21. September 2010

A God amongst Men

Bill Murray ist zweifellos ein Gott unter den Komikern der 80er Jahre. Es gibt keine schlechte 80er-Komödie (außer Loose Shoes, aber der wurde schon '77 gedreht) mit ihm und er entstammt dem Goldenen Zeitalter von Saturday Night Live. Gut in den 90ern strauchelte er ein wenig (Wild Things, Mad Dog & Glory, Larger than Life) aber konnte das mit Rushmore und "Und täglich grüßt das Murmeltier" definitiv "Karma"-technisch ausgleichen. 2001 verlagerte sich Murray auf ein (nur scheinbar ernsteres Fach) und spielte in Wes Andersons "The Royal Tennenbaums" mit, was dann wohl auch zu "Lost in Translation" führte.
Relativ unbekannt ist übrigens seine Rolle in "Where the Buffalo Roam". Er spielte Hunter S. Thompson. Murray hat übrigens keinen Agenten. Wer ihm ein Drehbuch anbieten will muss auf einen Anrufbeantworter sprechen. Dadurch sind ihm aber leider auch schon einige Rollenangebote durch die Lappen gegangen. Er hätte Willy Wonka sein können, oder Sully aus "Monster AG"., oder Eddie Valiant in "Falsches Spiel mit Roger Rabbit".

Foto  Paul Sherwood CC-BY-2.0

























20. September 2010

The Mother Ship

Was längst vergessen war, wird nun wahr: Am 20. September gab es keinen Popkulturkalender. Dieser wird hiermit nachgereicht:

Vor 11 Jahren startete: "Law & Order: Special Victims Unit". Die Show ist ein Spinoff von "Law & Order". Law & Order ist eine der am längsten gelaufenen Fernsehshows überhaupt. Die Show hat insgesamt 20 Staffeln, welche im Mai dieses Jahres endete. Mit der 20. Staffel endete auch Law & Order. Die einzigen anderen Show die so einen Erfolg vorweisen können sind die Simpsons und die Westernserie "Rauchende Colts". Die Tatsache, dass die Krimiserie so lang lief, hat sie wohl hauptsächlich der durchgängig guten Qualität zu verdanken. Der Erfinder der Show Dick Wolf hatte 1988 die Idee zu einer TV-Show, welche einen optimistischen Blick auf das amerikanische Rechtssystem hatte. Der Präsident von Universal Television wies Wolf darauf hin, dass die Show Ähnlichkeiten mit einer Serie namens "Arrest and Trial" hatte. Er und Wolf schauten sich die erste Folgte von Arrest and Trial an, in der ein Polizist den Falschen verhaftet, und ein Staatsanwalt den Mann freilässt, da er dessen Unschuld erkennt. So kam Wolf auf das Grundprinzip der Serie. Arrest and Trial hatte übrigens nur eine Staffel.

Foto: ® NBC Universal







Law & Order hat mittlerweile eine Menge Spinoffs hervorgebracht.


19. September 2010

Do the Twist!

Zum Twisttanzen müssen die beiden Tanzpartner ungefähr eine Schulterbreite voneinander entfernt stehen. Dazu sollte der Torso rechtwinklig zu den Knien und der Hüfte stehen, oder soweit eingedreht, dass ein Fuß weiter vorne ist als der andere. Die Arme werden vom Körper entfernt gehalten und die Ellenbogen angewinkelt. Die Hüften, der Torso und die Beine werden als eine Einheit über die Ballen der Füße bewegt, währenddessen bleiben die Arme mehr oder weniger stationär. Die Füße bewegen sich vor und zurück, dabei kann der Tanz in Geschwindigkeit, Intensität und vertikaler Höhe bei bedarf variiert werden. Manchmal kann ein Fuß vom Boden gehoben werden, aber normalerweise ist die Tanzhaltung eine niedrige, bei der die Füße mit geringer vertikaler Bewegung den Boden berühren.

