10. April 2010

3 Dimensional zu spät

Nun hab ich ihn doch glatt zum ersten Mal nicht geschafft, den Kalender. Dennoch hier eine kleine Retrospektive des 3D-Films:













Morgen mehr und pünktlicher!

8. April 2010

Maaaaaajaaaaaa!

1926 kam der Film "Die Biene Maja und ihre Abenteuer" in die Kinos. Der Film basierte auf Waldemar Bonsels Kinderbuchklassiger des selben Titels. Viel bekannter ist die Biene Maja natürlich durch die Trickfilm/Anime-Serie "Die Biene Maja". Die Serie entstand in einer Zusammenarbeit von ZDF und ORF mit dem japanischen Animationsstudio "Zuiyo Enterprise". Die selbe Verbindung brachte schon "Pinnochio" und "Wickie und die starken Männer" hervor. Alles auf bestreben von Josef Göhlen, dem damaligen Leiter des ZDF Kinderprogramms. Dieser entwickelte mit dem Hanna Babera Zeichner Matt Murphy die Figuren der Serien, und ließ diese dann in Japan zeichnen. Wie es sich natürlich für Deutschland in den 70ern gehörte mit Geld von Leo Kirch.
Murphy zeichnete auch die Figurendesigns für "Wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen" und "Alice im Wunderland". Später arbeitete er noch an den "Duck Tales" mit.
Flip und Willi wurden übrigens nur für die Zeichentrickserie erfunden. Im Buch von Bonsels tauchen sie nicht auf. Die vielzitierte Stubenfliege "Puck" hingegen schon.
Am bekanntesten ist natürlich das von Karel Gott gesungene Titellied. Der goldene Schlagerschinken aus Prag war zufälligerweise im selben Studio als der Komponist Karel Svoboda auf seinen Sänger für das Lied wartete. Leider tauchte dieser nicht auf, und er bat seinen Freund Karel Gott kurz das Lied einzusingen. Svoboda schrieb übrigens auch die Titelmelodien zu "Nils Holgersson", "Pinnochio" und (mein Favorit) "Wickie und die starken Männer".





Karels aufgeppete 1994er Fassung...




Was summens denn da?


Dank an Aline für dieses Schmankerl:

7. April 2010

Hier wird niemand gesteinigt! Selbst wenn jemand LEGO sagt.

Ole Kirk Christiansen wäre heute 119 Jahre alt geworden. Der dänische Schreiner ist verantwortlich für die wohl wichtigste Erfindung der Spielzeuggeschichte. Kleiner Tipp: Er hat nicht die H0-Spur erfunden. Nein, er hat natürlich den LEGO-Stein erfunden. Christiansen bastelte erst Holzspielzeug, und kam dann auf die Idee die kleinen Steine zu basteln.
LEGO (und all seine Kopien) hat mittlerweile die (Spiel-)Welt verändert. Kaum ein Junge ist heute ohne die Stücke aufgewachsen, und jeder erkennt die Spielfiguren schon an ihrer Form.
LEGO inspirierte sogar zu den "Brickfilmem" einer eigene Filmkultur, und tauchen auch immer wieder in der Popkultur auf.
Im Gegenzug taucht auch Popkultur mitlerweile in LEGO auf. Viele unterschiedliche Merchandising-Reihen zeigen. So gibt es alles von "Star Wars" bis "Harry Potter" als LEGO-Sets. Aber eigentlich spiegelt damit LEGO nur wieder, was Kinder schon immer damit gemacht haben: Geschichten spielen. Und natürlich beinhalten solche Spielereien auch Popkultur. Da schien es sicher eine gute Idee den Kindern den Todesstern gleich komplett zu verkaufen. Dann brauchen sie ihn nicht selber zu bauen.

Foto: Alan Chia





Das LEGO Konzentrationslager wurde vom polnischen Künstler Zbigniew Libera hergestellt. Es ist (zum Glück) kein offizielles LEGO-Produkt und ziemlich kontrovers.











"Art Craziest Nation" ist eine Ausstellung der "Little Artists" in der die Künstler berühmte Kunstwerke in LEGO nachbauen. Hier Damien Hirsts eingelegter Haifisch.


