25. Februar 2010

Durschnittsdeutscher

Heute wäre Gert Fröbe 97 Jahre alt geworden. Fröbes Karriere begann mit einer im nachhinein Recht aussergewöhnlichen Rolle. Er spielte in dem Film "Berliner Balladen" die Rolle des "Otto Normalverbrauchers". Der Name der Rolle schaffte es als einer der wenigen Figurennamen (vielleicht der einzige) in die deutsche Sprache überzugehen. Man kann jedoch nicht sagen, dass das Fröbe unsterblich gemacht hat, denn um den Hintergrund des Otto Normalverbrauchers weiß ja kaum noch wer.
Der junge (und noch schlanke) Fröbe begann seine Karriere als Kulissenschieber im Stadttheater Zwickau, und arbeitete sich langsam hoch zum Schauspieler für Nebenrollen hoch.
Zwischen 1933 und 1935 geschah angeblich die sog. "Dresdner Anektdote". Fröbe arbeite dort als Theatermaler und traf sich mit dem damaligen Intendanten Erich Ponto um sich über Malerei auszutauschen. Kaum war Ponto angekommen begann Fröbe den "Faust" zu rezitieren, worauf Ponto angeblich rief "Hörn'se auf, hörn'se auf, Mephisto ist kein Sachse!".
Später nahm Ponto Fröbe, trotz seines Sächselns als Schüler an.
Im Jahr 1958 spielte Fröbe den Kindermörder in Dürrenmatts "Es geschah am helllichten Tag". Die Rolle brachte ihm auch internationale Engagements ein. So kam er auch an die Rolle des Bond Bösewichts Auric Goldfinger. Fröbe wurde jedoch für die englische Fassung neusynchronisiert. Sein Sächseln verschwand auch beim Englisch sprechen nicht. Von da an war er immer für die Rolle des typischen dicken Deutschen gebucht. In den 60ern spielte Fröbe zudem noch den Kommissar Lohmann in Remakes der "Dr. Mabuse" Filme von Fritz Lang.
Fröbe starb 1988 unerwartet an einem Herzinfarkt.

Foto: WDR.de

Immer wieder großartig! Immerhin mein Lieblings-Bond.


Dem Internet mangelt es doch arg an Schnipseln aus deutschen Nachkriegsfilmen.








24. Februar 2010

Schläfrig

Heute vor 11 Jahren kam der Tim Burton Film "Sleepy Hollow" in die Kinos. Eine gute Gelegenheit mal den Hintergrund der Geschichte zu erfahren. Bis ich den Film sah kannte ich diese sehr amerikanische Geschichte auch nicht, aber das gilt auch für "Sweeney Todd".
"The Legend of Sleepy Hollow" wurde 1820 veröffentlicht und von Washington Irving geschrieben. Dieser schrieb auch schon die Geschichte "Rip Van Winkle", welche auch zu den Standards amerikanischer Legenden gehört.
In der Legende von Sleepy Hollow verarbeitete Irving eine alte amerikanisch-deutsche Sage über einen kopflosen Reiter der Nachts durch die Wälder des Staates New York reitete. Man sagte der Reiter sei der Geist eines hessischen Soldaten. Die Hessen wurden von den Briten im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg eingesetzt, so kam der Hesse in den Wald. Irving wob dann noch die Geschichte von Ichabod Crane dem Lehrer aus Conneticut, der eines Abends nach einer Feier im Haus des reichen Farmers Van Tassel auf dem Weg nach Hause vom kopflosen Reiter verfolgt und entführt wird.
Tim Burton produzierte eine sehr liebevolle Variante der Geschichte, aber nicht die erste. Schon 1922 wurde der Stoff verfilmt. Es gibt auch eine Oper, mehrere Theaterfassungen (auch für Schulen). Der Ort "North Tarrytown" bennante sich übrigens 1997 in "Sleepy Hollow" um, denn auf dem lokalen Friedhof ist Washington Irving begraben.







In World of Warcraft kann man den Reiter sogar persönlich erledigen.