Ultra-erfolgreiche Coverversion


Original


Erfolgreiches Cover des Cover


In Europa noch erfolgreicher als "The Twist"


18. September 2010

Brennende Saiten

Auf der Insel Fehmarn fand das letzte Konzert von Jimi Hendrix statt. 12 Tage später am 18. September starb Hendrix den klassischen Rock'n'Roll-Tod und ist dank einer Kombination von Alkohol und Schlaftabletten an seiner eigenen Kotze erstickt. Er war 27. Vorher war Hendrix einer der erfolgreichsten und angeblich auch besten Gitarristen aller Zeiten. Das rituelle Niederbrennen von Gitarren etablierte er immerhin als Kunstform, und machte die Amerikaner mit seiner Fassung der Nationalhymne wahnsinnig. Dabei hatte alles so gut angefangen, endeckt vom Bassisten der Animals wurde die "Jimi Hendrix Experience" bei ihrem ersten Konzert die Vorband von Johnny Hallyday. 

Foto: A. Vente CC-by-sa 3.0 nl










Teil 2

17. September 2010

Commando spatial – Les aventures fantastiques du vaisseau d'espace ORION

10 Peter Thomas an der Hammond Orgel

9 Braun baut das Interface der Zukunft

8 Hochmoderne Bluescreen-Tricktechnik

7 Frogs

6 Wolfgang Völz & Eva Pflug

5 Spezialeffekte mit Haushaltswaren

4 Handlaserpistole HM-4

3 Anleihen bei Asimov

2 Designerstühle aus aller Welt

1 Dietmar Schönherr

0 Raumpatrouille - Die phantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion

Foto: ® ARD/WDR











Das Kampfschiff Orion aus Stargate: Atlantis wurde nach dem Schiff der Raumpatrouille benannt.

16. September 2010

Metal Guru

Heute vor 33 Jahren starb Marc Bolan. Bolan war der Kopf der Band "T. Rex". Der Sänger ist einer der Mitbegründer des Glam-Rocks. Als Junge bekam Bolan von seinem Vater eine Bill Haley LP geschenkt, was sein Interesse und seine Begeisterung für Rock'n'Roll weckte. Mit 11 wurde Bolan Mitglied seiner ersten Band Susie & The Hullahoops. Nachdem er die Schule verließ bekam er Kontakt zu der Londoner Mod-Szene. Bolan begann zu dieser Zeit sich um seinen Kleidungsstil zu bemühen und lernte dort auch David Bowie kennen. Später versuchte der Sänger sich an Folksongs und spielte Lieder von Bob Dylan nach. Dies war leider nicht so erfolgreich, so dass er den Folk aufgab. 1965 schaffte er es dann bei Decca Records eine Single namens "The Wizard" aufzunehmen, welche aber kein großer Erfolg war, abgesehen davon, dass Decca seinen bürgerlichen Namen "Mark Feld" durch "Marc Bowland" ersetzte. Marc verlangte, dass der Name in "Bolan" geändert wurde. 1967 gründete er dann mit Steve 'Peregrin' Took "Tyrannosaurus Rex". Die Band war auch dank John Peel ein großer Erfolg. Die Hippies mochten die Texte über Feen und Zauberer mitsamt psychedelischer Klanguntermalung. Später wurde daraus T.Rex. Für die "neue" Band verschwanden die Hippie-Klamotten und Bolan kleidete sich in Glitzeranzügen, und Federboas. So erfand Marc Bolan 1970 die Metrosexualität... äh den Glam-Rock. Der definierende Glam-Rock Moment, war aber ein Auftritt bei Top of the Pops, wo Bolan sich Glitzersterne ins Gesicht klebte. 1974 löste sich die Band dann wieder auf, um 1975 wieder aus der Taufe gehoben zu werden, um die finanzielle Sicherheit von Bolans Freundin und neugeborenem Sohn zu bestreiten. Bolan wurde immermehr zum Multitalent. Er bekam eine Magazinkolumne und sogar eine TV-Show bei Granada-TV in der schon früh Bands wie die "Boomtown Rats" oder "The Jam" auftraten. Auch Bob "BILD-Zeitung" Geldof und Bill Idol hatten ihre allerersten Fernsehauftritte in der Show. In der letzten Show war David Bowie zu Gast. Am 16. September 1977 platzte ein Reifen von Bolans Wagen er fuhr gegen einen Betonpfeiler und starb.
Dieter Bohlens Sohn wurde nach Bolan bennant er heißt folgerichtig Marc Bohlen.