6. April 2010

The Man with the positronic brain

Der amerikanische Science-Fiction Autor Isaac Asimov starb heute vor 18 Jahren. Asimov gilt nicht umsonst als einer der bekanntesten und einflußreichsten Science-Fiction-Autoren. Asimovs Hauptthema waren Roboter. Er schrieb verschiedenartige Geschichten über Roboter und ihren Umgang mit Menschen. Die vom Titel her bekannteste dürfte "I, Robot" sein. In dem Buch beschreibt er auch die Robotergesetze, welche in der Science-Fiction früh weite Verbreitung fanden:
  1. in Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
  2. Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
  3. Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.
Desweiteren beeinflussten seine Werke den literarischen Umgang mit Robotern. So erfand er auch die Worte "positronisch", "Robotik" (Übrigens Ursprung des Namens des einstigen Modemherstellers "U.S. Robotics".
Der studierte Biochemiker Asimov schrieb jedoch nicht nur Science-Fiction, er verfasste auch einige populärwissenschaftliche Texte, Lehr- und Sachbücher.

Der Film I, Robot mit Will Smith hat mit Asimovs Buch übrigens fast nix mehr zu tun. Das durchgängige product-placement entstammt ebenfalls nicht der Buchvorlage.


Noch eine laue Verfilmung von einem seiner Bücher sowie einer Kurzgeschichte des selben Titels: "The Bicentennial Man".



Teil 2




Teil 2

Auch in der "Raumpatrouille" kamen Asimovs Gesetze vor.


In der Star Trek Episode "Datalore" wird Datas positronisches Gehirn als "Asimovs Traum" bezeichnet.

5. April 2010

Hey Peg!

Heute kam eine fette Frau in den Popkulturkalender. Sie wollte unbedingt etwas über Schuhe haben. Ich hab ihr gesagt, dass sie bei der NASA anrufen soll, da die die einzigen sind die in der Lage sind dieses technische Wunder zu vollbringen. Der Dodge ist auch ein technisches Wunder, es fehlen noch 600 Meilen bis zur Viertelmillion.
In der Fernsehzeitschrift steht, dass FOX in der TV-Saison '87 eine neue Fernsehshow namens "Married with Children" rausbringen will. Es geht um einen Schuhe-verkaufenden Versager namens Al und seine schreckliche Familie. Seine Frau läuft rum wie in den 60ern. Seine Tochter ist dumm, und sein Sohn genauso ein Versager wie er. Und 'nen Hund haben sie auch. Wer soll sich denn das angucken? Marcy das Huhn? Kommt heute eigentlich "Psycho Dad" oder "Hondo"? Hat deine fette Mutter angerufen? Lebt sie immer noch? Oder frisst man jetzt fette Menschen in Wanker-County?















4. April 2010

Laufschrift mit 162 PS

"Knight Rider...a shadowy flight into the dangerous world of a man who does not exist. Michael Knight, a young loner on a crusade to champion the cause of the innocent, the helpless, the powerless in a world of criminals who operate above the law."

So begann die Fernsehserie "Knight Rider", welche Heute vor 24 Jahren endete. Die Serie förderte die technische Fantasie einer ganzen Generation von Jungs, und machte David Hasselhoff, in Deutschland, weltberühmt. Ein sprechendes, intelligentes und vorallem selbstbewusstes Auto, das mit einer Casio-Armbanduhr kontrolliert werden konnte. Die meisten hatten schon eine Casio-Armbanduhr. Fehlte nur noch der Trans-Am und ca. 250 Jahre technologischer Fortschritt, Unmengen von Geld, und ein kleines Wunder. Immerhin zum sprechen hat man das Auto von heute gebracht. Selber fahren kann es auch noch nicht so richtig klasse, und nen Schleudersitz ist noch nichtmal im Sondermodell enthalten. Und egal wie oft ich in meine Casio-Uhr "Turbo Boost" spreche, beim Opel Astra ist bei 188km/h Schluss.

'One man can make a difference, Michael.' Michael Knight, a lone crusader in the dangerous world... the world of the Knight Rider."