23. Februar 2010

Wahrnehmungsstörung

Heute vor 19 Jahren erschien der Oliver Stone Film "The Doors". Im Film zeigt Stone die Geschichte der 60er Rockband "The Doors", vorallem jedoch die Geschichte Jim Morrisons.
Die Band wurde 1965 von Morrisson und Ray Manzarek am Strand von Venice Beach gegründet. Lange suchte die Band nach einer Plattenfirma, fand jedoch keine. Die Aufnahmen wurden als unbrauchbar empfunden. Nach einigen Auftritten in kleineren Clubs bekam die Band einen Plattenvertrag mit Columbia Records, der relativ schnell wieder aufgelöst wurde. Auch Columbia hielt es für schwierig eine Platte mit den Doors zu machen. Die häfigen Auftritte in Clubs wie "Whiskey a Go Go" gaben der Band die Möglichkeit ihren eigenen Stil zu entwickeln, und dem schüchternen Morisson langsam zu einem Präsenzmonster zu mutieren. Ein Plattenvertrag mit Elektra-Records kam erst zustande, nachdem Morrisson eines Abends an "The End" die Zeile "Father, I want to kill you, Mother I want to fuck you" anhing. Von da an landete der Song auf dem Index der Radiosender und die Doors bekamen einen Vetrag. Kurz darauf erschien die LP "The Doors", welche der größte Erfolg der Band werden sollte. Von da an konnte sich die prominente und exzessive Persona Morrissons immer weiter in den Vordergrund schieben, bis von den Doors selber nichts mehr übrig blieb. Die Band machte immer wieder durch die Exzesse ihres Sängers Schlagzeilen. Bis zum Tod Morrisons 1971. Aufgrund einer richtigen Autopsy ist die genau Todesursache Morrisons unbekannt. Er war zu diesem Zeitpunkt 27 Jahre alt, und ist damit einer der Mitglieder des Club 27.
Der Name der Band entstammt übrigens Aldous Huxleys "The Doors of Perception".





Der Alabama Song ist übrigens eigentlich von Brecht.




Früher durfte man im US-Fernsehen das Wort "higher" nicht sagen. Nachdem Auftritt durften die Doors nie mehr in die Ed Sullivan Show.




In Miami hat Doors dann auch mal die Hosen runtergelassen. Kam auch nicht so gut...



*schauder* Der Typ vermittelt mir das Gefühl in dem Lied ginge es ums Bacardi trinken.




Schau an Joe Cockers Tochter...

22. Februar 2010

Andy Warhol isst einen Hamburger



Warhol starb vor 23 Jahren.

21. Februar 2010

Klick, wrrrp - Tschack!

Vor 63 Jahren stellte Edwin Land in New York die erste kommerzielle Sofortbildkamera vor. Die "Polaroid Land Camera" entwickelte sich zu Verkaufsschlager die ersten 57 produzierten Stück wurde innerhalb eines Tages verkauft. Bis zum Jahr 2001 war Lands Firma nicht aufzuhalten. Mit der Ankunft der Digitalkamera war der Vorteil von Polaroids verloren, und die Firma musste am 11. Oktober 2001 Gläubigerschutz anmelden.
Edwin Land war Wissenschaftler und Erfinder. Er hatte in Harvard studiert und forschte Lange an billigen Polarisationsfiltern (Filter die nur bestimmtes Licht durchlassen. Diese werden in allen LCDs verwendet. Zum Beispiel in Monitoren und Shutterbrillen für 3D-Filme etc.). Später kam er dann auf die Idee, wie man Mithilfe einer Positiv-Folie, einer Negativ-Folie und ein paar Chemikalien einen selbst-entwickelnden Rollfilm produzieren kann. Zwar waren die ersten Filme nur schwarz-weiß (bzw. sepia) aber erfreuten sich großer Beliebtheit. Nach dem Auslösen des Fotoapparates konnte man das Foto sofort entnehmen, musste aber wie beim Farbfilm noch etwas warten, und konnte dann die Negativ-Folie abziehen und hatte das fertige Foto.
Die alten Polaroidbilder im viereckige Format gelten immer noch als das Schnappschuss-Format. Oft genug sieht man in Serien Fotostrecken, welche aus Polaroids bestehen die Erlebnisse der Protagonisten illustrieren. Wenn irgendjemand ein Foto in der Hand hat, ist es ebenso fast immer ein Polaroid. Auch das hat sich mit der Ankunft der Digitalkamera, und vor allem der Handy-Kamera verändert. Heute sind die Fotos der durchzechten Nacht fast immer auf dem Handy oder Digitalkamera.
Es gibt ein Projekt um die Produktion der Polaroid-Filme wieder aufzunehmen.


















