15. September 2010

Liebe!

Die vielleicht großartigste (und retrospektiv doch relativ seltsame) Trickfilmsendung der 90er war selbstverständlich "Captain Planet". Für alle die die Show nicht kennen: Gaia, die Mutter der Erde, hat fünf Ringe an fünf Teenager aus der ganzen Welt verteilt. Die Ringe besitzen Element-Kräfte (Feuer, Wasser... Liebe), und wenn man die Kräfte der Ringe vereint erscheint Captain Planet. Captain Planet ist eine Öko-Superheld. Wo immer die Umwelt verschmutzt oder zerstört wird kommt er zum Einsatz.
Captain Planet hat nur zwei Fehler: 1. Sieht er aus wie die Supermans Cousin der bei einem "Depeche Mode"-Konzert ganz böse verstrahlt wurde. Und 2. verliert Captain Planet seine Kräfte wenn er schmutzig wird. Was bei Bösewichten die Schmutz und Verseuchung verkörpern (Duke Nukem, Sly Sludge...) doch ungelegen kommt.

Die Serie war in den 90ern ein ziemlicher Erfolg (allen voran für Ted Turner) so gab es zahlreiches Spielzeug und diverse Comics zur Serie. Ob der Krempel so ökologisch war wie das Image der Serie darf angezweifelt werden. Die Absurdeste Episode war wohl die AIDS-Folge "A Formula for Hate", in der es um einen HIV-positiven Jungen ging. Mit ihr wurde Captain Planet zur ersten Kindersendung (zumindest in den USA) die sich mit AIDS und HIV auseinandersetzte und vorallem das Thema Sex ansprach.
In der US-Fassung der Serie wurden die Charaktere übrigens von diversen Stars gesprochen, wie z.B. Jeff Goldblum, LeVar Burton, Mark Hamill oder Sting. Captain Planet hat übrigens die selbe deutsche Synchronstimme wie Superman in "Lois & Clark", zudem sprach Margot Kidder (Christopher Reeves' Lois) in der englischen Fassung Gaia. Der Off-Sprecher dürfte Metty Krings vom Li-La-Launebär sein.

Foto (welches in der Zentrale von Google in Sidney hängt):Felipe Spina CC-BY-2.0#



Beim Mother Nature Network kann man übrigens Captain Planet Folgen schauen. Legal und Umsonst. Hier ein Feature über einen geplanten Captain Planet Kinofilm.




Abgesehen von der seltsamen AIDS-Folge gab es auch noch eine in der Hitler auftaucht, aber mit coolerem Bart.




Cyanide and Happiness, a daily webcomic
Cyanide & Happiness @ Explosm.net

14. September 2010

Baby you can't drive a car.

Ohne Grace Kelly hätten die Klatschblätter der Welt ein Fürstentum weniger, dass sie mit exzentrischen Storys versorgen würde, und man müsste sich ausschließlich mit neuen Geschichten aus England begnügen. Hätte die Schauspielerin nämlich nicht Fürst Rainier von Monaco geheiratet, hätte es keine Traumhochzeit gegeben und keine Kinder etc. etc. Aber zurück zum Anfang: 1951 wurde die junge Schauspielerin als Ehefrau eines Marshals in "Zwölf Uhr Mittags" weltberühmt. Ihren ersten Oscar bekam sie für ihre Rolle in "Mogambo". Als Hitchcock-Darstellerin machte sie in Hitchcocks 3D-Experiment "Bei Anruf Mord" mit, sowie bei "Das Fenster zum Hof". Zusammen mit Cary Grant drehte sie dann "Über den Dächern von Nizza". 1955 lernte Grace Kelly dann fürst Rainier kennen und heiratete ihn bereits ein Jahr später. Am 13. September 1982 hatten Gracia Patricia und ihre Tochter Stephanie einen Autounfall. Einen Tag später starb Gracia Patricia an den Folgen des Unfalls.









13. September 2010

Thank You Mario!

