30. Oktober 2010

Whats cooler than cool?

Im Jahr 1972 ließ sich George Lucas einen Serienpiloten aus dem Archiv von Paramount holen. Lucas wollte mit Hilfe des Piloten sichergehen, dass Ron Howard, welchen er für "American Graffiti" casten wollte, in der Lage ist einen Teenager zu spielen. Der unverkaufte Pilot hieß "New Family in Town" und überzeugte George Lucas von Ron Howard. Erst ein Jahr später schaffte der Autor der Serie Garry Marshall den Piloten zu verkaufen und daraus eine Serie zu machen. Anfang der 70er gab es in den USA eine große 50er-Retro-Welle. Die Show spielte in den 50ern und sollte, was noch keiner ahnen konnte, sich perfekt dafür eignen dieses populäre Bedürfnis zu bedienen. Sie sollte so perfekt sein, dass die Show selber zum Symbol der 70er Jahre werden sollte. Es ging sogar soweit, dass eine der Figuren zum Synonym für Cool wurde. Das ist nicht daher gesagt, sondern ernst gemeint. Die Serie schaffte es sogar noch im Anbeginn ihrer Selbszerstörung, dem Anfang vom Ende einen Namen zu geben. Heute wird Henry Winkler 65 Jahre alt. Er spielte die personifizerte Coolness in Person Arthur "The Fonz" Fonzarelli in der TV-Show Happy Days. Fonzie sprang am 20. September 1977 mit Wasserski über einen Hai. "Jumping the Shark" bezeichnet den Moment an dem klar wird, dass es nur noch bergab gehen kann.

Foto: Mark Naudi CC-BY-SA 3.0





















29. Oktober 2010

Das Weiß der Götter!

Um zu erfahren wer der heutige Held des Popkulturkalenders ist müsst ihr zwölf Aufgaben für euch entscheiden. Diese Aufgaben lauten wie folgt:

1. Ein Wetttanz mit Alexis Sorbas, dem schnellsten Tänzer Griechenlands.

2. Einen Wettbewerb im Basketball mit den Harlem Globetrotters.

3. Ein geistiger Ringkampf mit Hercule Poirot, dem größten Franzosen aller Zeiten.

4. Ihr müsst den Gesängen der Beach Boys widerstehen, während ihr zu Insel der Freude überfahrt.

5. Desweiteren sollt ihr dem hypnotischen Anblick von Kaa der Schlange widerstehen.

6. Die Köchin Julia Child wird für euch kochen. Ihr dürft bei der Zubereitung nicht lachen.

7. Diese Prüfung beinhaltet die Schrecken von Woodstock zu erleben, und zu überstehen.

8. Müsst ihr das Rezept für Coca-Cola besorgen

9. Müsst ihr in den See tauchen, der von Harold v. Braunhuts See-Ungeheurn bewohnt wird.

10. Sollt ihr den Berg Klementine besteigen und dort ein Rätsel lösen.

11. Eine Übernachtung auf dem Berg der 27

12. Einen Auftritt bei der Gong Show

Wenn ihr diese Aufgaben erledigt habt werdet ihr erfahren, dass nur einer Heute Thema im Popkulturkalender sein kann:

Foto: RightIndex CC-by 2.0















28. Oktober 2010

Heißer Mais macht Pop

Die regelmäßigen Leser des Kalenders wissen es bereits: Mit einem Synthesizer kann man schnell Pop machen. Man kann Millionen für einen Fairlight ausgeben um damit die Popmusik der 80er zu bestimmen, oder man macht es wie Gershon Kingsley, der 1969 den ersten fast vollständig auf einem Synthesizer gespielten Popsong veröffentlichte: "Popcorn".
Der gebürtige Bochumer Kingsley hörte eines Abends den Geräuschen einer Popcorn-Maschine zu, und überlegte ein Lied aus dem Beat des Popcorns zu machen. Den ganzen nächsten Tag versuchte er auf seinem Moog-Synthesizer ein Riff zu finden, das klang wie platzende Maiskörner. Der Song erschien auf dem Album "Music to Moog by" von Kingsley und seinem Kollegen Jean-Jacques Perrey und wurde zum Welthit. So hatte Kingsley es geschafft dem, durch seine Rolle als Kino-Accessoire eh schon populär aufgeladene, Popcorn noch eine zweite populäre Dimension zu verpassen. Vielleicht hat die Welt ja auch nur drauf gewartet. Vor allem die Version von "Hot Butter" räumte ab, und war immerhin drei Wochen lang auf Platz 1 der deutschen Charts.