Foto:  Britmax GNU FDL 1.2 CC-BY-SA 3.0





Da! Unter seinen Augen! Der GLAM!






15. September 2010

Liebe!

Die vielleicht großartigste (und retrospektiv doch relativ seltsame) Trickfilmsendung der 90er war selbstverständlich "Captain Planet". Für alle die die Show nicht kennen: Gaia, die Mutter der Erde, hat fünf Ringe an fünf Teenager aus der ganzen Welt verteilt. Die Ringe besitzen Element-Kräfte (Feuer, Wasser... Liebe), und wenn man die Kräfte der Ringe vereint erscheint Captain Planet. Captain Planet ist eine Öko-Superheld. Wo immer die Umwelt verschmutzt oder zerstört wird kommt er zum Einsatz.
Captain Planet hat nur zwei Fehler: 1. Sieht er aus wie die Supermans Cousin der bei einem "Depeche Mode"-Konzert ganz böse verstrahlt wurde. Und 2. verliert Captain Planet seine Kräfte wenn er schmutzig wird. Was bei Bösewichten die Schmutz und Verseuchung verkörpern (Duke Nukem, Sly Sludge...) doch ungelegen kommt.

Die Serie war in den 90ern ein ziemlicher Erfolg (allen voran für Ted Turner) so gab es zahlreiches Spielzeug und diverse Comics zur Serie. Ob der Krempel so ökologisch war wie das Image der Serie darf angezweifelt werden. Die Absurdeste Episode war wohl die AIDS-Folge "A Formula for Hate", in der es um einen HIV-positiven Jungen ging. Mit ihr wurde Captain Planet zur ersten Kindersendung (zumindest in den USA) die sich mit AIDS und HIV auseinandersetzte und vorallem das Thema Sex ansprach.
In der US-Fassung der Serie wurden die Charaktere übrigens von diversen Stars gesprochen, wie z.B. Jeff Goldblum, LeVar Burton, Mark Hamill oder Sting. Captain Planet hat übrigens die selbe deutsche Synchronstimme wie Superman in "Lois & Clark", zudem sprach Margot Kidder (Christopher Reeves' Lois) in der englischen Fassung Gaia. Der Off-Sprecher dürfte Metty Krings vom Li-La-Launebär sein.

Foto (welches in der Zentrale von Google in Sidney hängt):Felipe Spina CC-BY-2.0#



Beim Mother Nature Network kann man übrigens Captain Planet Folgen schauen. Legal und Umsonst. Hier ein Feature über einen geplanten Captain Planet Kinofilm.




Abgesehen von der seltsamen AIDS-Folge gab es auch noch eine in der Hitler auftaucht, aber mit coolerem Bart.




Cyanide and Happiness, a daily webcomic
Cyanide & Happiness @ Explosm.net

14. September 2010

Baby you can't drive a car.