Die bekannteste Computerspielfigur der Welt ist Super Mario. Das Spiel, dass ihn zum Welterfolg machte, und zudem das meistverkaufteste Spiel aller Zeiten (Mit Ausnahme von "Wii Sports") "Super Mario Bros." für das NES wird heute 25 Jahre. Der kleine Klempner ist zum Symbol für Computerspiele geworden, und "Nintendo" zum elterlichen Kolloquialbegriff für Computer- und Videospiele aller Art. Das Spiel selber ist meiner Ansicht nach, das zusammen mit Tetris beste Computerspiel das je gemacht wurde. Es ist spielerisch extrem variabel, denn man kann es für ein paar Minuten spielen, aber auch Stunden damit verbringen. Es hat ziemlich simples Gameplay, welches aber extrem unterschiedlich gespielt werden kann. Von präzisem Einsammeln bis hin zum sinfonischen Speedrun bei dem der Bildschirm nicht stillsteht. Der Schwierigkeitsgrad ist meisterbar, aber nicht zu einfach um langweilig zu werden. Und die 8-Bit Chiptune Musik ist ein Traum.
Glückwünsche ins Pilzreich, nach Kyoto und Großostheim.

Foto: ®Nintendo









Oh Gott! Den hab ich im KINO gesehen... für GELD! Außer mir und meinem Vater war niemand sonst im Kino. Kein Wunder...

12. September 2010

50 Jahre und Eins

Mit dem 50sten Geburtstag vor exakt einem Jahr begann der Popkulturkalender quasi. Zwar nur als kleiner Post auf Facebook, aber ein Anfang ist ein Anfang. Natürlich steht einer Serie wie Bonanza mehr zu als nur ein kurzer Hinweis auf den Geburstag. Zwar ist Bonanza popkulturell nicht mehr so ganz auf der Höhe, aber zumindest die Titelmelodie kennt ja jeder. Die Serie über die Männer-WG im Wilden Westen war in den 60ern ein echter Straßenfeger, was nicht zuletzt an Michael "Papa Walton" Landon und Lorne "Adama" Greene lag. Immer wieder für einen Gag am Rande war Hop Sing der Küchenchinese zu haben. Hop Sing ist ein klassischer Fall vom komödiantischen Publikumsliebling. Obwohl die Figur pro Staffel nur ca. fünf mal auftaucht kennt ihn jeder. Die Titelmelodie stammte übrigens von Jay Livingston und Ray Evans, welche auch für "Whatever will be, will be" ("Qué Será, Será") und die Titelmelodie zu Mr. Ed schrieben.

Foto: cliff1066™ CC-BY-2.0

Warum gucken eigentlich alle vier Typen als wollten sie der Frau an die Wäsche?!




Lorne Greene hat ein Album namens "Ponderosa" aufgenommen.


Ich kann nur Vollplayback, Bonanza!


Spock im Wilden Westen!




Wir schreiben das 24. Jahrhundert... Bonanza - The Next Generation.

11. September 2010

5 Liter Schweineblut

Alfred Hitchcock ist einer der stärksten Bezüge für Brian De Palma. Viele seiner Filme weisen erzählerische Strukturen auf die auf Hitchcock anspielen. Aber De Palma ist mehr als eine Hitchcockanspielung, seine Filme haben oft mit Gewalt, Doppelgängern und multiplen Persönlichkeiten zu tun. De Palmas Lieblingsaufnahme ist eine Steadicamaufnahme als Filmeröffnung, in der zudem das gesamte Filmensemble gezeigt wird. Berühmt wurde De Palma natürlich mit "Carrie". In die Popkulturgeschichte ging er mit "Scarface" ein. 1996 drehte er dann "Mission Impossible" mit Tom Cruise, und drehte damit eine der zitierfähigsten Filmszenen der 90er Jahre.

Foto: Festival Internacional de Cine en Guadalajara CC-BY-2.0












10. September 2010

Sting like a bee, shake like a tree.

Muhammad Ali kämpfte heute vor 44 Jahren um seinen Weltmeistertitel gegen Karl Mildenberger. Damals aber noch unter seinem Mädchennamen "Cassius Clay". Ali ist heute immer noch der Inbegriff des Boxers. Berühmt wurde er nach seinem Sieg bei der Olympiade in Rom, als er sich das "Taunting" bei einem Wrestler namens "Gorgeous George" abguckte. Ali begann beleidigende Reime für seine Gegner zu verkünden, die von den Medien gerne aufgegriffen wurden. Am berühmtesten ist wohl sein Kampf mit George Foreman in Zaire. Der sog. "Rumble in The Jungle" wurde von Don King eingefädelt und von dem damaligen Diktaor finanziert. Ali gewann und brach damit das ungeschriebene Gesetz des Boxens "They never come back".