20. Februar 2010

Do it now:

Es muss irgendwann Anfang 2003 gewesen sein, als ich in einem Zugabteil dieses Buch las. Während ich es las, fraß es sich in meinen Verstand wie eine Rede Nixons über die Zukunft Amerikas. Die Menschen um mich herum merkten nicht was mit mir passierte, und was mit ihnen passierte, wie der Zug uns veränderte - oder veränderte das Buch mich? Konnten sie hören was ich las?

Genug davon... Hunter S. Thompson nahm sich heute vor 5 Jahren das Leben. Thompson schrieb den Roman "Fear and Loathing in Las Vegas", welcher sich in der Verfilmung mit Johnny Depp und Benicio del Toro vermutlich größerer Beliebtheit erfreut als das Buch.
Der Journalist Thompson erfand den sog. "Gonzo"-Journalismus. Nach seiner Armeezeit, während der er als Reporter für die Kasernenzeitung arbeitete, begann er als Schreibhilfe ("copy boy") für die Times in New York zu arbeiten wurde aber wegen "insubordination" gefeuert. Bei einer anderen Zeitung flog er auch raus, nachdem er einen Süßwarenautomaten beschädigte und einen Anzeigenkunden vergraulte. 1960 zog er dann nach Puerto Rico um für ein Sportmagazin zu arbeiten, welches kurz nach seiner Ankunft eingestellt wurde. Von da an arbeitete er als freier Journalist und kehrte 1961 in die USA zurück. Während dieser Zeit schrieb er die Romane "Prince Jellyfish" (nur Auszüge veröffentlich) und "The Rum Diary". In den 60ern schrieb Thompson dann ein Buch über die "Hells Angels", welches im die Redaktionstüren zu von größeren Magazinen öffnete. Für das Buch lebte Thompson ein Jahr lang mit den Motorrad Gangs, und war zudem einer der ersten die sich mit dem Phänomen beschäftigten.
Im Jahr 1967 schrieb er einen Artikel über die Gegenkultur der Hippies in den 60ern, und erkannte dabei, dass die Hippies überrannt wurden von Mitläufern denen es schlicht um Drogen und Sex ging. Seine Überlegungen zu den 60ern und dem Ende der Hippies führte er in "Fear and Loathing in Las Vegas" fort.
Nach einem kurzen Ausflug in die Lokalpolitik Aspens erfand Thompson mehr aus Versehen und reiner Not den Gonzo-Journalismus. Thompson sollte einen Artikel über das Kentucky Derby schreiben, aber geriet in Zeitnot, also schickte er der Zeitung immer wieder herausgerissene Seiten aus seinem Notizbuch. Der daraus entstandene Artikel "The Kentucky Derby Is Decadent and Depraved" wurde von Bill Cardoso als "gonzo" bezeichnet.
1970 fuhr er zusammen mit Oscar Acosta nach Las Vegas um einerseits eine Fotostory über das Mint 400 Rennen zu machen, andererseits Acosta über die Probleme in den Latino-Vierteln Los Angeles zu befragen.
Daraus wurde dann der Roman "Fear and Loathing in Las Vegas".
Nach der Veröffentlichung des Romans schrieb Thompson noch weitere Bücher, von denen aber nur "Kingdom of Fear" veröffentlicht wurde. 1980 kam "Where The Buffalo Roam" in die Kinos, eine sehr freie Verfilmung von "Fear and Loathing". Der Film floppte, und Thompson lebte danach einige Zeit auf Hawaii um über einen Marathon zu schreiben. ("The Curso of Lono")
Als 1998 die Terry Gilliams Verfilmung von "Fear and Loathing in Las Vegas" in die Kinos kam, gewann sein Werk wieder an Aufwind, und das Buch "The Rum Diaries" veröffentlicht.
Am 20. Februar 2005 erschoß sich Hunter S. Thompson in seinem Zuhause in Aspen.
Eine Verfilmung von "The Rum Diary" ist in Arbeit und wird dieses Jahr erscheinen. Wieder spielt Johnny Depp Hunter S. Thompson.










Teil 2







19. Februar 2010

...and it was rock!