Die Fassung von "Hot Butter" ist wohl die bekannteste.


Es gibt keine Band die das Lied nicht gecovert hat, außer Kraftwerk.








Spaß mit Trockeneis dazu Musik von Herb Alpert und seinen Tijuana-Blechbläsern

27. Oktober 2010

Die wunderbare Welt des Jan Vetter.

Der große Mann mit den blondierten Haaren und den 52 Zähnen vorne wird heute 47 Jahre alt. Die Melodien und seine Songtexte haben sich für Ewigkeiten bei Fans und auch Nicht-Fans in die Gehirne gebrannt. Dabei wollte FU eigentlich Archäologe werden und studierte genau eine Woche bis er merkte, dass er das Musizieren dem Hörsaal und den späteren Ausgrabungen Mesopotamischer Tontafeln vorziehen möchte. Zusammen mit der größsten Fledermaus der Welt, besser bekannt als Bela B, und einem geflohenen Chilenen füllt er heute Hallen und Stadien, erfindet legendäre Sitzlaolas und stirbt übrigens in den meisten seiner Musikvideos. Das Rockstarimage kann man dem Pescetarier (kein Fleisch, aber Fisch), Nichtraucher und striktem Antialkoholiker und Fenchelteefanatiker manchmal allerdings nur schwer abnehmen, auch weil seine erste Langspielplatte „Hui Buh in neuen Abenteuern“ gewesen sein soll.
Er hat außerdem sein eigenes, inzwischen sehr erfolgreiches Farin Urlaub Racing Team und porträtiert nebenbei seine Weltreisen, bevorzugt Asien, mit seiner Fotokamera (www. kuroboshi.de).

All the best to the Wiegenfest, Herr Urlaub!

Ein Gastbeitrag vom besten Fan der Welt: Aline Westphal
Foto: Aline Westphal















Die Waschbär-Geschichte – ab 02:20min! Ganz groß!

26. Oktober 2010

Shot through the heart, and you're to blame.

Das kleine Kuhkaff Tombstone, wäre vermutlich Anfang des 20. Jahrhunderts in Vergessenheit geraten, oder komplett verschwunden, wenn 1881 nicht die Schießerei am O.K. Corral stattgefunden hätte. Die Schießerei ist eine der bekanntesten (und dennoch gar nicht so wichtigen) des Wilden Westen. So kommt es auch, dass diese Schießerei und ihre Beteiligten (Wyatt Earp plus Brüder, Doc Holliday) immer wieder Grundlage für Westerngeschichten und Schießereien bildet. Meist wird das Ereignis zur simplen "Bandit gegen Sherriff"-Geschichte verkürzt. Die Wirklichkeit war natürlich komplexer. Alle Beteiligten hatten irgendwie Dreck am stecken. Heute ist Tombstone übrigens eine kleine Westernstadt. Man kann wohl trotz der wenigen Einwohner dank des Tourismus gut leben.









25. Oktober 2010

NORM!

Zum 350. Kalenderblatt ein wahres Schmankerl, denn von exakt 20 Jahren lief die 200. Folge von Prost... äh "Cheers". Die ultimative Kneipenserie mit der perfekten Kneipe, perfekten Gästen und dem perfekten Psychiater. Einzig und allein die Tatsache, dass es eine Sitcom war verhinderte, dass Billy Joel am Piano saß. Auch wenn die Show in der ersten Staffel fürchterlich floppte, wurde sie zu einer der erfolgreichsten Sitcoms der 80er. Das Ensemble der Show kann ein Lied davon singen, denn fast alle Beteiligten hatten einen riesen Karriereschub durch die Serie. Karrieremäßig betrachtet also das Friends der 80er. Die erste Ausstrahlung der Show in Deutschland erfolgte 1985 unter dem Titel "Prost Helmut!". Verantwortlich für das Synchro-Massaker zeigte sich Ivar Combrinck, welcher schon die Simpsons in Grund und Boden synchronisierte. Da wurde aus Norm Helmut, aus Cliff wurde Uwe und das deutschsprachige Titellied wurde von Mr. Combrinck persönlich gesungen. Der Unfug lief 13 Folgen lang. Erst 1995 ließ RTL die Show komplett neu synchronisieren, danach lief die Show recht erfolgreich.

