also, das funktioniert folgendermaßen: Man nimmt sich ’nen griesgrämigen und, ganz wichtig, einsamen Typen, der irgendwo im Amerika des 19. Jahrhunderts rumhängt. Am besten hat er noch ein Pferd dabei und ein paar Kühe. Wenn er in Mexiko ist, ist es falsch. Wenn er keine Kühe hat, ist es auch falsch. Ohne Pferd machens nur die Italiener. Die Musik lässt man am besten von ’nem riesigen Orchester einspielen. Der Mann, der den Soundtrack schreibt, ist am besten Amerikaner. Wichtig ist auch eine Frau, die unseren Helden liebt, aber es gibt irgendein Drama, das dafür sorgt, dass sie nicht zusammen sein können. Toll sind auch Aufnahmen von ruthenischem Salzkraut, vor dem Duell am High-Noon. Das mit den Pferdedieben, ihr wisst schon. Alternativ geht auch ein linker Sheriff. Bevor ich’s vergesse: Züge! Total wichtig! Ebenso wie Postkutschen, Saloon-Türen, Pferdetröge, das Geräusch eines arbeitenden Schmieds, John Wayne, Henry Fonda und Gary Cooper, die dir alle drei ganz tief in dein Herz blicken. Als Regisseur nimmt man am besten John Ford, der dreht die Scheiße aus dem Genre. Lasst ihn aber nicht einfach jede Szene im Monument Valley drehen,sonst ist alles braun.

Uraufführung des ersten Westerns The Great Train Robbery 1903







30. November 2011

Teslas Mind Machine Teil 7: Halley and Twain

Ich traf vor ein paar Tagen Mark Twain im Wardenclyffe Tower. Als ich eintrat, sprachen Twain und Nikola über etwas, hörten aber sofort auf darüber zu sprechen, als sie mich bemerkten. Ich versuchte Nikola später zur Rede zu stellen, aber er wollte mir keine Antwort geben. Ich hatte nur Fragmente verstanden. Ich sagte ihm nicht, dass ich hörte, dass sie über den Halleyschen
Kometen sprachen und Twain irgendwas von seinem Tod erzählte. Nikola war sehr abweisend, als ich mit ihm über Twain sprach. Ich muss rausfinden, was dahintersteckt. Mark Twain wird meinen Plan nicht ruinieren.

Geburtstag Mark Twain 1835







29. November 2011

Musiker gesucht!!!

Gesucht werden Musiker für eine Trickfilmproduktion. Bedarf an folgenden Instrumenten:

Posaune, Klarinette, Trompete, Tuba, Schlagzeug, Querflöte,Geige, Pauke, Maracas, Glockenspiel
Kontakt: Carl Stalling, Warner Brothers – (818) 954-6000

Todestag Carl Stalling 1972







28. November 2011

Gib dem Leslie Zucker, Abrahams!

Ich möchte eine Welt, in der Filme wieder wirklich plump sein können! Ich möchte eine Welt, in der jeder wieder richtig plump sein kann. Ich wünsche mir, dass Furzgeräusche wieder schallendes Gelächter auslösen. Ich möchte eine Welt, in der ich aus einer Toilette trinken kann und jeder lacht darüber. Ich will, dass man die offensichtlichsten Witze machen kann, ohne dass ein Auge trocken bleibt. Ich möchte eine Welt, in der Drehbuchautoren ohne nachzudenken Witze schreiben können. Ich weiß, alles werden wir nicht schaffen können. Aber vor allem will ich eine Welt, in der dieser Mann ist, den ich immer geliebt habe.

Todestag Leslie Nielsen 2010