Hier der komplette Kampf









9. September 2010

Der Axe-Effekt

Vor exakt 19 Jahren begann der größte Aufschwung den die Flanellhemdindustrie je erlebte. Nirvanas "Smells Like Teen Spirit" erschien und machte den Grunge zur Jugendgegenkultur der 90er Jahre. Der Titel des ikonenhaften Songs bezieht sich übrigens auf das Deo "Teen Spirit". Procter & Gamble waren damals schon so klug mit dem Lied Werbung für das Deo zu machen. Schon 1992 war das Lied so populär, dass der Rolling Stone und die New York Times es als Hymne einer Generation bzw. als neues "Anarchy in the UK" abfeierten. Kurt Cobain wollte das Lied relativ schnell nicht mehr spielen, da ihm genau das wohl auf den Keks ging. Der "krönende Abschluss" der Ära des Grunge war der Selbstmord Kurt Cobains am 5. April 1994.

Foto: P.B. Rage



Kurt Cobain sagte er hatte erst das Gefühl sie hätten "es geschafft", als Weird Al Yankovic eine Coverversion von "Smells Like Teen Spirit" machen wollte.







8. September 2010

Captain's log, stardate 1513.1

Es ist irgendein Wochentag, ich komme von der Schule nach Hause, und mache meine Hausaufgaben. Von wegen! Ich gucke natürlich noch die letzte Viertelstunde von "Chicago Hope" um nicht den Anfang von "Star Trek - The Next Generation" zu verpassen. So, oder so ähnlich, geht und ging es Millionen Menschen seit dem 8. September 1966, der Tag an dem "Star Trek" das erste mal im Fernsehen lief. Die Episode "The Man Trap" (dt. "Das Letzte seiner Art") war zwar gar nicht der Pilot, wurde aber als erstes augestrahlt. Der Folge folgten noch ein ganzer haufen anderer Folgen, mehrere Serien, Filme, Fans und Merchandising.
Bis Heute halte ich "Star Trek - The Next Generation" für die beste aller Star Trek Serien. Um meine Staffelung der Serien hier mal zu visualisieren:
1. The Next Generation
2. Deep Space 9
3. Raumschiff Enterprise
4. Enterprise
5. Voyager
-. The Animated Series (Hab ich noch nicht gesehen)

So, dann hoffe ich mal, dass vielleicht eines Tages eine weitere wirklich gute Star Trek Serie am Horizont erscheint, mit der J.J. Abrams nicht das geringste zu tun hat!

Foto: Cory Doctorow CC-BY-SA 2.0













7. September 2010

... und in den Männern steckten 7 Kugeln.

Handfeuerwaffen sind, dank der USA und ihrer vortrefflichen Waffenpolitik, ein Element der Popkultur geworden. Vor Acht Jahren starb Uziel Gal, der Erfinder der "Uzi" vermutlich einer der beliebtesten Waffen in Film und Fernsehen (auch wenn es manchmal garkeine Uzi ist die da zu schießen scheint). Kein Gangster- oder Actionfilm ohne einen Typen mit 'ner Uzi. Kein Egoshooter ohne die israelische Maschinenpistole. Keine "Secret Service"-Mitarbeiter ohne. Wobei die Uzi ja auch nur eine unter vielen ist. Ihre Freunde "Desert Eagle", "abgesägte Schrotflinte" und "Magnum" sollte man ja auch nicht vergessen.
Uziel Gal war übrigens garnicht begeistert von der Idee, dass die Uzi nach ihm bennant werden sollte. Er hat versucht es zu verhindern, aber es half nicht.











6. September 2010

Komm nackt, bring Yage mit.

Was ist das dümmste was man so tun kann? Vielleicht nicht das allerdümmste, aber dumm genug ist es Wilhelm Tell nachzustellen und seiner Frau einen Apfel auf den Kopf zu legen, wie es William S. Burroghs betrunkenerweise es einmal tat. Der Schuss ging natürlich nicht in den Apfel sondern in den Kopf. Der Schriftsteller saß dafür 14 Tage im Gefängnis und machte sich dann auf den Weg eine Droge namens "Yage" zu finden um mit deren Hilfe seine Morphinabhängigkeit loszuwerden. Nachdem er von Südamerika nach Europa reiste räumte er seinen Zettelkasten aus, und begann seinen Roman "Naked Lunch", welcher durch David Cronenberg trotz "Unverfilmbarkeit" in einen Film verwandelt wurde. Mit dem Buch erschuf Burroughs eines der Bücher der US-Gegenkultur der 60er Jahre. 1971 schrieb er "Electronic Revolution" in dem er die Zukunft der elektronischen und digitalen Technologie, und deren Einfluß auf die Gesellschaft, vorraussagt. In den 80ern und 90ern avancierte er immer mehr zu einer Ikone der Popkultur, so arbeitete er mit Gus van Sant in "Drugstore Cowboy", oder mit Robert Wilson und Tom Waits bei dem Theaterstück "Black Rider".