Foto:MECU CC-BY-SA 2.5




George Wendt ist übrigens der einzige Mensch der die selbe Rolle in sieben TV-Shows verköperte.










Kelsey Grammer bekam noch ein erfolgreiches Spin-Off von "Cheers" mit der Show "Frasier"


Morn aus DS9 ist übrigens eine Anspielung auf Norm aus Cheers.

24. Oktober 2010

1,88 ist nicht Klein

Das Kevin Kline kein Superstar geworden ist im Lauf der Jahrzehnte ist einzig und allein sein eigener Wille gewesen. Denn eigentlich stand er schon immer lieber auf der Bühne als vor der Kamera. Auf die Hauptrolle in "Der Weiße Hai" hatte er wenig Lust. Er gewann lieber zwei Tony-Awards. einen für "On the Twentieth Century" und einen zweiten für Gilbert & Sullivans "The Pirates of Penzance". Als Schauspieler berühmt wurde er als er in "Sophies Entscheidung" mitspielte. Am bekanntesten ist wohl seine Rolle als Otto in "Ein Fisch namens Wanda", ebenso bekannt dürfte "In & Out" sein. Dennoch spielt er immernoch am liebsten Theater.

Foto: Chrisa Hickey CC-BY 3.0


Ah! Gilbert and Sullivan!




Naa... wer findet die Alien-Anspielung?








23. Oktober 2010

Voll auf Schlumpfbeeren

Für ein so kleines Land wie Belgien nun mal eins ist, hat es eine ganze Menge Popkultur hervorgebracht. Zum Beispiel Plastic Betrand, Pommes und eine Menge Comics. Eine der bekanntesten und erfolgreichsten belgischen Comic-Figuren-Gruppe sind: Die Schlümpfe. Jaja die kleinen blauen Viecher die Pro7 früher immer benutzt hat um das Nachmittagskinderprogramm vollzukriegen. Im Original heißt die blaue Männergesellschaft übrigens "Le Schtroumpfs". "Die Strümpfe" wären hier sicher nicht so ein Erfolg geworden. "La flûte à six schtroumpfs" hieß das erste Abenteuer in dem die Schlümpfe vorkamen. Es erschien am 23. Oktober 1958. Kurze Zeit später wurde Peyo, dem Vater der Schlümpfe, vorgeschlagen komplette Geschichten nur über die Schlümpfe zu schreiben. Er tat dies und die Geschichten wurden der Hit. So erschienen zunächst 16 Bände von Peyo über die Schlümpfe. Das ganze wuchs über sich selber hinaus und führte zu einem Film, der Karriere von Vader Abraham, einer Trickfilmserie, tausende mieser Techno-CDs und unendlich viel Merchandising.

Foto: Pere prlpz CC-BY-SA 3.0

Ah... ALF.


Die Erschaffung von Schlumpfine!










22. Oktober 2010

Einer der Besten!

Ich hatte mal einen Deutschlehrer, welcher zwei Hobbys hatte: 1. Die Unterrichtszeit zu verplempern in dem er aus "Herr der Fliegen" vorlas und 2. auf Gegenständen der Popkultur rumzuhacken (außer natürlich auf "Herr der Fliegen". Am auffälligsten war das mit "Rambo". Ich hatte eine Klassenkameradin die total auf den Film stand, und er machte sich fleißig über den blöden Action-Film lustig. Da würde ja nur doof rumgeballert. Sie versuchte dagegen zuhalten (von argumentieren kann man in der siebten Klasse noch kaum reden), dass er ja garnicht nur blöde rumballere und eigentlich ja auch nix dafür kann. Und was soll man sagen: Sie hatte natürlich recht. Der Lehrer hat den Film nie gesehen, oder wenn nur unglücklich reingezappt. Der erste Teil der Rambo-Reihe ist ein guter Film. Der Kriegsveteran John Rambo will nur nach Hause und seine Ruhe, wird aber auf dem Weg von ein paar Kleinstadtbullen grundlos schikaniert und gequält. Er wehrt sich dagegen. Das ist eine gute Grundlage für eine interessante Geschichte. Im Buch ist übrigens Rambo eher der Drecksack. Er fängt zwar nicht an, aber er teilt ordentlich aus.