Ohne Grace Kelly hätten die Klatschblätter der Welt ein Fürstentum weniger, dass sie mit exzentrischen Storys versorgen würde, und man müsste sich ausschließlich mit neuen Geschichten aus England begnügen. Hätte die Schauspielerin nämlich nicht Fürst Rainier von Monaco geheiratet, hätte es keine Traumhochzeit gegeben und keine Kinder etc. etc. Aber zurück zum Anfang: 1951 wurde die junge Schauspielerin als Ehefrau eines Marshals in "Zwölf Uhr Mittags" weltberühmt. Ihren ersten Oscar bekam sie für ihre Rolle in "Mogambo". Als Hitchcock-Darstellerin machte sie in Hitchcocks 3D-Experiment "Bei Anruf Mord" mit, sowie bei "Das Fenster zum Hof". Zusammen mit Cary Grant drehte sie dann "Über den Dächern von Nizza". 1955 lernte Grace Kelly dann fürst Rainier kennen und heiratete ihn bereits ein Jahr später. Am 13. September 1982 hatten Gracia Patricia und ihre Tochter Stephanie einen Autounfall. Einen Tag später starb Gracia Patricia an den Folgen des Unfalls.









13. September 2010

Thank You Mario!

Die bekannteste Computerspielfigur der Welt ist Super Mario. Das Spiel, dass ihn zum Welterfolg machte, und zudem das meistverkaufteste Spiel aller Zeiten (Mit Ausnahme von "Wii Sports") "Super Mario Bros." für das NES wird heute 25 Jahre. Der kleine Klempner ist zum Symbol für Computerspiele geworden, und "Nintendo" zum elterlichen Kolloquialbegriff für Computer- und Videospiele aller Art. Das Spiel selber ist meiner Ansicht nach, das zusammen mit Tetris beste Computerspiel das je gemacht wurde. Es ist spielerisch extrem variabel, denn man kann es für ein paar Minuten spielen, aber auch Stunden damit verbringen. Es hat ziemlich simples Gameplay, welches aber extrem unterschiedlich gespielt werden kann. Von präzisem Einsammeln bis hin zum sinfonischen Speedrun bei dem der Bildschirm nicht stillsteht. Der Schwierigkeitsgrad ist meisterbar, aber nicht zu einfach um langweilig zu werden. Und die 8-Bit Chiptune Musik ist ein Traum.
Glückwünsche ins Pilzreich, nach Kyoto und Großostheim.

Foto: ®Nintendo









Oh Gott! Den hab ich im KINO gesehen... für GELD! Außer mir und meinem Vater war niemand sonst im Kino. Kein Wunder...

12. September 2010

50 Jahre und Eins

Mit dem 50sten Geburtstag vor exakt einem Jahr begann der Popkulturkalender quasi. Zwar nur als kleiner Post auf Facebook, aber ein Anfang ist ein Anfang. Natürlich steht einer Serie wie Bonanza mehr zu als nur ein kurzer Hinweis auf den Geburstag. Zwar ist Bonanza popkulturell nicht mehr so ganz auf der Höhe, aber zumindest die Titelmelodie kennt ja jeder. Die Serie über die Männer-WG im Wilden Westen war in den 60ern ein echter Straßenfeger, was nicht zuletzt an Michael "Papa Walton" Landon und Lorne "Adama" Greene lag. Immer wieder für einen Gag am Rande war Hop Sing der Küchenchinese zu haben. Hop Sing ist ein klassischer Fall vom komödiantischen Publikumsliebling. Obwohl die Figur pro Staffel nur ca. fünf mal auftaucht kennt ihn jeder. Die Titelmelodie stammte übrigens von Jay Livingston und Ray Evans, welche auch für "Whatever will be, will be" ("Qué Será, Será") und die Titelmelodie zu Mr. Ed schrieben.

Foto: cliff1066™ CC-BY-2.0

Warum gucken eigentlich alle vier Typen als wollten sie der Frau an die Wäsche?!




Lorne Greene hat ein Album namens "Ponderosa" aufgenommen.


Ich kann nur Vollplayback, Bonanza!


Spock im Wilden Westen!




Wir schreiben das 24. Jahrhundert... Bonanza - The Next Generation.