Foto: Burn t  CC-BY-SA



"Steely Dan" der Stahldildo aus Naked Lunch






5. September 2010

Palim-Palim!

Dass der sonst so konservative Verein zum Schutz deutscher Sprache Dieter Hallervorden für seinen größten Coup zum Ehrenmitglied machte zeigt wie wichtig "Palim-Palim" ist. Hallervorden hatte den Sketch "Eine Flasche Pommes-Frittes" von Heinz Quermann für 500 Mark erworben. Ob das Palim-Palim, eigentlich eine Lautmalerei für eine Türglocke, schon dabei war konnte ich nicht rauskriegen. Dennoch ist die Lautmalerei vermutlich die erfolgreichste Bereicherung der deutschen Sprache des 20. Jahrhunderts. Interessant ist, dass immer weniger Leute den eigentlichen Sketch kennen. Kein Wunder, denn der Sketch hat doch ein bisschen gelitten über die Jahrzehnte. Auch der Satz "Hach, ist das aufregend!" stammt von Hallervorden und hat sich stark verbreitet. Zur Erkenntnisbildung hier der Sketch mit Dieter Hallervorden und Gerhard Wollner, und natürlich Herzlich Glückwunsch zum Geburtstag, Didi.

Foto: Der Sascha GNU FDL











4. September 2010

Hier spricht der Popkulturkalender!

Dies ist das 300. Kalenderblatt, und gestern Nacht ereignete sich ein Mord auf Schloss Farnsworth. Der oder die Tote wurde natürlich in der Themse gefunden, grausam verstümmelt. Die ermittelnden Beamten sind der schlaue Heinz Drache und der schöne Joachim Fuchsberger. Unter Verdacht stehen die alte Lil Dagover, die Sexbombe René Deltgen und sowieso und überhaupt der irre Klaus Kinski. Hauptsache der kleine Eddi Arent ist dabei und macht trottelige Witzchen. Die finsteren Fäden zieht jedesmal wer anders. Der weise Siegfried Schürenberg schweigt zu allem. Und der dicke Horst Wendland hat das letzte Wort. Doch den wahren Mörder werden wir niemals kennenlernen!









3. September 2010

Wer wird Populär?

Zum 11. Geburtstag von "Wer wird Millionär?" ein kleines Popquiz!

Wie heißt die erfolgreichste Zeichentrick-Fernsehserie der Welt?
A) Unsere kleine Farm
B) Pokémon
C) Biker Mice from Mars
D) Die Simpsons


Lösung




Was ist die am häufigsten verwendete Filmszene im Popkulturkalender?
A) Die Halleluja-Sexszene aus Watchmen
B) Goldfingers Versuch James Bond zum reden zu bringen
C) Die Explosion des Todessterns
D) Die Szene aus Citizen Kane mit dem Schlitten


Lösung



Welcher Film ist so gut wie kein anderer?
A) Transformers
B) Surf Nazis Must Die
C) Gina Wild 4 - Jetzt wirds schmutzig
D) Citizen Kane


Lösung



Welcher Musiker ist einer der schrecklichsten der Welt?
A) Sting
B) Sting
C) Sting
D) Phil Collins


Lösung



Was hat der amerikanische Erfinder Harold von Braunhut erfunden?
A) Die Evolution
B) Urzeitkrebse
C) Das Fernsehen
D) Den Popkulturkalender