21. Oktober 2010

Beach Blanket Bimbo from Outer Space

Der feuchte Traum aller Science-Fiction Nerds Carrie Fisher wird heute 54 Jahre alt. Wie fast alle Star Wars Hauptdarsteller war ihre Karriere nicht allzu erfolgreich, aber es reichte um in den 80ern in Koks und Drogen zu versinken. So wie wohl der gesamte Stab des "Star Wars"-Filmteams. In den 80ern heiratete sie dann Paul Simon, und war erstmal weg vom Nerd-Dating-Markt. Immerhin machte sie den goldenen Bikini wieder en vouge.  In ihrer Autobiographie "Postcards from the edge" gestand sie schon 1987 ihre Drogensucht ein. Das mit dem Koks ist also nicht erst seit letzter Woche bekannt. Nach ihrer Rolle in "Blues Brothers" hätte sie fast Dan Aykroyd geheiratet, ist dann aber wieder zurück zu Paul Simon. Die 90er wurden dann bis auf die Verfilmung ihres Buchs unspektakulär. Heute doktert sie an fremder Leute Drehbüchern herum und tingelt durch TV Shows mit ihrem neuen Buch "Wishwul Drinking".

Foto: Alan Light CC-BY 2.0 (Der Mann links ist übrigens Steven Spielberg - ohne Bart!)











20. Oktober 2010

Children of the Night!

Es war eine kalte Österreich-Ungarische Nacht (heute Rumänien) als 1882 in Lugos ein Junge geboren wurde. Er war der jüngste Sohn der Familie und sein Traum war es Schauspieler zu werden. Doch sein Vater der Geschäftsmann war, wollte den jungen Bela auf das Gymnasium schicken. So flüchtete Bela um seinem Traum zu folgen nach Ungarn. Fortan nannte er sich "Arisztid Olt" und wurde Theater und Stummfilmschauspieler. Nach dem er in Ungarn nicht mehr auftreten durfte, weil er Kommunist war floh er nach Deutschland. Dort drehte er dann seinen ersten Horrorfilm "Der Januskopf" von F.W. Murnau. Kurz darauf emigrierte er nach Amerika um dort ein noch bekannterer Schauspieler zu werden. 1927 dann bekam er ein Engagement: "Dracula" am Broadway. Er war 265 Tage auf der Bühne zu sehen und er war "purer Sex auf der Bühne". Aber erst vier Jahre später sollte Béla Ferenc Dezső Blaskódie Dracula-Rolle bekommen die zur Rolle seines Lebens würde: Tod Brownings "Dracula". Von da an war er der Star der er immer sein wollte. Er spielte sich durch das gesamte Horrorgenre. Im ersten Zombiefilm überhaupt "White Zombie" spielte er den Erschaffer des ersten Filmzombies. Er kämpfte mit seine Karriere über immer mit Boris Karloff auf der Leinwand und im Beruf. Als sein Stern in den 50ern sank machte er die fatalste Bekanntschaft seines Lebens. Er traf Edward D. Wood jr. Der B-Movie Regisseur überredete Lugosi in seinen Filmen mitzuspielen. Er machte mit, wohl auch um seine Morphiumsucht finanzieren zu können. Sein letzter Film war "Plan 9 from Outer Space". Bela Lugosi starb am 16. August 1956. Auf seiner Beerdigung soll Vincent Price gesagt haben: "Man sollte ihm vorsichtshalber einen Pfahl durch das Herz treiben."















19. Oktober 2010

Disco, Disco! Aachen, Aachen!

Wenn Klaus Quirini sich vor exakt 51 Jahren nicht fürchterlich gelangweilt hätte, wäre der Siegeszug der Disco und des DJs in Deutschland erst viel später von statten gegangen. Es war nämlich so, dass Quirini, damals Journalist für die Aachener Zeitung, über den Eröffnungsabend des "Scotch Club" in Aachen berichten sollte. Der Club war der erste in dem statt Live-Bands Musik von Schallplatte lief. Der DJ der auflegte machte aber nichts außer die Platten zu wechseln. Das kam überhaupt nicht an. Die Besucher empfanden die Atmosphäre als tot. Rum sitzen und Musik von Platte zu hören war etwas für Zuhause. Also sprang Klaus Quirini aka. "DJ Heinrich" ein und begann im Stil der damaligen Radiomoderatoren die Lieder anzusagen und wurde der nach eigener Aussage zweite DJ Deutschlands. "Meine Damen und Herren, wir krempeln die Hosenbeine hoch und lassen Wasser in den Saal, denn ein Schiff wird kommen mit Lale Andersen". Dazu kamen noch ein paar Spiele mit dem Publikum die über die übliche Damenwahl herausgingen und alle waren Begeistert.