11. September 2010

5 Liter Schweineblut

Alfred Hitchcock ist einer der stärksten Bezüge für Brian De Palma. Viele seiner Filme weisen erzählerische Strukturen auf die auf Hitchcock anspielen. Aber De Palma ist mehr als eine Hitchcockanspielung, seine Filme haben oft mit Gewalt, Doppelgängern und multiplen Persönlichkeiten zu tun. De Palmas Lieblingsaufnahme ist eine Steadicamaufnahme als Filmeröffnung, in der zudem das gesamte Filmensemble gezeigt wird. Berühmt wurde De Palma natürlich mit "Carrie". In die Popkulturgeschichte ging er mit "Scarface" ein. 1996 drehte er dann "Mission Impossible" mit Tom Cruise, und drehte damit eine der zitierfähigsten Filmszenen der 90er Jahre.

Foto: Festival Internacional de Cine en Guadalajara CC-BY-2.0












10. September 2010

Sting like a bee, shake like a tree.

Muhammad Ali kämpfte heute vor 44 Jahren um seinen Weltmeistertitel gegen Karl Mildenberger. Damals aber noch unter seinem Mädchennamen "Cassius Clay". Ali ist heute immer noch der Inbegriff des Boxers. Berühmt wurde er nach seinem Sieg bei der Olympiade in Rom, als er sich das "Taunting" bei einem Wrestler namens "Gorgeous George" abguckte. Ali begann beleidigende Reime für seine Gegner zu verkünden, die von den Medien gerne aufgegriffen wurden. Am berühmtesten ist wohl sein Kampf mit George Foreman in Zaire. Der sog. "Rumble in The Jungle" wurde von Don King eingefädelt und von dem damaligen Diktaor finanziert. Ali gewann und brach damit das ungeschriebene Gesetz des Boxens "They never come back".


Hier der komplette Kampf









9. September 2010

Der Axe-Effekt

Vor exakt 19 Jahren begann der größte Aufschwung den die Flanellhemdindustrie je erlebte. Nirvanas "Smells Like Teen Spirit" erschien und machte den Grunge zur Jugendgegenkultur der 90er Jahre. Der Titel des ikonenhaften Songs bezieht sich übrigens auf das Deo "Teen Spirit". Procter & Gamble waren damals schon so klug mit dem Lied Werbung für das Deo zu machen. Schon 1992 war das Lied so populär, dass der Rolling Stone und die New York Times es als Hymne einer Generation bzw. als neues "Anarchy in the UK" abfeierten. Kurt Cobain wollte das Lied relativ schnell nicht mehr spielen, da ihm genau das wohl auf den Keks ging. Der "krönende Abschluss" der Ära des Grunge war der Selbstmord Kurt Cobains am 5. April 1994.

Foto: P.B. Rage



Kurt Cobain sagte er hatte erst das Gefühl sie hätten "es geschafft", als Weird Al Yankovic eine Coverversion von "Smells Like Teen Spirit" machen wollte.







8. September 2010

Captain's log, stardate 1513.1

Es ist irgendein Wochentag, ich komme von der Schule nach Hause, und mache meine Hausaufgaben. Von wegen! Ich gucke natürlich noch die letzte Viertelstunde von "Chicago Hope" um nicht den Anfang von "Star Trek - The Next Generation" zu verpassen. So, oder so ähnlich, geht und ging es Millionen Menschen seit dem 8. September 1966, der Tag an dem "Star Trek" das erste mal im Fernsehen lief. Die Episode "The Man Trap" (dt. "Das Letzte seiner Art") war zwar gar nicht der Pilot, wurde aber als erstes augestrahlt. Der Folge folgten noch ein ganzer haufen anderer Folgen, mehrere Serien, Filme, Fans und Merchandising.
Bis Heute halte ich "Star Trek - The Next Generation" für die beste aller Star Trek Serien. Um meine Staffelung der Serien hier mal zu visualisieren:
1. The Next Generation
2. Deep Space 9
3. Raumschiff Enterprise
4. Enterprise
5. Voyager
-. The Animated Series (Hab ich noch nicht gesehen)

So, dann hoffe ich mal, dass vielleicht eines Tages eine weitere wirklich gute Star Trek Serie am Horizont erscheint, mit der J.J. Abrams nicht das geringste zu tun hat!