Lösung


2. September 2010

Hinter jedem großen Minipliträger steht ein großer Metzgersjunge

Deutsche Metzgersöhne haben irgendwie ein Talent in den Medien groß zu werden. Lange vor Stefan Raab wurde Horst Nussbaum alias Jack White zu einem der erfolgreichsten deutschen Musikproduzenten. Nie gehört? Macht nix, denn 70. wird er trotzdem. Die von ihm produzierten Lieder aber sollte man aber im Ansatz kennen. Als passionierter Fußballer produzierte er die ultimative Fußball-Hymne "Fußball ist unser Leben". White steckte auch hinter dem Erfolg von Tony Marshall, für den er u.a. "Schöne Maid" schrieb, für Roberto Blanco "Heute so, Morgen so", für Jürgen Marcus "Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben". Geschätzt haben wir Jack White ca. 25% des Schlagervolumens der 70er und 80er zu verdanken. Für Tony Marshall schrieb er auch den späteren Welthit "Auf der Straße nach Süden". Die deutsche Fassung ist garnicht so bekannt, die englische jedoch schon. Ende der 80er bereitete White nämlich die Karriere eines amerikanischen Schauspielers vor. Na von wem könnte ich denn da wohl reden? David Hasselhoff natürlich. Jack White hat die Gesangskarriere David Hasselhoffs begründet, und dafür gesorgt, dass David die Mauer zu Fall bringen konnte. "Auf der Straße nach Süden" wurde zu "I've been looking for Freedom". Wenn man mal eine große Samstag Abendshow sieht und ein "Jack White"-Musiker auftritt kommt es übrigens oft vor, dass Jack White im Publikum sitzt. Vorallem bei Johannes Heesters bei "Wetten dass?".





Der Mann am Klavier müsste Jack White sein.








Hier noch ein halbstündiges Interview beim ZDF

1. September 2010

Rocket-Science

Der erste Science-Fiction-Film der Welt war nicht etwa über einen Verrückten Wissenschaftler oder ein riesiges Monser, oder gar Krieg in einer fernen Zukunft. Nein er handelte von "Der Reise zum Mond". Der Film von Georges Méliès beschreibt die Reise der ersten Astronauten zum Mond und stammt aus dem Jahr 1902. Die Geschichte des Films basiert sowohl auf Jules Vernes "Von der Erde zum Mond" als auch auf H.G. Wells "Die ersten Menschen auf dem Mond". Bemerkenswert ist, dass der Film ein Grundprinzip von Science-Fiction-Filmen erschuf. Sie sind meist teuer, technisch aufwändig und machen einen riesen Reibach. Méliès setzte damals schon Stop-Motion, Doppelbelichtungen und Pyrotechnik ein. Das bekannteste Bild des Film ist wohl das des anthropomorphen Mondes dem die Rakete im Auge steckt. Der Stil des Films wird häufig zitiert und aufgenommen, wenn man versucht wirklich alte Filmästhetik rüberzubringen.







31. August 2010

Weimarer Pop

Am 31. August 1928 wurde das erfolgreichste Stück deutscher Popgeschichte aufgeführt: "Die Dreigroschenoper" von Bert Brecht und Kurt Weill. Das Lied mit dem größten Erfolg war natürlich "Die Moritat von Mackie Messer", die sogar zu einem Jazz- und Swingstandard wurde. Gesorgt hat dafür Louis Armstrong (Trompete nicht Mond) Als er das Stück 1955 zum ersten Mal spielte. Die gesamte Oper war aber zuvor schon zum Welterfolg geworden. Die Weimarer Republik hatte sie bereits nach einer eisigen halben Stunde im Sturm erobert. Leonard Bernstein ließ 1951 das Stück von Marc Blitzstein als "Three Penny Opera" ins Englische übersetzen. 1952 wurde es dann auf Englisch mit Lotte Lenya (welche seit 1935 mit Kurt Weill in den USA lebte) in der Rolle der "Seeräuber Jenny" uraufgeführt. So kam es zum Welterfolg von "Mack the Knife". Die Neuaufführung der Dreigroschenoper mit Lotte Lenya brach mit über 2500 Aufführungen den damaligen Aufführungs-Rekord.







Bobby Darin stand das Lied am besten.




Pantaus Bruder hat auch eine Version gemacht...


Oh Gottogottogott... Helmut Frotti singt den "Ich starr dir in die Augen und mache eindeutige Hanbewegungen"-Song




30. August 2010

Oasenfalle

So meine Freunde, heute machen wir mal ein Experiment. Ich möchte jetzt, dass ihr das Lied "Don't look back in anger" von Oasis singt. Und los:
"Today is gonna be the day
That they're gonna throw it back to you
By now you should've somehow..."