Foto: Cschirp CC-BY-SA 3.0

Jimmy Saville war der erste britische DJ.










18. Oktober 2010

Schuld ist nur das Fernsehen!

Am 18. Oktober 1970 riefen viele ARD Zuschauer eine Telefonnummer an. Diese Telefonnummer war die Hotline von "Das Millionenspiel". Die Show drehte sich um einen Gejagten und mehrere Jäger. Der Gejagte gewinnt eine Million Mark, sofern er eine Woche überlebt und nicht vorher von Profikillern ermordet wird. Moderiert wurde die Show von Thilo Uhlenhorst. Kandidat der Sendung war Bernhard Lotz aus Leverkusen. Das ganze war natürlich nur ein Fernsehfilm inszeniert von Tom Toelle und Wolfgang Menge. Traf aber den Nerv der Zuschauer. Die Leute nahmen die Show zum Teil ernst und riefen bei der Hotline an um mit zuspielen, also sich auch eine Woche lang bis zur völligen Erschöpfung jagen zu lassen, mit der geringen Aussicht auf eine Million. Thematisch hat der Film und die Kurzgeschichte "Der Tod spielt mit" von Robert Sheckley auf dem alles basiert, einige Medienentwicklungen scheinbar schon vorweggenommen. Unteranderem die mögliche Existenz von Privatfernsehen, Quotenkampf und scheinbarem Werteverfall im Fernsehen. Sheckley und das Millionenspiel waren aber nicht die einzigen die ähnliche Zukunftsvisionen des Fernsehens verfassten. So hat auch Stephen Kings "The Running Man" und der Film "Gamer" von Mark Neveldine und Brian Taylor ein ähnliches Thema.

Foto: Udo Grimberg CC-BY-SA 3.0











17. Oktober 2010

Public Servant

Wenn man einen Verbrecher ins Gefängnis stecken will braucht man vorallem einen Anklagepunkt. Genau diese fehlte der Chicagoer Polizei aber als sie Al Capone ins Kittchen stecken wollte. Also überlegte man sich einen Ausweg. Man konnte Capone zwar nicht wegen seiner Gangverbrechen anklagen, aber wegen Steuerhinterziehung. So wurde Capone zu einer 10 jährigen Haftstrafe verurteilt und musste diese auch absetzen. Zuvor war der Gangsterboss noch der Pate der Chicagoer Unterwelt und machte sich einen Spaß draus die Prohibition zu umgehen und die Leute dennoch mit Schnaps zu versorgen. Dies machte er so gut, dass er bald ein reicher Mann wurde, sogar zum Star. Er bekam eine Menge Medienaufmerksamkeit und wurde oft gefragt, warum er tue was er tat er antwortete meist mit "All I do is satisfy a public demand.".









16. Oktober 2010

... im Kaffee!

Heute wird David Zucker ein Drittel der ZAZ-Gruppe und eine Hälfte der Zucker-Brüder 63 Jahre alt. In den 60ern gründete er mit seinem Bruder Jerry und Jim Abrahams das "Kentucky Fried Theatre". Deren erste Show "Vegetables" war ein unerwarteter Hit. Er war so groß, dass sie die absurden Sketche um die amerikanische Gesellschaft und das Fernsehen zu einem Film machten. Der Kentucky Fried Movie wurde ein genauso großer Erfolg. Das Trio blieb den Parodistischen Filmen treu und drehte danach unter anderem "Die Nackte Kanone", "Die unglaubliche reise in einem verrückten Flugzeug" (Welches Arschloch hat sich diese Übersetzung ausgedacht? Im Original heißt der Film schlicht "Airplane!". Im Zweifel: Ivar Combrinck.) und "Top Secret" mit Val Kilmer. Ende der 80er trennten sich die drei ein wenig und begannen jeder eine Solo-Karriere. David machte mit den "Die Nackte Kanone"-Filmen welche auf ihrer Serie "Police Squad" basierten. Spätestens ab Mitte der 90er begann der Stern der drei aber ein wenig zu sinken. Mit "High School High" und "Scary Movie 3" und 4 war es nicht mehr soweit her. Einzig mit "Nicht auflegen!" mit Colin Farrell hatte David als Produzent einen Glücksgriff.