Foto: Cory Doctorow CC-BY-SA 2.0













7. September 2010

... und in den Männern steckten 7 Kugeln.

Handfeuerwaffen sind, dank der USA und ihrer vortrefflichen Waffenpolitik, ein Element der Popkultur geworden. Vor Acht Jahren starb Uziel Gal, der Erfinder der "Uzi" vermutlich einer der beliebtesten Waffen in Film und Fernsehen (auch wenn es manchmal garkeine Uzi ist die da zu schießen scheint). Kein Gangster- oder Actionfilm ohne einen Typen mit 'ner Uzi. Kein Egoshooter ohne die israelische Maschinenpistole. Keine "Secret Service"-Mitarbeiter ohne. Wobei die Uzi ja auch nur eine unter vielen ist. Ihre Freunde "Desert Eagle", "abgesägte Schrotflinte" und "Magnum" sollte man ja auch nicht vergessen.
Uziel Gal war übrigens garnicht begeistert von der Idee, dass die Uzi nach ihm bennant werden sollte. Er hat versucht es zu verhindern, aber es half nicht.











6. September 2010

Komm nackt, bring Yage mit.

Was ist das dümmste was man so tun kann? Vielleicht nicht das allerdümmste, aber dumm genug ist es Wilhelm Tell nachzustellen und seiner Frau einen Apfel auf den Kopf zu legen, wie es William S. Burroghs betrunkenerweise es einmal tat. Der Schuss ging natürlich nicht in den Apfel sondern in den Kopf. Der Schriftsteller saß dafür 14 Tage im Gefängnis und machte sich dann auf den Weg eine Droge namens "Yage" zu finden um mit deren Hilfe seine Morphinabhängigkeit loszuwerden. Nachdem er von Südamerika nach Europa reiste räumte er seinen Zettelkasten aus, und begann seinen Roman "Naked Lunch", welcher durch David Cronenberg trotz "Unverfilmbarkeit" in einen Film verwandelt wurde. Mit dem Buch erschuf Burroughs eines der Bücher der US-Gegenkultur der 60er Jahre. 1971 schrieb er "Electronic Revolution" in dem er die Zukunft der elektronischen und digitalen Technologie, und deren Einfluß auf die Gesellschaft, vorraussagt. In den 80ern und 90ern avancierte er immer mehr zu einer Ikone der Popkultur, so arbeitete er mit Gus van Sant in "Drugstore Cowboy", oder mit Robert Wilson und Tom Waits bei dem Theaterstück "Black Rider".

Foto: Burn t  CC-BY-SA



"Steely Dan" der Stahldildo aus Naked Lunch






5. September 2010

Palim-Palim!

Dass der sonst so konservative Verein zum Schutz deutscher Sprache Dieter Hallervorden für seinen größten Coup zum Ehrenmitglied machte zeigt wie wichtig "Palim-Palim" ist. Hallervorden hatte den Sketch "Eine Flasche Pommes-Frittes" von Heinz Quermann für 500 Mark erworben. Ob das Palim-Palim, eigentlich eine Lautmalerei für eine Türglocke, schon dabei war konnte ich nicht rauskriegen. Dennoch ist die Lautmalerei vermutlich die erfolgreichste Bereicherung der deutschen Sprache des 20. Jahrhunderts. Interessant ist, dass immer weniger Leute den eigentlichen Sketch kennen. Kein Wunder, denn der Sketch hat doch ein bisschen gelitten über die Jahrzehnte. Auch der Satz "Hach, ist das aufregend!" stammt von Hallervorden und hat sich stark verbreitet. Zur Erkenntnisbildung hier der Sketch mit Dieter Hallervorden und Gerhard Wollner, und natürlich Herzlich Glückwunsch zum Geburtstag, Didi.