Foto: Sippel2707










3. April 2010

"Wo ist die Butter?" murmelt Don Hollywood

Heute wäre Marlon Brando 86 Jahre alt geworden. Der Schauspieler galt als einer der wichtigsten Vertreter des "Method acting". Nach einer leicht chaotischen Schullauftbahn begann Brando Schauspiel an der "New School" zu studieren. Bei der bekannten Schauspiellehrerin Stella Adler lernte er das Stanislawski-System. Mitte der 40er Jahre verschaffte sich Brando dann einige Rollen am Broadway, bis er in Elia Kazans Inszenierung von "Endstation Sehnsucht" mitspielte. Die Rolle machte Brando am Broadway populär. Die Verfilmung des Stücks machte ihn weltberühmt. Für die Rolle des Stanley Kowalski wurde er für den Oscar nominiert. Ebenso für die folgenden drei Jahre, für die Filme: "Viva Zapata!", "Julius Caesar", und "Die Faust im Nacken".
In den 50er und 60ern nahm Brando diverse Rollen an, auch solche die das Publikum nicht unbedingt von ihm erwartet hätte. So spielte er "Sky Masterson" in "Guys and Dolls" oder einen Nazi-Offizier in "The Young Lions".
1972 kam dann "Der Pate". Der Autor Mario Puzo hatte sich schon immer vorgestellt, dass Don Vito Corleone von Brando verkörpert wird. Auch Francis Ford Coppola war von Brando als Pate begeistert, und überzeugte Paramount Pictures, davon dass der Mann mit den Wattebäuschchen im Mund der Richtige ist. Zu dieser Zeit war Brando schon leicht exzentrisch. Seinen gewonnen Oscar lehnte er ab, schickte aber die indianische Aktivistin Sacheen Littlefeather mit einem 15 Seiten langen Brief zur Verleihung. Sie improviesierte nur ein Paar Sätze auf der Bühne, verlas den Protest gegen die Behandlung und Darstellung von amerikanischen Ureinwohnern in gänze vor der Presse.
1973 erschien dann "Der letzte Tango in Paris". Auch hierfür wurde, trotz des Skandals um den Film, Brando wieder für den Oscar nominiert.
1977 begannen dann die Dreharbeiten zu "Apokalypse Now". Erwartet wurde ein schlanker, fitter Marlon Brando welcher das Buch "Heart of Darkness" gelesen hatte. (Um seine Rolle auch zu verstehen). Aufgetaucht ist dann ein fetter unvorbereiter Brando. So kam es auch, dass Coppola die Figur des Colonel Kurtz beschnitt, und die Dialoge improvisiert wurden.
Das beste Geschäft und die letzte große Rolle Marlon Brandos war wohl in "Superman". Brando spielte Supermans Vater Jor-El und bekam für die zwei Wochen Dreharbeiten 3,7 Mio $ und nur unter der Bedingung, dass er das Drehbuch nicht lesen muss, und seine Textzeilen neben der Kamera angezeigt wurden. In den 90ern spielte er noch ein Paar Rollen, die meist nicht so begünstigt wurden. Vorallendingen für die Hauptrolle in "Die Insel des Dr. Moreau" wurde Brando gescholten.












Teil 2



2. April 2010

Genuine Class

Heute vor 10 Jahren starb Alec Guinness. Der britische Schauspieler ist den meisten am besten bekannt als Obi-Wan Kenobi. Neben dem vor-vorletzten lebenden Jedi spielte er aber auch andere Rollen. Sein Durchbruch gelang ihm mit dem Film "Adel verpflichtet", indem er acht Rollen spielt. Diese acht Mitglieder des britschen Hauses d'Ascoyne werden im Laufe des Films alle ermordet.
Guiness war danach auf britische Komödien gebucht. So spielte er den Bandenchef Prof. Marcus in dem Film "Ladykillers", welcher später mit Tom Hanks in der Rolle des Prof. Marcus neu-verfilmt wurde.
Guinness Karriere Umschwung kam mit dem Film "Die Brücke am Kwai". Seine Darstellung des Colonels Nicholson machte ihn international als Charakterdarsteller bekannt. So folgten Rollen in "Lawrence von Arabien", "Doktor Schiwago", "Der kleine Lord" und "Hitler - Die letzten Zehn Tage". Dennoch wurde Guiness in den 60er und 70er Jahren immer mehr von jüngeren Charakterdarstellern wir Peter O' Toole oder Richard Burton verdrängt.
1977 kam dann Star Wars in die Kinos, und Guinness wurde für die Darstellung von Obi-Wan Kenobi gefeiert. Vorallendingen von den Fans. Diese mochte Guinness aber nicht so recht, denn er fand den Kult um ihn und die Gleichsetzung von ihm und Kenobi unangenehm.