Heute vor 30 Jahren starb Bon Scott. Scott (eigentlich Schotte) war Sänger der australischen Band AC/DC. Scotts Familie wanderte 1952 nach Australien aus. 1964 gründete er seine erste Band "The Spektors" bei der er Schlagzeug spielte und manchmal sang. Später verschmolzen "The Spektors" und eine andere Band zu "The Valentines", welche sogar zwei Hits vorweisen konnten. Nach der Auflösung der Valentines 1970 zog Bon Scott nach Adelaide und wechselte "Fraternity", einer "Progressive Rock"-Band. Nach einer Tour mit Fraternity setzt die Band aus und Scott wechselte zu einer weiteren Band. Nach einer der Proben für die Band hatte er einen Motorradunfall. Er verließ daraufhin auch diese Band. Erst 1974 lernte er bei seiner Arbeit als Fahrer und "Mädchen für Alles" die noch junge Band AC/DC kennen. Die Malcom und Angus Young waren mit ihrem eigenen Sänger Dave Evans unzufrieden (Er war ihnen zu sehr Glam-Rock.). Scott hatte zwar Interesse mitzumachen, wollte aber nicht Singen sondern Schlagzeug spielen, ließ sich dann aber eines Besseren belehren.
Nach 6 erfolgreichen Jahren mit AC/DC starb Scott dann am 19. Februar 1980. Nach einer durchzechten Nacht brachte ihn ein Freund in sein Auto zum Ausschlafen. Am folgenden Nachmittag wurde Bon Scott Tod aufgefunden. Bon Scott starb mit 33 den klassischen Rock'n'Roller-Tod "Aspiration am eigenen Erbrochenen". Die Umstände seines Todes sind aber immer noch etwas umstritten.
Posthum widmete ihm AC/DC mit dem neuen Sänger Brian Johnson die LP "Back in Black". Die Platte ist die meistverkaufteste einer Band, und die zweit-meistverkaufteste überhaupt (nach Thriller).

Bon Scott, Build me up Buttercup - unglaublich.


Der junge Vader Abraham im Flannelhemd? Nein - auch Bon Scott.








Hier spielt der Chef noch selber den Dudelsack!




Ozzys Tribute an Bon Scott das kontroverse "Suicide Solution"




Lohnenswert:
15 Minutes with Bon Scott Teil 1 & Teil 2


Teil 2

Und schwul war er auch nicht.

18. Februar 2010

Festtägliches Brat-enstück

Das 100. Kalenderblatt gehört Molly Ringwald. Die Schauspielerin und unbestreitbare Königin des Brat Pack wird heute 42 Jahre alt. Ihr schauspielerischer Durchbruch begann mit John Hughes "Sixteen Candles" und setzte sich in dem vermutlich besten Teenager Film aller Zeiten "The Breakfast Club" fort. Mit "Pretty in Pink" endete die Zusammenarbeit mit Hughes. Er wollte sie eigentlich für die Hauptrolle in "Some Kind of Wonderful" was sie leider ausschlug. Hughes war sauer und dann war der Zauber vorbei. Auch die Angebote die Hauptrolle in "Pretty Woman" und "Ghost" zu spielen lehnte Sie leider ab.
Mittlerweile spielt Molly Ringwald die Mutter eines Teenagers in "The Secret Life of the American Teenager".
Molly Ringwald hatte ihre feste Rolle als Hauptdarstellerin in John Hughes seinen Filmen und wurde so zentraler (vielleicht zentralster) Teil des Brat Packs. Molly Ringwald ist der Leinwand-Schwarm einer ganzen Generation, und ist damit vielleicht die vorerst letzte Frau die einen solchen Status inne hat.



Das irgendwer diesen Film sehen wollte nach dem Trailer...







Mehr...



17. Februar 2010

Ein Mann, Ein Hemd!

Richard Karn, der heute 54 wird, hat wohl eine der größten unterschätzten Fernsehfiguren gespielt: Al Borland aus "Hör mal wer da hämmert!". Währen der "Star" der Show Tim Taylor sich die ganze Zeit blamierte, und wieder und wieder mit seinen unsäglichen Basteleien scheiterte in und außerhalb der Sendung (in der Sendung), rettete der gutmütige und kompetente Al oft genug den Tag. In der Serie hat Al auch mehr Fans und gilt offenkundig als der versiertere und kompetentere. Während Tim ihn immer mit seiner Übergewichtigen Mutter und seinen Flanellhemden aufzieht, kümmert sich Al jederzeit um die Taylors und ist jederzeit da, wenn man ihn braucht. Sein Respekt gegenüber anderen Menschen zeigt sich auch in seinem freundschaftlichen Umgang mit dem Fernsehkollegen Bob Vila.