15. Oktober 2010

Punkt, Punkt, Balken, Strich fertig ist das Arschgesicht.

Freunde, wir (Okay: Ich) haben ein moralisches Problem, denn "Der große Dikator" wird heute 70 Jahre alt. Stellt sich also die Frage: Was ist mit Adolf Hitler? Außer, dass er tot ist und ein ausgemachter Drecksack war, scheinbar eine Menge. Ein oft dünnes Zerr- und Spiegelbild des GröFaZ ist nämlich ständig und überall im Pop zu finden. Die historische Figur Adolf Hitler (der tote Drecksack) ist auch nicht der um den es hier und im Pop geht. Alle Parodie geht von dem Bild Hitlers als Propagandafigur aus. Vor allem die Amerikaner haben, auch und vor allem begründet durch Chaplins Film, eine lange Tradition Nazi-Deutschland und Hitler (lt. Rolling Stone "The most hated man in history") "durch den Kakao zu ziehen". So setzten sich Donald Duck und Bugs Bunny schon während des zweiten Weltkriegs mit den Nazis auseinander. In Deutschland begann die humoristische Verarbeitung Hitlers erst Anfang der 80er Jahre und erlebt mittlerweile eine weite Verbreitung in Film und Fernsehen. Dabei tritt natürlich die Problematik der Banalisierung des Massenmörders auf. Momente an denen man zweimal hinschauen muss. Die Frage besteht dennoch: Ist zumindest ein Zerrbild Hitlers Pop? Daniel Erk vom Hitler-Blog der taz sagte mal, das dies so ist. (vgl. hier) Eins steht fest: Der Massenmörder Adolf Hitler ist nicht Pop.



Das Video ist leider nicht einbettbar, aber sehenswert.




























14. Oktober 2010

Deduktion des Populären

Nun Watson, anhand der knappen länge der Geschichten, würde ich vermuten sie entstammen einer Zeitung. So eine Art Geschichten-Reihe. Das kennen Sie doch sicherlich aus der Times. Dort drüben am Tisch neben dem Wascheimer liegt eine Bartschere. Unser Autor war scheinbar also ein sorgsamer Bartträger. Er muss im 19. Jahrhundert gelebt haben, bis vielleicht ins 20., zu erkennen an diesem Houdini Plakat. Daneben hängt übrigens eine Postkarte von den Reichenbachfällen in der Schweiz. Das erklärt den Ort meines Todes. Und die Bartschere eigentlich auch ihr Aussehen, alter Freund. Schauen sie mal, hier auf dem Sekretär, eine Seite aus dem Strand-Magazin. "A Scandal in Bohemia" von Arthur Conan Doyle, das erklärt unsere Existenz. Uns und "Die Abenteuer des Sherlock Holmes"









13. Oktober 2010

mit Gimmick!

Das Jahr 1975 war der Beginn einer Prägung für das deutsche Kollektivgedächtnis, denn am 13. Oktober erschien das erste YPS-Heft. Bereits acht Jahre zuvor erschien in Frankreich "Pif Gadget" ein Heft ähnlich YPS, welches auch Comics und ein Gimmick beinhaltete. Aus Pif Gadget enstammte auch die Comicreihe "Pif und Herkules". Das Revolutionäre am YPS-Heft waren unbestreitbar die Gimmicks. So wurden die Urzeitkrebse mit 20 Ausgaben in denen sie zu finden waren Kult, die Seifenblasenmaschine hat nie richtig funktioniert, und der Solarzeppelin hat zumindest mir Spaß auf der Wiese vorm Haus gebracht. Auch beliebt waren die Detektiv und Agentenausweise, welche heute immernoch volle Gültigkeit haben, sofern man sie bei der lokalen Polizeidienststelle verlängert. Zu Anfang des Comics gab es sogar mehrteilige Gimmicks, so z.B. eine Saturn-V-Rakete. Diese sehr naturwissenschaftlichen und mehrteiligen Modelle verschwanden aber später (Mit Ausnahme von Sonderheften in denen z.B. ein Mittelwellen-Radio-Bausatz enthalten war.). Die Comics im Heft hatten eine große Bandbreite, so kamen viele bekannte Comichelden wie Lucky Luke, Garfiel oder Asterix im Heft vor. Aber auch eigens gezeichnete Geschichten, wie "YPS & Co." um das namensgebende Känguru, wurden verwendet.