Teil 2

1. April 2010

In eigener Sache

Liebe Freunde des Popkulturkalenders,

es wird sich in Zunkunft einiges ändern, denn der Popkulturkalender wird umziehen. Nach längeren Verhandlungen mit dem Axel-Springer-Verlag wird der Popkulturkalender in Zukunft die beliebte Kolumne "Post von Wagner" in der BILD ersetzen. Der beliebte Journalist und Kolumnist Franz-Josef Wagner wird demnächst in Rente gehen. Für die nächsten 2-3 Wochen werden hier noch täglich Artikel erscheinen, danach wird der Popkulturkalender täglich in der gedruckten BILD am Kiosk erhältlich sein, sowie online auf Deutschlands beliebtestem Nachrichtenportal bild.de.
Es waren schöne Zeiten hier auf Blogger, und es werden sicher noch schönere bei BILD.de, denn dort wird es möglich sein alle relevanten Ausschnitte von den Content-Produzenten zu lizensieren und online zu stellen.
Geplant sind auch Ausflüge mit zugehöriger Videokolumne. So ist in Planung eine Tour durch die USA zu machen, um die immer währende Begeisterung der Amerikaner für Gilbert & Sullivan zu erklären. Auch Interviews mit Personen des popkulturellen Zeitgeschehen (Lady Gaga, Sting, Chris Martin, Michael Bay, Kai Diekmann, Sting, Shia LaBöff, Sting, Phil Collins usw.) wird es geben.

Deshalb:
Vielen Dank für eure bisherige und zukünftige Aufmerksamkeit.

Merlin

31. März 2010

Bestell noch Heute!

Das große
"Harold von Braunhut"-Set!!!

Zum 84. Geburtstags des Erfinder, Geschäftsmanns und Rennfahrers gibt es jetzt alle seine großen Hits in einem Paket!

Das große Paket kostet nur 19,95€ (zzgl. Versandkosten).

Dieses unglaubliche Angebot hat folgende Bestandteile:


1. Die fantastische Röntgenbrille!
Die Brille funktioniert völlig ohne Röntgenstrahlung. Sie ist nur ein Pappkarton mit zwei Löchern. Diese Löcher sind so positioniert, dass sich das Licht ein wenig bricht und durch die optische Doppelung es so erscheint, als könne man durch die Oberfläche von Dingen sehen.

2. Die verrückten Krabben!
Waren stinknormale Einsiedlerkrebse. Wenn man die Tierchen nicht grade im Versandhandel bestellt, sondern sie bemüht pflegt können sie Jahrzehnte alt werden.

3. Das unglaubliche Haarwuchs Monster!
War auch nur ein Stück bedruckter Karton auf dem ein Monster aufgedruckt war. Wenn der Karton mit Wasser in Berührung kam wuchsen auf ihm kleine Kristalle.

4. Den unsichtbaren Goldfisch!
Der immer unsichtbar bleibt, was vorallendingen daran liegt, dass er nicht existiert!

5. Die weltberühmten Urzeit-Krebse!
Die jeder aus dem YPS-Heft kennt. In Wirklichkeit sind das normale Salinenkrebse, welche sich in Kryptobiose befinden. Die kleinen waren so populär, dass der Astronaut John Glenn 400 Millionen Stück davon in den Weltraum mitnahm. Und es gab ein Videospiel und eine Fernsehserie, in der die Urzeitkrebse mit den Menschen interagieren.


Foto: Claudio Lobos







30. März 2010

Mother Muzak

Astrud Gilberto wird heute 70 Jahre alt. Astrud Gilberto ist die Stimme die man bis ans Ende der Zeit hören würde, wenn die Hölle eine unendliche Fahrstuhlfahrt ist. Sie ist nämlich die Sängerin des Songs "The Girl from Ipanema", dem absoluten Fahrstuhlmusik-Klischee. Es gibt genug andere "Muzak"-Lieder die in Fahrstühlen gespielt werden, aber "The Girl from Ipanema" ist die unbestrittene Königin des belanglosen Hintergrundgedudels. Die Dame rechts ist übrigens "The Girl" und nicht Frau Gilberto. Helô Pinheiro war die angebliche Inspiration für das Lied. Aber stimmen tut es nicht. Vinícius de Moraes und Antônio Carlos Jobim schrieben das Lied eigentlich für ein Musical. Erst später sahen die beiden Pinheiro am Strand von Rio entlaggehen und dichteten ihr das Lied an.
Im allgemeinen wird spekuliert, dass diese "Fahrstuhl-Tradition" auf den Regisseur John Landis zurückgeht, im speziellen auf "Blues Brothers". Die Fahrstuhlszene in Blues Brothers ist recht populär und ist eben mit dem Lied unterlegt. So entstand dann wohl auch die Tatsache, dass in Fahrstühlen in Film und Fernsehen immer Muzak in irgendeiner Fassung läuft.