Die Figur des Al Borland basiert übrigens auf dem "Master Carpenter" Norm Abram welcher auch eine Handwerkssendung namens "This old House" hat, welche seit 1979 im US-Fernsehen läuft (bis '89 mit Bob Vila). Abram trägt wie Al immer Flanellhemden, hat einen Bart, und macht die eigentlich Arbeit in der Show.

Richard Karn war zwischenzeitlich Moderator der amerikanischen Fassung von "Familien Duell", und spielt momentan in der TV Serie "Ctrl" mit.













16. Februar 2010

T-iefgekühlt

Ice-T wird nicht allzu erfreut gewesen sein, darüber dass die Dreharbeiten zu "Johnny Mnemonic" an seinem Geburtstag begannen. Das ist aber schon 15 Jahre her. Ice-T wird heute 52 Jahre alt. Nach seinem Debüt "Rhyme Pays" veröffentlichte er die beiden Alben "Power" und "Iceberg", welche beide Gold-Status erreichten. Seinen musikalischen Durchbruch schaffte er dank der Single "I'm your Pusher" in welcher sich Ice-T gegen Drogen ausspricht.
Im Jahr 1991 veröffentlichte Ice-T sein viertes Album unter dem Titel "O.G. Original Gangster" und hat damit den Gangsta-Rap definiert.Das Album gilt als das beste seiner Karriere und als eines der besten Rap-Alben überhaupt. Zudem führte Ice-T dort sein "Heavy Metal"-Projekt "Body Count" ein. Ein Jahr später wurde die Band durch den kontroversen Song "Cop Killer" bekannt. Die Band war zuvor mit dem Song schon auf dem ersten Lollapalooza aufgetreten, jedoch erst nach dem Fall "Rodney King" wurde der Ruf nach Verbot laut.
Generell wurde Ice-T im Jahr 1991 etwas umtriebiger, denn er begann auch eine Schauspielkarriere. Er hatte zwar schon kleine Auftritte in den Filmen "Breakin'" 1 & 2, war damit aber unzufrieden. So spielte er seine erste größere Film Rolle in Mario van Peebles "New Jack City" u.a. mit Wesley Snipes, Judd Nelson und Chris Rock. So richtig gute Filmrollen sind ihm aber nie zu Teil geworden. Erst seine Stammbesetzung in "Law and Order: New York" brachten den Original Gangster zu einer dauerhaften Schauspielrolle.
Im Computerspiel "GTA: San Andreas" sprach Ice-T übrigens die Rolle des "Madd Dogg" und sprach seine eigene Spielfigur in dem Beat-em-Up "Def Jam: Fight for NY".













15. Februar 2010

Aus Wissenschaft und Forschung...

Man kann ja von Karneval, Fasching etc. halten was man will, aber zumindest in Teilen Deutschlands kann man Karneval als Popkultur bezeichnen. Natürlich ist die Prunksitzungs-Scheiße im Fernsehen schon lange nicht mehr tragbar und auch als Zuschauer kaum zu ertragen. Aber der Karneval ist populäre Kultur, wenn auch streitbar. John Fiske ist sich jedenfalls sicher, dass Karneval mit seinen körperlichen Vergnügen und seiner Expressivität populäre Kultur ist.

Dank an Jan F.; Birgit M.; Caro J.; Wolfgang R., Jonas B. und Gila H. für eine interessante Facebook Diskussion zum Für und Wider.

Die Lieder sind alle exemplarisch Teil des Kölner Karnevals. Ich misch hier bestimmt keine Karnevalsregionen durcheinander. Das Endet nur im Chaos.

Vermutlich lässt sich die Entwicklung der populären Kultur in Deutschland auch sehr gut, an der Entwicklung des Karnevals erforschen, aber nicht heute, denn:
Fründe! Et is Rusemondach.
















14. Februar 2010

Top! Die Wette gilt...