Foto: Der Sascha GNU FDL











4. September 2010

Hier spricht der Popkulturkalender!

Dies ist das 300. Kalenderblatt, und gestern Nacht ereignete sich ein Mord auf Schloss Farnsworth. Der oder die Tote wurde natürlich in der Themse gefunden, grausam verstümmelt. Die ermittelnden Beamten sind der schlaue Heinz Drache und der schöne Joachim Fuchsberger. Unter Verdacht stehen die alte Lil Dagover, die Sexbombe René Deltgen und sowieso und überhaupt der irre Klaus Kinski. Hauptsache der kleine Eddi Arent ist dabei und macht trottelige Witzchen. Die finsteren Fäden zieht jedesmal wer anders. Der weise Siegfried Schürenberg schweigt zu allem. Und der dicke Horst Wendland hat das letzte Wort. Doch den wahren Mörder werden wir niemals kennenlernen!









3. September 2010

Wer wird Populär?

Zum 11. Geburtstag von "Wer wird Millionär?" ein kleines Popquiz!

Wie heißt die erfolgreichste Zeichentrick-Fernsehserie der Welt?
A) Unsere kleine Farm
B) Pokémon
C) Biker Mice from Mars
D) Die Simpsons


Lösung




Was ist die am häufigsten verwendete Filmszene im Popkulturkalender?
A) Die Halleluja-Sexszene aus Watchmen
B) Goldfingers Versuch James Bond zum reden zu bringen
C) Die Explosion des Todessterns
D) Die Szene aus Citizen Kane mit dem Schlitten


Lösung



Welcher Film ist so gut wie kein anderer?
A) Transformers
B) Surf Nazis Must Die
C) Gina Wild 4 - Jetzt wirds schmutzig
D) Citizen Kane


Lösung



Welcher Musiker ist einer der schrecklichsten der Welt?
A) Sting
B) Sting
C) Sting
D) Phil Collins


Lösung



Was hat der amerikanische Erfinder Harold von Braunhut erfunden?
A) Die Evolution
B) Urzeitkrebse
C) Das Fernsehen
D) Den Popkulturkalender


Lösung


2. September 2010

Hinter jedem großen Minipliträger steht ein großer Metzgersjunge

Deutsche Metzgersöhne haben irgendwie ein Talent in den Medien groß zu werden. Lange vor Stefan Raab wurde Horst Nussbaum alias Jack White zu einem der erfolgreichsten deutschen Musikproduzenten. Nie gehört? Macht nix, denn 70. wird er trotzdem. Die von ihm produzierten Lieder aber sollte man aber im Ansatz kennen. Als passionierter Fußballer produzierte er die ultimative Fußball-Hymne "Fußball ist unser Leben". White steckte auch hinter dem Erfolg von Tony Marshall, für den er u.a. "Schöne Maid" schrieb, für Roberto Blanco "Heute so, Morgen so", für Jürgen Marcus "Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben". Geschätzt haben wir Jack White ca. 25% des Schlagervolumens der 70er und 80er zu verdanken. Für Tony Marshall schrieb er auch den späteren Welthit "Auf der Straße nach Süden". Die deutsche Fassung ist garnicht so bekannt, die englische jedoch schon. Ende der 80er bereitete White nämlich die Karriere eines amerikanischen Schauspielers vor. Na von wem könnte ich denn da wohl reden? David Hasselhoff natürlich. Jack White hat die Gesangskarriere David Hasselhoffs begründet, und dafür gesorgt, dass David die Mauer zu Fall bringen konnte. "Auf der Straße nach Süden" wurde zu "I've been looking for Freedom". Wenn man mal eine große Samstag Abendshow sieht und ein "Jack White"-Musiker auftritt kommt es übrigens oft vor, dass Jack White im Publikum sitzt. Vorallem bei Johannes Heesters bei "Wetten dass?".





Der Mann am Klavier müsste Jack White sein.