Foto: Sérgio (Savaman) Savarese

Hier die bekannte Version von Astrud Gilberto mit Stan Getz








Genau hinhören!


Die Fahrstuhlmusik aus "System Shock".




29. März 2010

Limonadschik

Ich will hier ja gar keine Werbung machen oder so, aber dennoch wird Coca-Cola heute 114 Jahre alt. Und wenn man ehrlich ist braucht das vermutlich bekannteste Produkt der Welt den Platz hier eh nicht. Und wenn ich ehrlich bin mag ich das Zeug. Aber das nur am Rande. Also: Vor 114 Jahren rührte John Pemberton seine Limonade zusammen, zum ersten Mal, in seinem Vorgarten.
Das Coca-Cola vermutlich auf der ganzen Welt zu kriegen ist wird keiner bestreiten. Das Foto rechts ist ein Cola-Automat der auf dem Space Shuttle Endeavour mitflog. (Eine Dose Pepsi und eine Dose Coke flogen bereits 1985 auf der Challenger mit.)
Coca-Cola hatte auch Einfluss auf die Popkultur. So gibt es immerhin drei Filme in denen Produkt bzw. Konzern eine zentrale Rolle spielen und ein paar Lieder in denen es Erwähnung findet. Von dem berühmten Cola-Flaschen-Design, und dem Märchen vom Cola-Weihnachtsmann mal abgesehen. (Nein, die Firma hat weder den Weihnachtsmann erfunden, noch sein aussehen. Nur Limonade und Fanta.)
Natürlich gibt es auch genug Kritik an dem Laden. Angefangen mit dem hohen Zuckergehalt und aufgehört mit der Ermordung kolumbianischer Arbeiter um Löhne zu drücken.

Foto: RadioFan

One, Two, Three - Ein Billy Wilder Film über einen Coca-Cola-Manager der nach West-Berlin versetzt wird.


Eric Roberts versucht im Outback rauszufinden warum ein kleiner Ort keine Cola konsumiert.


"Die Götter müssen verrückt sein." - Ein Zeitvertreib in vielen ausgefallenen Schulstunden.


Bei 58 Sek: He got monkey finger he shoot coca-cola


Dieser Song landete durch den Spot in den Top 20 der Billboard Charts.


Und natürlich das Lied das uns seit 9 Jahren das Weihnachtsfest verzuckert.


Die "Cola-Wars" der 80er und 90er, also die Zankereien um Marktvorherrschaft in den USA, fanden auch in "We didn't start the fire" Erwähnung.

28. März 2010

Please keep off the grass

Heute vor sechs Jahren starb Peter Ustinov. Das multikulturelle Multitalent begann seine Schauspielkarriere nur um der Schule zu entfliehen und spielte kurz vor dem zweiten Weltkrieg im Player's Theatre in London.
Im Zweiten Weltkrieg diente er als Soldat, zeitweise als Assistent für David Niven. Er spielte auch in Propaganda Filmen wie "One of Our Aircraft is Missing" mit. Nach dem Krieg begann er auch Stücke zu schreiben. So wurde "The Love of Four Colonels" sein erster Erfolg. Seine Schauspielkarriere war mit Nero in "Quo Vadis" und "Wir sind keine Engel" schon etwas weiter. 1960 und 1964 gewann er jeweils den Oscar für die beste Nebenrolle. Jeweils für "Spartacus" und für "Topkapi". Ab 1978 gab er dann den "Hercule Poirot" den franzö...belgischen Detektiv in den Verfilmungen der Bücher von Agatha Christie.
1984 drehte Ustinov eine Dokumentation für das irische Fernsehen, und sollte dafür Indira Ghandi interviewen. Das wurde die letzte Verabredung von Indira Ghandi. Auf dem Weg zu dem Treffen mit Ustinov wurde sie erschossen.
In seinem Privatleben engagierte sich Ustinov sehr für die UNICEF, und sortierte seine Prioritäten dementsprechend. Erst kam die UNICEF und dann die Schauspielerei.
Aufgrund Ustinovs kultureller und intellektueller Vielseitigkeit wurde er oft als moderner Universalgelehrter gesehen.
Foto: Allen Warren


Lt. Aldo Raine aus "Inglourious Basterds" wurde übrigens nach Aldo Ray benannt.







Teil 2

27. März 2010

Cinema, Motherfucker! Do you speak it?