So mein Lieber! Ich wette mit euch, dass ich alle "Wetten dass...?"-Staffeln am Grad der Langeweile erkennen kann, denn der Spaß für Jung und Alt wird heute 29 Jahre alt. Und dabei erkenne ich Popstars am Oberschenkel. HAR HAR!
Gut. Nachdem die ganzen abgelutschten und immer wieder vom SPIEGEL durchgekauten Klischees über "Wetten dass...?" abgespult wurden, kommen wir zu den wirklich interessanten Dingen über Deutschlands einzig erfolgreiche Samstag-Abend-Show. Früher als ich klein war musste die Sendung immer geguckt werden. Andere Familien gingen Sonntags in die Kirche, wir haben Samstags "Wetten dass...?" geguckt. So kam es auch, dass ich einst die Ausgabe sah, bei der Bill Gates höchstpersönlich Werbung für die grandiose Zukunft der Computertechnologie machte. Die Episode in der der Papst auftreten sollte hat leider nie existiert, weil Frank Elstner die Alternative einer Videokonferenz nicht akzeptierte und sich bis heute darüber schwarz ärgert. Elstner sagt übrigens er habe das Konzept für die Show in einer Nacht innerhalb von zwei Stunden runtergeschrieben, und damit die angeblich erfolgreichste Fernsehshow Europas geschaffen. Zudem ist die Sendung eine der wenigen deutschen, die auch ins Ausland verkauft wurden.
Ich empfehle den Wikipedia-Artikel Abschnitte "Spektakuläre Wetten" & "Skandale und Kurioses".

Dieses grafisch aufwändige Intro hat 30 Millionen Mark an GEZ Gebühren gekostet, der Anzug von Frank Elstner gar doppelt soviel.










13. Februar 2010

Samstags gehört Heavy Metal mir!

Es begab sich vor 40 Jahren, als es wohl begann, so sagen es jedenfalls die Weisen des Westens. Männer von nordischer Herkunft - die Herren samstäglicher Finsternis - schmiedeten den ersten wahren Heavy Metal! Mit diesem Werk brachten sie etwas neues in die Welt. Viele vor ihnen entdeckten Unwissentlich bereits die Zutaten für die Mixtur, welche die Welt erobern sollte, jedoch keiner der Vorangegangenen mischte die Elemente in solcher Reinheit wie derer deren Name lautete: "BLACK SABBATH"! Und so nannten sie auch das Werk ihrer Arbeit, denn sie waren eins mit dem Schicksal und der Zukunft ihres Werks. Von nun an sah das Antlitz der Welt anders aus, und die Herren des Rock begannen mit dem Heavy Metal zu experimentieren, und schufen im Lauf der Jahrzehnte immer mehr und mehr unterschiedliche, und oft nicht zu unterscheidende, Mischungen des Heavy Metal. Doch die Eltern dieses Welt waren erzürnt, denn der Heavy Metal verführe ihre Kinder zu sünden, so glaubten sie. Doch sie selber waren es, die ihre Kinder zu dem machten was sie sind! Und so mussten sie irgendwann erkennen, das Videokassetten schuld an allem Leid der Welt sind.
So erhielt die Welt vor 40 Jahren die erste wahre Heavy Metal LP "Black Sabbath" von Black Sabbath". Und diese Herren des Heavy Metal heißen: Tony Iommi, Ozzy Osbourne, Bill Ward und Geezer Butler.









Eine Geschichte des Schreckens gab ihnen ihren Namen! "Black Sabbath"










12. Februar 2010

Good old Charles M. Schulz

Charles M. Schulz starb Heute vor 10 Jahren. Er war der Erfinder und Zeichner "Peanuts".
Schulz machte neben der High School einen Fernkurs zum "komischen Zeichnen", und wurde so zum Comiczeichner. Schon mit 15 hatte Schulz einen Strip mit über seinen Hund Spike veröffentlicht. Spike war die Vorlage für Snoopy. Nach seiner Rückkehr aus dem Militärdienstes nach dem zweiten Weltkrieg, arbeitete Schulz für das christliche Comic-Heft "Timeless Topix" und korrigierte Anfängerwerke für seine ehemalige Abendschule. Ende der 1940er verkaufte Schulz dann die ersten Comicstrips mit Kindern an die Timeless Topix unter dem dem Namen "Just keep laugin'". 1950 unterzeichnete Schulz dann einige seiner Strips an United Features Syndicate und bekam einen Vertrag. Von da an ware Erfolg der "Peanuts" nicht mehr aufzuhalten. Die Firma Hallmark druckte Peanuts-Postkarten, Schulz wurde Comiczeichner des Jahres, es gab ein Off-Broadway Musical und zum ersten Animationsfilm der Peanuts erschienen diese gleich auf dem Titel des Time-Magazine. Sogar in den Weltraum und in den Krieg schafften es Charlie Brown und Snoopy, denn so hießen Raumkapsel und Landefähre von Apollo 10 und US-Soldaten malten sich Snoopy oft auf den Helm. Schulz war mit dem Namen "Peanuts" aber nie glücklich. Er hätte schlicht "Charlie Brown" oder "Good old Charlie Brown" bevorzugt. Zu einem der Höhepunkte in Schulz Karriere dürfte aber gehören, dass seine Comic-Strips unter dem Titel "Snoopy in Fashion" im Louvre augestellt wurden.