Richtig? Nee, das war falsch, denn das war ja "Wonderwall". "Don't look back in anger" geht so:
"Slip inside the eye of your mind
Don't you know you might find
A better place to play"

Das nennt man dann die Wonderwall-Falle, weil scheinbar jeder den man nach einem x-beliebigen Oasis-Lied fragt sofort Wonderwall singt.
Übrigens wird das Debütalbum von Oasis heute 14 Jahre alt. Da wurde dann der große Britpop erfunden.
Die Entdeckung der Wonderwall-Falle stammt übrigens nicht von mir, sondern von Freunden (allen voran Gesine), die die Falle am Silvesterabend 2009 entdeckten. Es ist ein feiner Partyspaß.

Foto: http://www.flickr.com/photos/freschwill/44256675/ CC-BY-SA-2.0


So ein gutes Lied!






Kann man auch nehmen anstelle von "Don't look back in anger"


29. August 2010

29. August 1997 - Judgement Day



























Foto: TheAlieness GiselaGiardino²³ CC-BY-SA

28. August 2010

Eine tote Nutte

Vor 52 Jahren fand die Uraufführung des Films "Das Mädchen Rosemarie" statt. Der Film verarbeitet (wenn auch größtenteils Fiktional) die Ermodung Rosemarie Nitribitts. Nittribit war eine Frankfurter Prostitierte, die in einflussreichen Kreisen verkehrte. Eigentlich stammte die junge Frau aus einfachen Verhältnissen, bemühte aber dies zu kaschieren, indem sie Kurse für gutes benehmen Besuchte und Fremdsprachen lernte. Ihr (späteres) Markenzeichen war ein schwarzer Mercedes 190 SL mit roten Ledersitzen. Der Verbleib des Wagens ist leider ungeklärt, ebenso wie der Mordfall. Die Behörden ermittelten quasi gegen die halbe Schickeria der Bundesrepublik, machten dabei aber so grobe Fehler, dass Nichts dabei rum kam. Der Mordfall war einer der aufsehenerregensten der 50er Jahre. Sogar bis Heute findet der Fall Erwähnung. So fand im Jahr 2008 eine Ausstellung im Deutschen Filmmuseum in München statt.

Foto: Jürgi-würgi GNU FDL




Teil 2




Teil2

27. August 2010

Universal-Schwede

Wenn sie Schwede sind, und dazu noch Schauspieler, und es in die USA geschafft haben mit ihrer Karriere, dann spielen Sie meistens? Genau! Nazis, andere Deutsche und Russen! Wenn Sie dann noch ein bisschen seltsam aussehen, dann sind Sie Peter Stormare. Zum Glück ist Stormare ein ziemlich guter Schauspieler und brilliert auch in solchen, meist platten oder kleinen, Rollen. Entdeckt wurde Stormare von Ingmar Bergman. In Schweden gab er auch mal den schwedischen James Bond "Carl Hamilton". Am bekanntesten ist Stormares Rolle in Fargo, wo er einen wortkargen Killer spielt. Schön war auch seine Rolle als deutscher Nihilist Uli Kinkel von der weltbekannten Band "Autobahn" in "Big Lebowski". Einen gewissen Kultstatus erlangte er als Wolfgang der Moderator von Volkswagens amerikanischer "Un-Pimp your Auto"-Kampagne.

Foto: Daniel Åhs Karlsson CC-BY















IT WILL RISE!

26. August 2010

Muss mir den Witz mit Popp verkneifen...

Man kann der BRAVO ja krass dissen (wenn man denn will), wie z. B. dass Werbung und Content nicht geteilt sind, dem krassen Style, die Verantwortung für die Handys sowie krass viele Schulhofmuttis. Trotzdem hat die Bravo eine Menge für die Popsachen in Deutschland getan. Früher gabs den Starschnitt und so. Da haben sich die Leute wohl immer so alte Stars wie Roger Whittaker an die Wand geklebt. Der erste Starschnitt war übrigens von Brigitte Bardot aus dem Jahr 1959. Dr. Sommer, Dr. Korff (Sommers geiler Sex-Kollege) und der Autorin Marie Louise Fischer haben mehr sexuelle Aufklärung getrieben als die sprechenden Leichen im Biounterricht. Das ganze Ding war zum Glück immer Live-Dabei und hat sich 20 Jahre lang verkauft wie Sau. Mittlerweile geht's wohl so mitm verkaufen. Außerdem verleihen Sie jedes Jahr son Mini-Winnetou namens Otto. Die meisten hat Bon Jovi. Wer auch immer das ist...
Also Liebe BRAVO: Alles Gute zum 54. Geburtstag und weitere 54 Jahre nackte Teenies umringt von quietschbunter Schrift.