Ich machs mir heute einfach: Quentin Tarantino hat heute Geburtstag. Keine Begründungen nötig. Der Chefzitierer des amerikanischen Actionkinos wird 47 Jahre alt. Wir rühren dafür mal kräftig in seinem Filmischen schaffen. Sein Leben ist nämlich nicht so interessant. Tarantino ist mit 15 von der Schule abgegangen, hat mit einem Freund angefangen Filme im Hinterhof zu drehen. Irgendwann besuchte er dann eine Schauspielschule in Tuluca Lake. Später arbeitete er in einer Videothek und hat den ganzen Tag mit Roger Avary über das Kino und Filme diskutiert.

Foto: pinguino k

Auf Anraten Lawrence Benders schrieb Tarantino ein Drehbuch. 1987 wurde daraus "My Best Friend's Birthday", welcher die Basis für "True Romance" bildete. Die letzte Filmrolle wurde leider von einem Laborfeuer zerstört.


1992 erschien dann "Reservoir Dogs", welcher auf dem Sundance Film-Festival ein Renner wurde. Tarantino wurde über Nacht berühmt. Das Drehbuch zum Film schrieb er in nur dreieinhalb Wochen, und Harvey Keitel war so begeistert, dass er den Film mitfinanzierte.


Tarantinos zweites verkauftes Drehbuch war "True Romance", welches ja aus "My Best Friend's Birthday" entstandt. Regie führte Tony Scott.


Gleich darauf folgte Tarantinos Meisterstück "Pulp Fiction". Er schrieb zusammen mit Roger Avary die Geschichten und machte daraus ein Drehbuch. Die Tatsache dass Jules Winnfield grade aus Amsterdam zurückkommt hängt damit zusammen, dass Tarantino das Drehbuch schrieb als er in Amsterdam war. Er wusste also Bescheid über Pommes mit Majo und "Lé BigMac".


Verkauftes Drehbuch Nummer 3 ging dann gleich an Oliver Stone, der aus dem Drehbuch "Natural Born Killers" machte. Tarantino bekam immerhin noch einen Credit für die Geschichte.


Im Episodenfilm "Four Rooms" drehte Quentin Tarantino die letzte Episode "The Man from Hollywood". Diese ist eine Hommage an eine Episode von "Alfred Hitchcock präsentiert" mit Steve McQueen, welche wiederum auf einer Kurzgeschichte von Roald Dahl basierte.




Danach schrieb Tarantino die Drehbuchadaption für "From Dusk till Dawn" in dem er ja dann auch eine der Hauptrollen spielte. Der Film ist übrigens in allen deutschen Fassungen bis zur Sinnenstellung geschnitten (v.a. in der 16 TV-Fassung). Robert Rodriguez führe Regie. Robert Kurzman schrieb die Geschichte.

Tarantino produzierte aber immerhin Teil 2 und 3.

1997 erschien dann "Jackie Brown" welcher auf dem Buch "Rum Punch" basierte. Tarantino schraubte ein bisschen an der Geschichte, den Charakteren und am Rest herum. Heraus kam dann die Blaxploitation-Hommage, welche Pam Griers Karriere noch einmal aufflackern ließ.


Nach sechs Jahren Wartezeit erschien dann "Kill Bill". Tarantinos und Uma Thurmans Hommage an "Martial Arts"-Filme aller Couleur und hauptsächlich den verstorbenen "David Carradine".


2007 erschien dann "Death Proof". Ein Recycling und eine Hommage an die Exploitation-Filme und das sog. Grindhouse-Kino der 1970er Jahre in den USA.


Im vergangenen Jahr kam dann "Inglourious Basterds" in die Kinos, in welchem Tarantino zumindest noch den Titel von Enzo Castellaris "Inglorious Bastards" verwendet. Für den Film holte Tarantino übrigens Mr. Zeitmaschine Rod Taylor aus dem Ruhestant, und verschaffte Christoph Walz eine Ladung Weltruhm.





Dieses Jahr wird Quentin Taratino Schlaubi Schlumpf im Film "Die Schlümpfe" sprechen. Ich freu mich. Und 2014 erscheint der dritte Teil von Kill Bill.

26. März 2010

Einmal die große Sorbas-Platte, Herr Sarikakis!