Keine Angst! Die Frau sieht nur so aus wie Ilona Christen...

11. Februar 2010

Voulez-vous cuisine avec moi?

Heute vor 47 Jahren lief das erste Mal "The French Chef" im amerikanischen Fernsehen. Die Sendung wurde moderiert von Julia Child. Sie gilt als die Frau, die den Amerikanern die französische Küche beigebracht hat. (vgl. Bob Ross, Jane Fonda, Richard Simmons)
Julia Child war die Ehefrau eines amerikanischen Diplomaten, und landete so Ende der 40er Jahre in Paris. Dort lernte sie die französische Küche kennen, und verliebte sich sofort. Bei der Suche nach einem Kochbuch für die französische Küche hinderte sie ihr schlechtes Französisch ein ebenso-sprachiges zu nehmen, und ein englischsprachiges Kochbuch zur französischen Küche existierte nicht. So kam es dazu, dass Julia Child zusammen mit Simone Beck und Louisette Bertholle "Mastering the Art of French Cooking" schrieb. Ein zweibändiges, 720 Seiten langes Kochbuch, dass sich an Amerikaner richtet. Als Child wieder in den USA war entwickelte sich daraus die TV Show "The French Chef". Die Show wurde ein sofortiger Hit und war die erste Bildungssendung die einen Emmy gewann. Durch das stark gemischte Publikum wurde die französische Küche in den ganzen USA populär, und der glaube französische Küche könne es nur in teuren Restaurants geben verschwand. Die TV-Show wurde immer in einem Stück auf Band aufgezeichnet, was dazu führte, dass Fehler nicht rausgeschnitten werden konnten. Daher blieben kleine Fehler, von Child liebevoll "Teachable Moments" genannt nicht aus.
Im Jahr 2009 kam ein Film über Child und die Bloggerin Julie Powell raus, welche in einem Jahr alle Rezepte aus dem Buch nachgekocht hat und darüber bloggte.





Bessere Qualität gabs leider nicht, aber es lohnt sich!




Den "Julie Powell"-Teil des Films kann man fast überspulen. Einen Film über Julia Child mit der fantastischen Meryl Streep hätte ich lieber gesehen.


Bon appétit!

10. Februar 2010

Stud, gib mir deinen Saft!

Heute wird "The Party at Kitty and Stud's" bzw. "The Italian Stallion" 40 Jahre alt (In Deutschland unter den Titeln: "Bocky - Ein Mann steckt einen weg", "Randy - Die Sexabenteuer des Sylvester Stallone" oder "Zurück aus Vietnam"). Der Film war die erste Schauspielrolle von Sylvester Stallone. Wie es sich für eine erste Filmrolle gehört ist es natürlich auch ein Softcore-Porno. Stallone war jung und brauchte die 200$ die er in den zwei Tagen verdiente. Nachdem Stallone mit Rocky weltruhm erreichte wurde der Film wie sich auch so gehört neu rausgebracht unter dem Titel "The Italian Stallion" angelehnt an den Spitznamen Rockys im Film. Es gab dann vor dem Film einen Hinweis auf eine angebliche Hardcore-Fassung des Films, welche sich dann zur "Urban Legend" entwickelte, aber nicht existiert.

Vom Regisseur von "Candy goes to Hollywood", der die große Leistung vollbrachte eine Porno-Version von "Gonna Fly now" komponieren zu lassen, und zum Glück Aufnahmen von Stallone in einem Fellmantel im Schnee hatte.


Nochmal zum Vergleich:


Zum Glück hat Stallone danach noch bessere Dinge gedreht, und muss nicht damit Leben, nur in einem kleinen miesen 70er-Sexfilm mit gespielt zu haben, sondern in einer Menge verdammt guter Filme... ;)















PS: Bei allernächster Gelegenheit werde ich aufzeigen das Stallone doch viel bessere und wichtigere Filme gemacht hat als den Schund. Nicht das jemand denkt ich mag den alten Mettklops nicht.