Hier noch ein halbstündiges Interview beim ZDF

1. September 2010

Rocket-Science

Der erste Science-Fiction-Film der Welt war nicht etwa über einen Verrückten Wissenschaftler oder ein riesiges Monser, oder gar Krieg in einer fernen Zukunft. Nein er handelte von "Der Reise zum Mond". Der Film von Georges Méliès beschreibt die Reise der ersten Astronauten zum Mond und stammt aus dem Jahr 1902. Die Geschichte des Films basiert sowohl auf Jules Vernes "Von der Erde zum Mond" als auch auf H.G. Wells "Die ersten Menschen auf dem Mond". Bemerkenswert ist, dass der Film ein Grundprinzip von Science-Fiction-Filmen erschuf. Sie sind meist teuer, technisch aufwändig und machen einen riesen Reibach. Méliès setzte damals schon Stop-Motion, Doppelbelichtungen und Pyrotechnik ein. Das bekannteste Bild des Film ist wohl das des anthropomorphen Mondes dem die Rakete im Auge steckt. Der Stil des Films wird häufig zitiert und aufgenommen, wenn man versucht wirklich alte Filmästhetik rüberzubringen.







31. August 2010

Weimarer Pop

Am 31. August 1928 wurde das erfolgreichste Stück deutscher Popgeschichte aufgeführt: "Die Dreigroschenoper" von Bert Brecht und Kurt Weill. Das Lied mit dem größten Erfolg war natürlich "Die Moritat von Mackie Messer", die sogar zu einem Jazz- und Swingstandard wurde. Gesorgt hat dafür Louis Armstrong (Trompete nicht Mond) Als er das Stück 1955 zum ersten Mal spielte. Die gesamte Oper war aber zuvor schon zum Welterfolg geworden. Die Weimarer Republik hatte sie bereits nach einer eisigen halben Stunde im Sturm erobert. Leonard Bernstein ließ 1951 das Stück von Marc Blitzstein als "Three Penny Opera" ins Englische übersetzen. 1952 wurde es dann auf Englisch mit Lotte Lenya (welche seit 1935 mit Kurt Weill in den USA lebte) in der Rolle der "Seeräuber Jenny" uraufgeführt. So kam es zum Welterfolg von "Mack the Knife". Die Neuaufführung der Dreigroschenoper mit Lotte Lenya brach mit über 2500 Aufführungen den damaligen Aufführungs-Rekord.







Bobby Darin stand das Lied am besten.




Pantaus Bruder hat auch eine Version gemacht...


Oh Gottogottogott... Helmut Frotti singt den "Ich starr dir in die Augen und mache eindeutige Hanbewegungen"-Song




30. August 2010

Oasenfalle

So meine Freunde, heute machen wir mal ein Experiment. Ich möchte jetzt, dass ihr das Lied "Don't look back in anger" von Oasis singt. Und los:
"Today is gonna be the day
That they're gonna throw it back to you
By now you should've somehow..."

Richtig? Nee, das war falsch, denn das war ja "Wonderwall". "Don't look back in anger" geht so:
"Slip inside the eye of your mind
Don't you know you might find
A better place to play"

Das nennt man dann die Wonderwall-Falle, weil scheinbar jeder den man nach einem x-beliebigen Oasis-Lied fragt sofort Wonderwall singt.
Übrigens wird das Debütalbum von Oasis heute 14 Jahre alt. Da wurde dann der große Britpop erfunden.
Die Entdeckung der Wonderwall-Falle stammt übrigens nicht von mir, sondern von Freunden (allen voran Gesine), die die Falle am Silvesterabend 2009 entdeckten. Es ist ein feiner Partyspaß.

Foto: http://www.flickr.com/photos/freschwill/44256675/ CC-BY-SA-2.0


So ein gutes Lied!






Kann man auch nehmen anstelle von "Don't look back in anger"


29. August 2010

29. August 1997 - Judgement Day



























Foto: TheAlieness GiselaGiardino²³ CC-BY-SA