Heute vor 45 Jahren kam "Alexis Sorbas" in die deutschen Kinos. Der Film mit Anthony Quinn über den Griechen Alexis Sorbas gilt als einer der erfolgreichsten Filme überhaupt. Viel spannender und eher von Belang ist hier die Tatsache, dass der Film das Bild von griechischem Brauchtum und von griechischer Musik beeiflusst hat, denn für den Film schrieb Mikis Theodorakis das Lied "Zorbas Dance". Für das Stück choreographierte Giorgos Provias den vermutlich einzigen bekannten griechischen Tanz den "Sirtaki". Oder kurz gesagt: Alles was man hier im Allgemeinen über griechische Kultur weiß stammt aus einen Film der 1964 gedreht wurde. Der Rest vom Griechen um die Ecke.
Der Sirtaki besteht übrigens aus schnellen wie langsamen Elementen des sog. "Hasapiko"-Tanzes (Hasapiko bedeutet übrigens Schlachter.), welcher in den ehemaligen Gebieten des Osmanischen Reiches sehr verbreitet ist. Der Name "Sirtaki" leitet sich von "Syrtos" ab, was eine Gruppe von kretischen Tänzen beschreibt. Die Tänzer ziehen sich dabei, jedoch verwendet der Sirtaki auch Elemente der "Pidikhtos"-Tänze welche eher aus Sprüngen bestehen.





Boah... wie ich David Bongartz hasse! Nichtmal die Tatsache dass er aus Aachen kommt hilft.


EURODANCE GRIECHENRAVE!




Jugoslawisch-Ostdeutscher Oberindianer singt Alexis Sorbas.


Das musste ja kommen... Die Vorzeige-Griechen der deuschen Schlagerindustrie. Hoch das Bein!




25. März 2010

Ein Rätsel

So ziemlich immer und dauernd wird sie irgendwo von einer Gymnasiumsklasse gespielt. Sie wird nie parodiert nur zitiert (und das tut sie ja selber schon genug). Und jeder kennt mindestens ein Lied aus ihr. Menschen feiern sie immer wieder, in München sogar jeden Tag. Sie machte einen Schauspieler als Sänger bekannt, der eigentlich Schauspieler ist, aber alle kennen ihn als Sänger. Selber schuld. Ihr Erfinder taucht so mehr am Rande auf, und das hat sich nicht mehr geändert, aber Geburtstag hat er heut. Ihr Protagonist hat fast schon mal goldene Himbeeren gesammelt, Kinder gejagt und Sean Connery verraten. Nur die Frau hatte danach noch eine Karriere. Der Mann drehte eine ganze Stadt zusammen mit Verwaltungsangestellten der höheren Laufbahn, Cameron und einem zittrigen Zeitreisenden. Wenn man sie sieht gibt es Reis, Reis, Baby. Sie wird oft kopiert, und meistens nicht erreicht. Und es geht um steinigen Schrecken. Wer ihr Protagonist sein will braucht lange Strümpfe und rasierte Beine. Wisst ihr wen ich meine?
























Lösung



24. März 2010

Ein Prisma ist in der Optik ein Hilfsmittel für die Reflexion oder Spektralfarbenzerlegung von Licht.

Roger Waters lebte mit seitem Kumpel Dave Gilmour und ihren Freunden Richard Wright und Nick Mason in der weiten Landschaft von England. So weit das Auge reichte, gab es nur graue Einöde, ohne Blumen und ohne Bäume. Ihr Haus war das einzige Haus weit und breit, und es war winzig. Es bestand nur aus einem einzigen Raum, in dem ein Mischpult und einige Stühle standen. Dann gab es noch einen Schlagzeugt für den Sound, einen Synthesizer und zwei Saiteninstrumente.

An den Saiteninstrumenten standen Dave Gilmour und Rogers Waters, und am Schlagzeug saß Nick Mason. Das Häuschen hatte weder Dachboden noch Keller. Es gab aber eine Falltür im Fußboden, die zu einem engen dunklen Loch führte, das auch "Abbey Road Studios" genannt wurde. Hierhin flüchteten sich Dave, Richard, Nick und Roger Waters, wenn eine der gefährlichen Aufnahmesessions über das Land tobte.

Wenn Roger Waters aus der Tür blickte, sah er nichts als endlose graue Landschaft. Nachbarn gab es nicht. Die Sonne brannte unbarmherzig vom Himmel und dörrte den Boden aus, so dass er rissig und trocken war. Das Gras verbrannte in der glühenden Hitze, und das Haus, das einmal frisch und bunt gestrichen gewesen war, sah nach Jahren der Sonne und des Regens ebenso grau und trostlos aus wie alles hier.

Die harten Jahre in der Steppe hatten ihren Ex-Bandleader Syd Barret müde und blass werden lassen. Er war fett und ernst und lächelte nur selten. Auch sein Nachfolger David Gilmour war ernst und streng. Er arbeitete den ganzen Tag schwer, und sein Gesicht war ebenso grau wie sein langer Bart. Wie Syd Barret lachte er nie und war auch ansonsten sehr schweigsam.