9. Februar 2010

It's full of stars!

Heute vor 50 Jahren wurde der Hollywood-Walk of Fame mit seinem ersten Stern bestückt. Der beidseitige 18 Blöcke lange gehweg des Hollywood Boulevard ehrt 2400 echte und fiktionale Stars aus Film und Fernsehen, einen Bürgermeister, sieben Polizisten, drei Hunde, Disneyland, und die Besatzung von Apollo 11.
Die Handelskammer von Hollywood richtete den Walk 1958 ein, um der Stadt ein Facelifting zu verpassen. Der Künstler Oliver Weissmuller gestaltete 2500 leere Sterne, von denen 1600 innerhalb der ersten 16 Jahre gefüllt wurden. Jedes Jahr kommen ca. 20-25 neue dazu.
Die meisten Leute die auf den Sternen sind, außer den Polizisten und dem Bürgermeister, dürften wohl einen mehr oder minder großen Einfluss auf die Popkultur gehabt haben. Um selber einen Stern zu kriegen, muss man übrigens "professional achievements", „longevity of five years in the field of Entertainment“ und „contributions to the community“ mitbringen. Achja - und 25.000$ in kleinen nicht markierten Scheinen.








Was die Leute nicht wussten: Der Stern gehört dem Radiomoderator "Michael Jackson" der richtige Stern war vom roten Teppich verdeckt.

8. Februar 2010

Leitmotiv des 20. Jahrhunderts

78 Jahre alt wird John Williams heute. Er ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Musikkomponisten. Williams hat über 120 Soundtracks zu Filmen, Serien und TV-Shows komponiert, die bekanntesten davon dürfte die Musik zu Star Wars oder Superman I-XXIX(?... die mit Christopher Reeve) sein. Dafür wurde Williams 45 mal (in Worten: fünfundvierzig) für den Oscar nominiert und gewann fünf.
Williams Karriere begann als "Little Johnny Love" in den 50ern, wo er unteranderemen für Frankie Laine und Henri Mancini arbeitete.
Ende der 50er begann Williams dann Filmsoundtracks für TV-Serien wie "Gilligans Insel" oder "Lost in Space". Im Jahr 1974 trat dann sein zukünftiger Dauer-Arbeitgeber Steven Spielberg an ihn heran, um den Soundtrack zu "The Sugarland Express" zu komponieren. Danach war er quasi der "Hofkomponist" Spielbergs. Über Spielberg kam Williams auch dazu Spielbergs Freund George Lucas kennzulernen, welcher grade dabei war Star Wars zu drehen.
Williams Musik ist stark von Leitmoven geprägt - sehr Wagner-lastig, wenn man so will. Oft findet man in seinen Soundtracks Ähnlichkeiten zu klassichen Komponisten aber auch frühen Filmmusiken anderer Komponisten.

Offizieller Komponist der Finsternis...


...und des Lichts.




















und es gibt noch soviel mehr...

7. Februar 2010

Bah! Humbug!

198 Jahre alt würde Charles Dickens Heute. Dickens schrieb unter anderem "Oliver Twist", "A christmas carol" und "Große Erwartungen". uva.
1822 zog Dickens' Familie von Hampshire nach London, und schon 1823 konnte Dickens' Vater die Familie nicht mehr ernähren, und kam mitsamt Familie ins Londoner Schuldgefängnis. Einzig und allein der elfjährige Charles lebte weiter in der Stadt, und musste die Familie ernähren. Von da an war ihm kein regelmäßiger Schulbesuch vergönnt. Erst später ging er wieder für zwei Jahre zur Schule und wurde danach als Schreiber bei einem Rechtsanwalt angestellt. Im Jahr 1833 wurde dann Dickens' erste Geschichte "A Dinner at Poplar Walk" veröffentlicht.
"A christmas carol" dürfte in seinen unzähligen Verfilmungen und Adaptionen wohl eine der bekanntesten Stücke Dickens' sein. Kein Jahr ohne einen neuen Film oder Miniserie, keine Serie ohne "Drei Geister"-Episode. Aber auch andere Werke wie "Große Erwartungen" oder "David Copperfield" wurden oft genug verfilmt.








Teil 2 und Teil 3







Wieder eine gute Gelegenheit "Scrooged" einzubauen. ;)