Foto: ® BRAVO / Bauer Media KG



Pierre Brice oder Bushido? Kaum ein Unterschied...


Die Bravo Hits 94 hochverdichtet!


25. August 2010

Milchmann mit Martini

Wie schon überall wird Claudia Schiffer heute 40, aber das ist mir relativ egal, auch wenn ich sie hier nicht unerwähnt lassen will. Viel spannender ist der doppelt so alte Sir Sean Connery. Meine Meinung zum ewigen Streit "Wer war eigentlich der beste Bond?" ist, dass Connery der beste Bond war. Moore war zwar "Englischer", Connery aber so schön flapsig - und er sieht besser aus als das sprechende Brillengestell Moore und die grinsende Kleiderstange Lazenby. Aber so richtig Scheiße war ja dann auch wieder keiner - davor oder danach. Die Tatsache, dass Connery auch der erste Bond in den Broccoli/Salzman-Bonds ist spielt vielleicht mit da rein, aber ist eigentlich auch egal.
Happy Birthday, sexiest Milchmann alive!

Foto: Stuart Crawford at http://flickr.com/photos/potatojunkie/ (CC-BY-SA)

Ach... die 60er...
















24. August 2010

For he is an english man

53 Jahre alt wird der Komiker, Buchautor, Schauspieler und wasweißichnichtnochalles Stephen Fry heute. Er begann seine Karriere in guter Umgebung. Zusammen mit Hugh Laurie, Emma Thompson und Tony Slattery schrieb er die Show "Cellar Tapes". Dadurch wurde Granada TV auf Fry und Co. aufmerksam, denn die suchten gerade nach einer Konkurrenz zu "Not the Nine O'Clock News", einer erfolgreichen Nachrichtencomedy der BBC. Aber nicht nur Comedy hat Fry gemacht. Auch Fernsehdokus wie "The Secret Life of the Manic Depressive" und "HIV and Me" machen ihn zu einer festen Fernsehgröße.
Seinen ersten Filmauftritt hatte er in dem Film "The Good Father" mit Anthony Hopkins. Seine erste Hauptrolle in Kenneth Branaghs "Peter's Friends". Als Radio-Moderator und Sprecher wird Fry immer besonders gerne eingesetzt. So sprach er zum Beispiel die Computerspiele "Little Big Planet" und "Fable II", hat diverse Audiobücher wie "Per Anhalter durch die Galaxis" und alle Harry Potter Bücher eingelesen.

Foto: gnu.org (CC-BY)











23. August 2010

Wiegeschritt

Zum 98. Geburtstag von Gene Kelly kann es nur eines geben: Tanz in all seiner Pracht!
Kelly ist einer der besten Tänzer die je gelebt haben. Gene Kelly ist der Protagonist der wohl bekanntesten und berühmtesten Tanzszene der Filmgeschichte. Wäre er, wie er eigentlich wollte, nach dem Ende seines Engagements bei MGM zurück an den Broadway gegangen, wäre das vermutlich nie passiert. Kelly wäre sicher am Broadway ein großer Star geblieben, aber in "Singin' in the Rain" wäre er nie aufgetaucht.









22. August 2010

Burn, Motherfucker! Burn!

Vor 90 Jahren wurde der Schriftsteller Ray Bradbury geboren. Bradbury ist bekann für den Roman "Fahrenheit 451" bekannt geworen. Der Roman gilt als eine der bekanntesten Dystopien des 20. Jahrhunderts. Als Jugendlicher wurde Bradbury von den Abenteuern von "Flash Gordon" und "Buck Rogers", welche er aus öffentlichen Bibliotheken auslieh. Als er merkte, dass seine Kurzgeschichten gut ankamen beschloss er freier Autor zu werden. Bradburys literarischer Durchbruch kam mit den "Martian Chronicles", welche auch 1979 mit Rock Hudson verfilmt wurde. Sein größter literarischer Erfolg war hingegen "Fahrenheit 451", dass von François Truffaut verfilmt wurde. Der Titel leitet sich von der Selbstenzündungstemperatur von Papier - 451°F - ab.

Foto: Alan Light





Die "Mars Chroniken" war eine der ersten Versuchssendungen zum Mehrkanalton in der ARD.


Bradbury fand es übrigens nicht gut, dass Michael Moore den Titel seines Buchs umfunktioniert hat.