Was für ein Glück war es da für Roger Waters, dass es "The Dark Side of the Moon" gab. "The Dark Side of the Moon" war ihr erfolgreichstes Album mit seidigem schwarzen Cover und einem schönen, funkelnden Prisma. "The Dark Side of the Moon" begleitete Pink Floyd überall hin und war immer zu Späßen aufgelegt. Ohne ihn wäre Pink Floyd vielleicht genauso grau geworden wie Genesis, aber "Dark Side of the Moon" bewahrte sie davor mit seinen drolligen Einfällen. Die Menschen spielten es oft stundenlang und liebten es sehr.

Foto: (c) Capitol Records










23. März 2010

Japanese Cowboy

Stramme 100 Jahre alt wird Akira Kurosawa heute alt. Der japanische Filmregisseur hat das westliche Kino beeinflusst wie kein anderer Regisseur Asiens. Kurosawa drehte unter anderem "Die Sieben Samurai" und "Rashomon", welche das Kino stark beeinflussten.
Viele von Kurosawas Filmen wurden als Western-Remakes bekannt, und teils bekannter als ihre Originale. So wurde aus "Die Sieben Samurai" "Die glorreichen Sieben" und aus "Rashomon" "The Outrage". Rashomon war auch der Film, der das erzählen einer Geschichte aus verschiedenen Perspektiven populär machte. Filme die diesem Beispiel folgen sind zum Beispiel "Die üblichen Verdächtigen", "Hero" oder "Die Rotkäppchen Verschwörung". Kurosawas "The Hidden Fortress" hatte sogar Einfluss auf "Star Wars", denn C3POs und R2D2s Erzählperspektive orientiert sich ebenso am Film, wie die von Lucas verwendeten Übergänge.
Kurosawa selbst wurde jedoch auch von westlicher Kultur beeinflusst. So wurden einige seiner Filme von Shakespeare Stücken beeinflusst. "Ran" der als sein Meisterstück gilt wurde z.B. von "King Lear" beeinflusst. Er sagte übrigens über Ran, dass er glaube es sei der beste Film der je gemacht wurde. Er drehte auch Verfilmungen russischer Werke, wie z.B. "Der Idiot" von Dostojewski.
Kurosawa starb 1998 an einem Schlaganfall.












Teil 2 von 6

Immerhin haben sie nicht versucht Kurosawa zu vergewaltigen.

22. März 2010

Achtung, Achtung! Fernsehsender Paul Nipkow.

Das Medium Fernsehen wird Heute 75 Jahre alt, denn am 22. März 1935 begann der regelmäßige Sendebetrieb des Senders Paul Nipkow in Berlin. Zum Glück trug das Fernsehen nicht nur das "Bild des Führers", wie Reichssendeleiter Eugen Hadamovsky hoffte, in die Herzen der Menschen, sondern viele weit schönere Dinge als den "GröFaZ". Die Zahl der Fernsehgeräte im Raum Berlin stieg auf bis zu 500, davon ein Großteil in öffentlichen "Fernsehstuben", welche nicht nur wegen der Heizung gut besucht waren. 1944 war es dann auch schon wieder vorbei mit der massenmedialen Volksbelustigung, denn dem Sender ging wegen des Krieges das Personal aus.
Ich hatte jedenfalls immer viel Spaß mit dem Fernsehen, allen verklemmt-pädagogischen Unkenrufen zum trotz. Mal sehen wie die nächsten 75 werden!

Wenn man sich die Programmliste des Senders anschaut fällt einem auf, dass sich die Arten der Sendungen kaum geändert haben. Der Tenor zum Glück schon.


So, wir machen jetzt ne coole Fernsehschnipselmontage, dazu müsst ihr euch alle die ganze Zeit "We didn't start the fire" anhören.













Talk kommt von to talk, reden, das Ganze ist also eine Rederei

Teil 2



















































Achja... Günter Schabowski könnt ich den ganzen Tag zugucken wie er mit Hilfe des Fernsehens den Arbeiter- und Bauernstaat kaputt macht.






















Okay das sind jetzt eine halbe Million Videos, und es fehlt sicher noch eine ganze Million Stunden Fernsehmitschnitte, die wichtig oder bedeutend sind. Alles hier zusammenzusuchen im Gehirn und bei YouTube ist wohl eine Lebensaufgabe.