Foto: Richard Jebe CC-BY-SA 3.0



Harold von Braunhut war übrigens der Erste, der auf die Idee kam die "Sea Monkeys" zu verkaufen. So kam auch YPS an die Idee für die Urzeitkrebse.


Die YPS-Greifhand war übrigens vermutlich ein frühes Nintendo Produkt namens "Ultra-Hand" erfunden von Gunpei Yokoi dem Erfinder des Gameboy. Vor den Videospielen produzierte Nintendo nämlich hauptsächlich Karten und billiges Plastikspielzeug...


Ehapas fehlgeschlagener Versuch eines Revivals...

12. Oktober 2010

Menschliches Wanderlied

Vier Jahre bevor die Aliens ins Roswell landeten wurde dort ein Mann namens John Denver geboren. Der Singer-Songwriter war einer der erfolgreichsten seiner Zunft in den 70er Jahren. In seiner Freizeit war er auch noch politischer Aktivist und Pilot. Denver schrieb unteranderem "Leaving on a Jetplane", was den meisten in der Version von "Peter Paul and Mary" bekannt sein dürfte. Alternativ auch die Fassung von "Chantal Kreviazuk" aus dem Michael-Bayigsten Michael Bay Film überhaupt "Armageddon". Noch bekannter ist aber "Take me home, Country Roads". Den Refrain dürfte so ziemlich jeder kennen, viel mehr aber auch nicht. Trotzdem kommt bei Wanderungen immer wieder der Versuch auf das Lied zu singen. Was selten gelingt, musikalisch wie textlich. John Denver starb den drittbeliebtesten Rock'n'Roller-Tod "Mit einem Flugzeug abstürzen" (1. An seiner Kotze ersticken und sterben, 2. An einer Überdosis von irgendwas sterben) am 12 Oktober 1997. Es war eine Propellermaschine.

Foto: Matthew Trump CC-BY-SA 3.0









11. Oktober 2010

Live from New York it's Saturday Night!

Die Geschichte von Saturday Night Live ist eine ziemlich bewegte. Die Show begann vor 35 Jahren als "NBCs Saturday Night". Die NBC brauchte eine Unterhaltungsshow für einen späten Samstagabend-Sendeplatz. Die NBC beauftragte den Produzenten Lorne Michaels eine Show zu liefern. Er tat wie ihm geheißen und begann Komiker und Autoren zu suchen. Für den Anfang stellte er u.a. Dan Aykroyd, John Belushi, Chevy Chase, Michael O'Donoghue und Gilda Radner ein. Die Show wurde ein sofortiger Hit und die Komiker wurden berühmt. Chevy Chase war einer der ersten die die Show verließen und als Ersatz stellte Michaels den noch unbekannten Bill Murray ein. Dan Aykroyd und John Belushi verließen die Show nach der vierten Staffel und Michaels ging nach der fünften. Michaels dachte eigentlich die Show würde abgesetzt, aber sie wurde weitergeführt. Leider nicht besonders gut. Die Quoten gingen in den Keller und es gab zahlreiche Personalwechsel. Erst 1985 kehrte Lorne Michaels wieder zurück. Im Anfang schaffte auch er es nicht die Show auf die Reihe zu kriegen. Erst langsam kam der Erfolg zurück. Die Show läuft bis heute. Mal gut mal schlecht, aber das seit 35 Jahren.

Foto: (C) NBC Universal















Lorne Michaels hat den Beatles in den 80ern bei SNL mal 3000$ Dollar für eine Reunion angeboten. McCartney und Lennon waren zufälligerweise in der Stadt, und überlegten wirklich in die Show zu kommen, aber sie waren schon zu Müde und die Zeit hätte nicht gereicht.

















Der "Pope Incident" bei dem Sinéad O'Connor ein Bild des Papstes zerriss schrieb amerikanische Fernsehgeschichte. Die Sängerin protestierte damit gegen sexuellen Missbrauch in der Katholischen Kirche. Eine Woche später entschuldigte sich Joe Pesci der Host der Show beim Publikum und klebte ein Bild des Papstes wieder zusammen.